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Revierschlager wohin das Auge reicht

Erste Cup-Hauptrunde mit jeder Menge brisanter Partien: Inzing empfängt Oberhofen/Pfaffenhofen – Kematen gastiert in Zirl

Knapp zwei Monate nachdem sich die Reichenau in Tarrenz zum zweiten Mal in Folge zum Tiroler Cupsieger krönte, beginnt schon wieder die Jagd auf deren Nachfolge. Und vielleicht gelingt ja einem der heimischen Teams der große Coup. In der langen Cup-Geschichte stehen bislang nur zwei Finalteilnahmen von Teams zwischen Telfs und Völs zu Buche. Jene von Oberperfuss im Jahr 2023 und jene der „Säbelzahntiger“ 2007. Während das Team von Helmut Lorenz seinen Erstrunden-Gegner schon seit längerem kennt, musste die Mannschaft von Marcel Schreter bis zuletzt warten.
29. Juli 2025 | von Alex Dosch
Revierschlager wohin das Auge reicht
Marcel Dosch, Neuzugang von der WSG Tirol, absolviert am Wochenende sein erstes Pflichtspiel für Telfs. Foto: alex dosch
FC FLAURLING/POLLING/ESV HATTING/PETTNAU – SV TELFS, Spielort und Anstoßzeit unbekannt. Die Ansetzung der Vorrundenspiele - das Derby zwischen Flaurling/Polling und Hatting/Pettnau fand am Dienstag-Abend nach Redaktionsschluss statt – führt dazu, dass vier Tage vor dem Erstrunden-Hit noch nicht klar war, wohin die Telfer Cupreise zum Start führt. Doch egal ob es auf den Flaurlinger „Hennenbichl“ oder ins Hattinger „Innstadion“ geht: Die Rollenverteilung bleibt da wie dort dieselbe. Alles andere denn ein Weiterkommen der „Säbelzahntiger“ – in Runde zwei wartet der Sieger aus Roppen gegen Haiming - wäre eine Riesensensation. Im Cup-Bewerb der Vorsaison scheiterte Telfs erst im Viertelfinale am späteren Titelträger Reichenau (1:2).

FC SELLRAINTAL/SV SIS-TRANS – VÖLSER SV, Spielort und Anstoßzeit unbekannt. Wie Telfs erfährt auch Völs den Erstrundengegner erst wenige Tage vor Anpfiff. Doch egal, ob es nach Sistrans (17 km entfernt) oder ins Sellraintal (12km) geht, die Reisestrapazen halten sich in Grenzen. Zudem ähneln sich die beiden Plätze. Zumindest in der Größe. Und auch die Rollenverteilung ist unabhängig vom Gegner klar. Alles andere denn ein voller Erfolg der Mannschaft von Neo-Coach Stefan Milenkovic wäre eine herbe Enttäuschung. Doch Vorsicht! Im Vorjahr war für die Grün/Weißen bereits in der ersten Runde Endstation. Bei Schönwies/Mils setzte es eine 2:3-Niederlage. Auf den Sieger dieser Erstrundenbegegnung wartet der Gewinner aus Fritzens gegen Absam.

SU INZING – FC FRITZ OBER-HOFEN/PFAFFENHOFEN, Freitag, 1. August, 18.00. Vor zwei Monaten gastierte Oberhofen/Pfaffenhofen letztmals im „Enterbachstadion“. Mit dem damaligen Ergebnis (4:1) könnten die Sporer-Schützlinge wohl auch diesmal ganz gut leben. Allerdings wird die Mannschaft von Neo-Inzing-Coach Michael Augustin etwas dagegen haben. Im Vorjahr scheiterte Oberhofen/Pfaffenhofen in der ersten Runde an Telfs (0:2). Inzing meisterte die Hürde Sistrans (7:5), zog aber dann gegen Oberperfuss (2:6) den Kürzeren.
Getreu dem Motto „nach dem Derby ist vor dem Derby“ geht es für den Sieger dieses Prestigeduells gegen den Aufsteiger aus Rietz/Stams gegen Götzens.

FC SEEFELDER PLATEAU – FC PATSCHERKOFEL, Samstag, 2. August, 17.00. Mit dem überlegenen Meister der abgelaufenen Bezirksliga-Saison wartet eine durchaus knifflige Aufgabe auf das Team von Patrick Klotz. Im Vorjahr schaltete die Mantl-Elf immerhin Landesligist Innsbruck West aus (1:0). In Runde zwei war dagegen gegen den späteren Finalisten Wacker
Innsbruck Schluss (0:6).
Auch für den FC Seefelder Plateau endete die letztjährige Cupreise in der zweiten Runde. Nach einem 4:0 über Thaur setzte es gegen Kematen ein deutliches 0:4. Wird die Hürde Patscherkofel genommen, geht es nächste Woche gegen den Gewinner aus dem Duell Matrei gegen Axams/Grinzens.

FC ZIRL – SV BÄCKER RUETZ KEMATEN, Mittwoch, 30. Juli, 19.00.  Beim bislang letzten Sieg über Kematen trugen noch Spieler wie Zauner, Bergmann, Krismer, Heissenberger, Galovic, Radi oder Alak den Zirl-Dress. Dem 2:1-Heimerfolg am 19. Oktober 2018 folgten vier sieglose Derbys in Folge. In der Saison 2021/22 behielt Kematen sowohl zu Hause (4:0) als auch auswärts (5:1) klar die Oberhand. Im „Head to Head“ der letzten 25 Jahre führen die „Blues“ knapp mit 12:11-Siegen. Im Cup-Bewerb der Vorsaison war für Zirl nach einem 6:5 in Galtür in Runde zwei Schluss. Gegen Telfs unterlagen Kapferer & Co. mit 0:3. Kematen schaffte es dagegen bis in die dritte Runde. Einem 12:0 in Nassereith und einem 4:0 beim FC Seefelder Plateau folgte eine 1:5-Niederlage bei Lokalrivalen Oberperfuss.
Wer auch immer die erste Hürde meistert: Den Sieger dieses Erstrunden-Duells führt die weitere Cupreise ins Oberland. Entweder geht es gegen Fliess oder die FG Schönwies/Mils.

SV NAVIS – SV WEBER BETON OBERPERFUSS, Freitag, 1. August, 18.30. Oberperfuss erarbeitete sich in den letzten Jahren den Ruf eines Cup-Spezialisten. In der Vorsaison war erst im Achtelfinale (1:8 bei Wacker Innsbruck) Schluss. In der Spielzeit 2023/24 gelang der Sprung unter die letzten 32 (3:5 gegen Kitzbühel) und ein Jahr zuvor sogar jener ins Endspiel (3:5 gegen Imst). Der Gegner in der ersten Hauptrunde hieß damals...richtig: Navis! Patrick Huber traf beim 5:2-Auswärtserfolg dreifach.
Und auch im Vorjahr kam für Navis in der ersten Runde das Aus. Nach einem 1:1 in der regulären Spielzeit unterlag man dem FC Wipptal im Elfmeterschießen mit 3:5. Jenes Wipptal könnte auch in Runde zwei warten. Nämlich dann, wenn sich die Mader-Elf gegen den FC Stubai durchsetzt.
Revierschlager wohin das Auge reicht
Beim Derby zwischen Inzing (Johannes Eichinger, Mitte) und Oberhofen/Pfaffenhofen (Andreas Eigentler links, Ugur Akmese rechts) scheint jeder Ausgang möglich. Foto: alex dosch

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