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Jetzt muss das Tivoli in grün/weiß erstrahlen

Telfer Frauen stehen sensationell im Endspiel des Kerschdorfer Tirol Frauen Cup – Gegner Wacker Innsbruck hat ein „Finale dahoam“

Historisch! Sensationell! Es gibt die verschiedensten Prädikate, die man für den Finaleinzug der Telfer Frauen verwenden könnte. Eines darf dabei aber mit Sicherheit nicht fehlen: verdient! Denn das war der 2:1-Halbfinalsieg über Tirol-Ligist Stubai allemal.
19. Mai 2026 | von Alex Dosch
Jetzt muss das Tivoli in grün/weiß erstrahlen
So jubelten die Telfer Frauen über den Finaleinzug. Foto: sportszene.tirol
Vor der bemerkenswerten Kulisse von über 200 Zuschauern starteten die Gastgeberinnen gegen den Favoriten nicht wie ein Underdog. Keine Rede von „vor der Schlange erstarren wie ein Kaninchen“.  Im Gegenteil: die „Säbelzahntigerinnen“ übernahmen von Beginn an das Kommando und bissen bereits nach 14 Minuten das erste Mal kraftvoll zu. Selin Oslanski setzte sich auf ihrer rechten Seite dynamisch durch – Sarah Schwaninger verwertete die Hereingabe ebenso trocken wie souverän.
Vor allem im Mittelfeld hatte Telfs ein deutliches Übergewicht. Nadja Mellauner, Christina Lott & Co. führten eine spielerisch feine Klinge. Nur verfestigte sich diese technische Überlegenheit nicht im Ergebnis, obwohl das 2:0 eigentlich nur eine Frage der Zeit war. Und so kam es, wie es im Fußball halt manchmal kommt. Stubai gelang der 1:1-Ausgleich. Mit diesem Treffer wurde nicht nur das Publikum leiser – die Kalchgruber-Elf verlor auch zusehends den spielerischen Faden. So ging es mit einem 1:1 in die Kabinen.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste. Telfs wieder äußerst druckvoll und wieder mit dem schnellen Treffer. Abermals war es Sarah Schwaninger, die aus einem Gestocher heraus traf. In weiterer Folge wurden einige Hochkaräter vergeben, sodass es bis zum Ende spannend blieb, obwohl die Gäste aus dem Stubaital selten bis gar nicht gefährlich vor das von Stephanie Loretz gehütete Tor kamen. Entsprechend groß war der Jubel nach Abpfiff. Kein Wunder, gelang mit dem Finaleinzug doch Historisches. Noch nie stand ein Frauen-Team westlich von Innsbruck im Endspiel des Tiroler Fußballcups. Und der letzte und bislang einzige Finaleinzug einer Telfer Mannschaft liegt auch schon lange zurück. 2007 unterlag das Team rund um den heutigen Obmann Martin Struggl in Kematen der WSG Wattens mit 0:2. „Für mich persönlich war es das erste Mal, dass ich vor über 1.000 Zuschauern gespielt habe. Das war ein gewaltiges Erlebnis. Und dafür, dass wir krasser Außenseiter waren, haben wir uns super geschlagen“, sieht Struggl die Ausgangslage diesmal ähnlich wie damals. „Wir sind sicher der Underdog. Vor allem, wenn bei Wacker Spielerinnen von der Bundesligamannschaft dazukommen. Aber in einem Spiel ist alles möglich.“

Beim 1:0-Halbfinalerfolg über Wilten, dem Cupsieger von 2023, kamen jedenfalls sieben Akteurinnen zum Einsatz, die wenige Tage zuvor noch im Kader der zweiten Bundesliga-Mannschaft standen. Zudem kommt den Innsbruckerinnen auch der Heimvorteil zugute. Denn ob des Endspiels bei den Männern zwischen Wacker Innsbruck und den WSG Tirol Juniors (17 Uhr) wird das Tivoli auch schon beim Frauen-Finale – Anpfiff ist am Pfingstmontag um 14 Uhr – bereits gut gefüllt sein. Aber wer den Fünften und den Siebten der Tiroler-Liga aus dem Bewerb wirft, braucht sich auch vor dem Vierten nicht zu fürchten. Die Unterstützung des Grün/Weißen Anhangs scheint jedenfalls sicher. „Das ist für uns als Verein eine einmalige Geschichte. Deshalb appelliere ich jetzt schon an unsere Fans, dass so viele wie möglich ins Tivoli kommen und die Mannschaft dort bestmöglich unterstützen. Wir werden jedenfalls alles dafür tun“, so der Telfer Obmann.

Die Ergebnisse des Halbfinales: Telfs – Stubai 2:1 (1:1). Tore: Schwaninger (14., 53.); Gleirscher (20.). Wilten – Wacker Innsbruck 0:1 (0:1). Tor: Fitoussi-Hofmann (23).
Jetzt muss das Tivoli in grün/weiß erstrahlen
Sarah Schwaninger (links) war beim 2:1 über Stubai mit zwei Treffern die Matchwinnerin. Foto: sportszene.tirol
Jetzt muss das Tivoli in grün/weiß erstrahlen
Freude pur bei Nadja Mellauner (l.) und Nadine Gabl. Foto: sportszene.tirol

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