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Säbelzahntiger zeigten ordentlich die Krallen

Telfs zieht Völs den Zahn – Schreter-Elf siegt verdient mit 3:1 – Am Sonntag heißt`s Abschied nehmen vom Revierkracher

Vor Anpfiff des Spiels in Völs beklagte Telfs-Coach Marcel Schreter noch den Ausfall der kompletten Abwehrreihe. Die kam beim 3:1-Erfolg aber nahezu nie in Bedrängnis. Zu souverän, zu abgeklärt agierten Post & Co. Am Sonntag wird es eine ähnliche Abgebrühtheit brauchen. Vor allem aber einen kühlen Kopf.
27. April 2026 | von Alex Dosch
Säbelzahntiger zeigten ordentlich die Krallen<br />
Simon Post (links gegen Ömer Köken) war beim Telfer 3:1 in Völs einer der Aktivposten. Foto: sportszene.tirol
SV TELFS – SPG SILZ/MÖTZ, Sonntag, 3. Mai, 17.00. Denn das Hinspiel gegen Silz/Mötz (Telfs unterlag mit 0:1) endete unschön. Die Gefahr, dass am Sonntag wieder die Emotionen hochkochen, sieht Marcel Schreter jedoch nicht. „Wir freuen uns auf ein Fußballfest vor vielen Zuschauern. Immerhin ist es das letzte Derby für lange Zeit“, spielt der Telfs-Coach auf den freiwilligen Rückzug der SPG aus der Regionalliga Tirol an.
Von Anpfiff an den Vorwärtsgang drinnen hatte seine Mannschaft in Völs. Bereits nach 13 Minuten führten extrem bissige „Säbelzahntiger“ mit 2:0. Erst fand ein abgefälschter Schuss von Christof Mader den Weg ins Tor, wenig später bewies Jakob Klieber ein feines Füßchen. Klieber bugsierte das Leder aus großer Entfernung mit viel Gefühl via Innenstange in die Maschen. Hüseyin Celik traf schließlich vom Punkt zum 3:0-Pausenstand. „Die erste Halbzeit war überragend. Die Mannschaft hat genau die Aggressivität und Leidenschaft, die uns gegen Ebbs noch gefehlt hat, auf den Platz gebracht. Und mit unserer Spielweise müssen wir immer auf Anschlag gehen.“
In Halbzeit zwei ging der Esprit der ersten Hälfte etwas verloren. „Weil wir ob des hohen Pressings etwas müde geworden sind. Deshalb haben wir mehr auf Ergebnis verwalten gespielt. Völs wurde aber auch stärker. Dennoch hatte ich nie das Gefühl, dass das Spiel noch kippen könnte“, so Schreter nach dem 3:1.

SV WEBER BETON OBERPERFUSS – VÖLSER SV, Donnerstag, 30. April, 19.00. Ein Oberperfer Sieg über Völs hat zumindest auf Meisterschaftsebene Seltenheitswert. Der letzte stammt vom 29. Mai 2011. Christian Spiegl-Guerrero traf beim damaligen 2:0 doppelt. In den letzten beiden Derbys behielt Völs zweimal mit 3:1 die Oberhand.
Mit demselben Ergebnis mussten sich die Grün/Weißen zuletzt Telfs geschlagen geben. Vor allem die Leistung der ersten 45 Minuten war alles andere als zufriedenstellend. „Wir sind in der ersten Halbzeit gar nicht ins Spiel gekommen. Man muss aber auch sagen, dass die Gegentore allesamt unglücklich waren. Beim 0:1 wird ein Schuss abgefälscht, das 0:2 aus 30 Metern trifft der Spieler in zehn Jahren nicht mehr so und das 0:3 resultierte aus einem Elfmeter“, sprach Stefan Milenkovic nach dem 1:3 auch von einem ungünstigen Spielverlauf. „In der zweiten Halbzeit haben wir richtig gedrückt. Sogar in Unterzahl (Florian Mair flog mit Gelb/Rot vom Platz, Anmerk.) hatten wir viel mehr Ballbesitz. In dieser Phase haben wir zu neunt besser gespielt als zuvor zu zehnt. Nur der Ball wollte nicht ins Tor.“ Auch deshalb, weil die Beine zum Schluss immer schwerer wurden. „Drei Spiele innerhalb von sieben Tagen (der Nachtrag gegen Volders ging mit 0:2 verloren, Anmerk.) sind einfach zu viel“, so der Völs-Coach.
Oberperfuss-Trainer Helmut Lorenz sprach nach dem Spiel in Ebbs von einer unverdienten Niederlage. Und dies trotz eines deutlichen 2:6. „Ein Remis wäre viel verdienter gewesen als diese Abfuhr. Wir hatten das Spiel fest in unserer Hand. Selbst der unglückliche Rückstand (Eigentor von Simon Kirchmair, Anmerk.) störte uns nicht. Wir waren weiter fest am Drücker. Nur wollte uns kein Tor gelingen. Ebbs machte dagegen fast aus jedem Konter einen Treffer.“ Besonders bitter: Zwei der sechs Ebbser Treffer gingen auf das Konto von Oberperfer Spielern. Denn neben Bruder Simon fabrizierte auch Lukas Kirchmair ein Eigentor.
  
SV WÖRGL - SV BÄCKER RUETZ KEMATEN, Freitag, 1. Mai, 19.15. Vor 25 Tagen standen sich beide Teams letztmals gegenüber. Im Cup-Achtelfinale siegte Kematen – das Viertelfinale bei den Tirol Juniors fand am Dienstag nach Red. Schluss statt – mit 3:1.
Den zweiten Sieg im sechsten Rückrundenspiel feierten Raitmair & Co. beim 4:2 über das im Frühjahr bislang so starke Kundl. Und wieder einmal war es David Bucher (vier Tore in drei Spielen) der dem Spiel den Stempel aufdrückte. Allein das 1:0 verdient das Prädikat „sehenswert“. Bucher schlenzte das Leder gekonnt von der linken Seite in den rechten Winkel. „David ist ein Kemater Bua der sich voll für die Mannschaft reinhaut. Und durch gezieltes Training hat er seine Stärken forciert. So einen Haken wie er hat kaum ein anderer“, sieht Trainer Elvir Karahasanovic seinen Stürmer aktuell in einem Flow. „Und den darf er gerne beibehalten.“ Wie überhaupt sich die „Blues“ gegenüber dem Herbst stark verbessert zeigen. „Die Mannschaft steigert sich von Woche zu Woche. Das Spiel gegen Kundl war richtig gut“, so Karahasanovic.
Säbelzahntiger zeigten ordentlich die Krallen<br />
Der Jubel nach dem sehenswerten 2:0 durch Jakob Klieber (rechts) war entsprechend groß. Foto: sportszene.tirol

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