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Rückrunde startet mit echtem Leckerbissen

Kematen empfängt Aufstiegsaspirant Völs zum ewig reizvollen Derby – „Blues“ entschieden Hinspiel sensationell für sich

133 Tage liegt das bislang letzte Aufeinandertreffen zwischen den beiden Lokalrivalen zurück. Am 8. November 2025 siegte das zuvor 18 Spiele lang sieglose Kematen in Völs völlig überraschend mit 2:0. Es war dies der dritte Derbysieg der „Blues“ in Folge.
17. März 2026 | von Alex Dosch
Rückrunde startet mit echtem Leckerbissen<br />
Im Hinspiel wurden Francesco Riehle (vorne) und seine Völser von Kematen (Simon Gatscher) überraschend ausgehebelt. Foto: alex dosch

SV BÄCKER RUETZ KEMATEN – VÖLSER SV, Samstag, 21. März, 16.30. Dennoch wäre der erste Heimsieg seit fast einem Jahr (ein 1:0 über Mils am 4. Mai 2025) eine, zumindest kleine Überraschung. Auch weil die Vorzeichen für das Frühjahr unterschiedlicher nicht sein könnten.
Während es für Kematen mangels Absteiger nur noch um die berühmte „goldene Ananas“ geht, kämpft Völs um den Aufstieg in die Regionalliga West.
Sollte der FC Wacker Innsbruck in die Admiral 2. Liga aufsteigen, geht es für drei Teams der Regionalliga Tirol nach oben in Richtung 3. Leistungsstufe. „Wir wollen noch bessere Ergebnisse als im Herbst erzielen. Und wenn sich dann die Möglichkeit ergibt aufzusteigen, werden wir diese auch nutzen“, sieht Völs-Coach Stefan Milenkovic im Rennen um den Aufstieg andere Teams in der Pole-Position. „Die Tirol Juniors gehören einfach in die Regionalliga West und St. Johann und Fügen sind ebenfalls sehr stark.“ Aktuell fehlen seinem Team zwei Punkte auf die drittplatzierten Zillertaler. Umso wichtiger wäre ein guter Start. Ob der am Samstag an der „Melachroad“ gelingt? „Wir haben mit Kematen noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen. Die werden wir versuchen zu begleichen. Wir haben den Gegner jedenfalls analysiert und wissen was zu tun ist“, freut sich Milenkovic auf ein „geiles Derby“.
Nicht wesentlich anders stellt sich die Gefühlslage weiter westlich dar. „Wir sind heiß auf Völs und wollen unbedingt mit einem Sieg in die Rückrunde starten“, so Kematen-Trainer Elvir Karahasanovic. Die Herangehensweise soll allerdings eine andere sein, als vielleicht mancherorts vermutet. „Das erste Spiel nach einer so langen Pause ist immer schwierig. Aber allzu defensiv werden wir es nicht anlegen.“ Wohl auch deshalb, weil sich das Schlusslicht in der Winterpause vor allem in der Offensive enorm verstärkt hat. „Wir müssen mit Niklas Zauner und Joel Ngouno Djankeu zwar auf zwei Langzeitverletzte verzichten, und Matteo Peternell steigt erst in Runde fünf oder sechs wieder ein, dennoch sind wir richtig gut aufgestellt. Wir haben zwar etwas an Quantität verloren, aber unheimlich viel an Qualität gewonnen.“ Das Ziel für die Rückrunde ist jedenfalls klar formuliert: „Wir wollen besser auftreten als im Herbst. Und wenn ich die bisherige Vorbereitung hernehme, bin ich da guten Mutes“, so Karahasanovic.

SV WEBER BETON OBERPERFUSS – SC KUNDL, Samstag, 21. März, 14.00. Die jüngste Bilanz (seit 2006) gegen den Tabellen-Neunten aus dem Unterland liest sich mit einem Sieg und vier Niederlagen recht bescheiden. Im Hinspiel musste sich Oberperfuss auswärts deutlich mit 1:4 geschlagen geben. „Im Herbst haben wir gegen Kundl nicht wirklich gut ausgeschaut. Das sollte sich diesmal ändern. Auch deshalb, weil ich glaube, dass wir mit dem Teams ab Platz fünf durchaus auf Augenhöhe sind“, weiß Trainer Helmut Lorenz.
An der Herangehensweise wird der Aufsteiger gegenüber dem Herbst nicht viel ändern. „Wir wollen weiterhin locker drauf los spielen und uns fußballerisch weiterentwickeln. Unser Hauptaugenmerk gilt weiterhin dem Tore erzielen und weniger dem Tore verhindern. Ich denke, dass wir im Frühjahr sogar noch eine Spur offensiver ausgerichtet sein werden als in der Hinrunde. Ob das dann auch zu mehr Punkten führt wird sich weisen.“ Eine Zielsetzung tabellarischer Natur hat Lorenz nicht. „Im Herbst war unser Ziel mehr Spiele positiv zu absolvieren als negativ. Das ist uns nicht ganz gelungen. Das wollen wir im Frühjahr ändern.“   

SV TELFS – WÖRGL, Sonntag, 22. März, 16.00. Die Heimbilanz (seit 2006) gegen die Unterländer ist mit fünf Siegen, drei Remis und drei Niederlagen knapp positiv. Im Herbst setzte sich Wörgl allerdings deutlich mit 4:1 durch. „Wörgl ist nicht einfach zu bespielen. Aber wir werden diesmal einen anderen Auftritt hinlegen als beim Hinspiel“, ist bei Trainer Marcel Schreter der Blick mehr in die Zukunft gerichtet als auf die völlig verkorkste Hinrunde. „Wir hatten eine super Vorbereitung. Die Jungs haben hart gearbeitet. Was aber viel wichtiger ist: der Spaß ist wieder zurückgekehrt und damit auch das Selbstvertrauen.“
Zudem setzt man am Emat künftig auch auf eine andere taktische Ausrichtung. „Wir haben es in der Vorbereitung mit einem 4-4-2 in der Raute versucht. Und das hat besser geklappt als erwartet. Auch weil die Spieler von Anfang an mitgezogen haben und selbst davon überzeugt sind. Jedenfalls bieten sich uns dadurch mehr taktische Varianten als bisher.“
Das bekannt hohe Pressing, eines der Markenzeichen der „Säbelzahntiger“, soll darunter aber nicht leiden. In Sachen Zielsetzung für das Frühjahr gibt sich Schreter verschlossen. „Wir haben beim Trainingslager am Gardasee ein gemeinsames Punkteziel vereinbart. Das wollen wir erreichen – werden es aber für uns behalten.“
Rückrunde startet mit echtem Leckerbissen<br />
Die Mannschaft des SV Telfs holte sich am Gardasee den letzten Feinschliff. Foto: Maria Rangger

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