Karwendelmarsch lockte zahlreiche Teilnehmer
Bei guten Bedingungen in traumhafter Berglandschaft waren heuer besonders deutsche Läufer erfolgreich
Schon im Vorfeld der diesjährigen Auflage sorgte der „Karwendelmarsch“ für einige Aufmerksamkeit. In kürzester Zeit ausverkauft, lockte er auch heuer wieder zahlreiche Teilnehmer in den Naturpark Karwendel. Auf den 35 und 52 Kilometer langen Strecken erwartete die Läufer ein anspruchsvoller Tag inmitten der beeindruckenden Tiroler Bergwelt. Bei den Herren triumphierte dabei der in Innsbruck lebende Deutsche Johannes Dörr mit einer Zeit von 4:03:01 Stunden. Bei den Damen konnte sich die ebenfalls aus Deutschland stammende Läuferin Maike Drieb-Schön in 4:54:54 Stunden durchsetzen.
2. September 2026
Traumhafte Bergkulisse und perfekte Organisation: Auch heuer war der Karwendelmarsch ein besonderes Erlebnis für die zahlreichen Teilnehmer. Foto: Karwendelmarsch
Die angenehmen Temperaturen und die guten Bedingungen entlang der Strecke sorgten für einen gelungenen Veranstaltungstag. Im Mittelpunkt standen jedoch vor allem die sportlichen Leistungen, das gemeinsame Erlebnis und die besondere Atmosphäre, die den Karwendelmarsch seit vielen Jahren auszeichnen. Und so hat der 25-jährige Ultratrailläufer Johannes Dörr den diesjährigen Bewerb gewonnen. Mit dem Erfolg knüpft der international erfahrene Athlet an seinen Sieg beim Innsbruck Alpine Trailrun Festival (K110 – Masters of Innsbruck) an. „Es hat Riesenspaß gemacht, hier zu laufen! Vor allem der Sonnenaufgang war ein ganz besonderer Moment. Mir liegt das Gelände sehr gut, deshalb ist mir der Lauf sehr entgegengekommen“, so der Gewinner. Der Zweitplatzierte, David Walzthöni (4:14:48, Verein BIO vom BERG) aus Österreich, zeigte sich trotz seines Rückstands zufrieden. Den dritten Platz belegte – nur knapp dahinter und bereits zum zehnten Mal am Start – der Deutsche Toni Seewald (4:15:14, SC Gaißach/Sportraum Trailteam), der ebenfalls eine sehr starke Leistung erbrachte. Für viel Aufsehen sorgte auch das Damenrennen: Vorjahressiegerin Maike Drieb-Schön vom LAZ Rhein-Sieg siegte in 4:54:54 Stunden: „Es war wie immer wunderschön – vor allem die herrlichen Nebelschwaden in der Früh waren eine Augenweide. So wie bei den bisherigen Rennen auch habe ich versucht, in einem bestimmten Pulsbereich zu bleiben. Von meinem Seitenstechen habe ich mich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Ich bin mit meiner Zeit und natürlich mit dem Ergebnis sehr zufrieden!“ Die Athletin konnte somit die Damenwertung bereits zum dritten Mal für sich entscheiden. In weiterer Folge sorgten die beiden Verfolgerinnen für Spannung: Die Zweitplatzierte, Nina Bonkat (5:21:21) aus Deutschland, sowie die Österreicherin Jana Marx (5:24:39, Sport Norz Community) freuten sich über ihre Ergebnisse und lobten die „herausfordernde, aber wunderschöne Strecke“.
Christina Hötzel





