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Telfs | Wirtschaft | 25. Mai 2021 | Gebi G. Schnöll

„TVB Innsbruck“ ist fit für die Sommersaison

„TVB Innsbruck“ ist fit für die Sommersaison<br />
Karin Seiler hält beim „TVB Innsbruck“ die Zügel straff. Mit ausgeklügelten Marketingstrategien sollen die Nächtigungsziffern wieder stark ansteigen. RS-Foto: Schnöll
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Lockdowns verursachten großen Schaden, nun sollen Marketingoffensiven das Tourismusgeschäft neu ankurbeln

Seit vergangenem Mittwoch darf nach mehr als einem halben Jahr Lockdown auch wieder am Tourismusrad gedreht werden. Gespannt darf man sein, wie sich das Tourismusgeschäft in den nächsten Wochen und Monaten entwickeln wird. Karin Seiler, Geschäftsführerin des „TVB Innsbruck“, dem unter anderem auch der „TVB Tirol Mitte“ sowie die Region Sellrain/Kühtai und das Mieminger Plateau angehören, blickt vorsichtig optimistisch in Richtung Sommersaison. In den Hotels der ländlichen Regionen sei die Buchungslage bereits gut bis sehr gut, in der Landeshauptstadt Innsbruck müsse man sich in Geduld üben, bis die asiatischen und amerikanischen Gäste wieder Urlaube buchen.
Von Gebi G. Schnöll

Noch haben im Operationsradius des „TVB Innsbruck“ nicht alle Hotels geöffnet. „Aber in den Wellness- und Gesundheitshotels, die seit vergangenem Mittwoch wieder Gäste empfangen dürfen, und auf den Campingplätzen, wie zum Beispiel auf dem beim Natterer See, ist die Buchungslage sehr gut“, schildert TVB-GF Karin Seiler beim RUNDSCHAU-Gespräch. Der Markt setze sich derzeit noch vor allem mit Gästen aus Deutschland, der Schweiz und aus dem Inland zusammen. „Im vergangenen Sommer gab es besonders viele Gäste aus Wien, das dürfte auch heuer wieder so sein“, prognostiziert Seiler. Etwas schwieriger als auf dem Land sei die Situation in der Landeshauptstadt Innsbruck. Prognosen für die Sommersaison seien derzeit nur schwer möglich, weil die Buchungen kurzfristig eintreffen und es auch viele Spontanbucher gibt, wenn sich zum Beispiel an Wochenenden in Richtung Gardasee der Verkehr staut. „Ausbleiben werden heuer mit ziemlicher Sicherheit noch die asiatischen und amerikanischen Gäste. Die Buchungen aus Fernost und den USA werden wahrscheinlich erst im ersten Quartal 2022 merklich einsetzen“, glaubt die TVB-Geschäftsführerin, und sie spricht auch die fehlenden Flugverbindungen nach Innsbruck an, die derzeit noch ein Bremsklotz am Tourismusrad seien. „Täglich nur ein Flug von Frankfurt nach Innsbruck ist für den Markt nicht gut“, so Seiler.

Investitionsfreude. Wegen der Lockdowns musste man 2020 beim „TVB Innsbruck“ gegenüber 2019 ein Umsatzminus von 45 Prozent hinnehmen. Durch den Ausfall der gesamten Wintersaison rechnet man heuer mit einem Minus von bis zu 50 Prozent. Erfreulich ist für Karin Seiler, dass einige Hoteliers trotz Lockdowns in ihre Häuser investierten und dass alleine in der Innsbrucker Altstadt 13 neue Tourismusbetriebe aufgesperrt haben. „Es haben leider auch einige Vermieter zugesperrt. Doch es kamen auch neue Betten hinzu: Zum Beispiel im ‚Biohotel‘ in Obsteig-Holzleiten, im ‚Hotel Schwarz‘ in Mieming und im ‚Hotel Stern‘ in Obsteig. Die Investitionsprämie des Bundes hat gewirkt, eine finanzielle Unterstützung, vor allem für die Stadthotellerie, wäre aber auch weiterhin angebracht“, wünscht sich Karin Seiler.

Marketingstrategien. Dem heuer erwarteten Umsatzverlust von rund 50 Prozent will man beim „TVB Innsbruck“ mit allen möglichen Marketingstrategien entgegensteuern. Vor allem die deutschsprachigen Märkte sollen angesprochen werden. Gespannt ist die Geschäftsführerin, wie sich die wirtschaftliche Situation im Nachbarstaat Deutschland entwickelt. „Ich glaube schon, dass wir von diesem Markt profitieren. Die Sehnsucht nach Urlaub ist bei den Deutschen groß. Tirol und die Landeshauptstadt Innsbruck sind bei unseren Nachbarn beliebte Destinationen inmitten einer herrlichen Bergwelt, unsere Hotellerie und das Freizeitangebot sind erstklassig, außerdem ist bei uns der Sicherheitsstandard groß, und wir sind Testmeister“, bringt Seiler die Vorzüge, die für einen Tirol-Urlaub sprechen, auf den Punkt.

Stadt-Land-Urlaub. Zu den Hauptzielgruppen zählen heuer auch die Familien, die man mit verschiedenen Erlebnisprodukten in die „TVB Innsbruck“-Regionen locken will. „Die Urlaubsmotive sind bei den meisten Menschen Relaxen und Erholung sowie die Natur, die wir ihnen in Tirol bieten können. Deshalb rücken  wir nun auch vom reinen Stadturlaub ein Stück ab und heben für einen Innsbruck-Urlaub nicht nur die Sehenswürdigkeiten, die Shoppingmöglichkeiten und die Veranstaltungen in der Stadt hervor, sondern bieten darüber hinaus auch noch E-Biketouren, geführte Wanderungen und andere Aktivitäten ein wenig abseits der Stadt an“, schildert Karin Seiler, die auch noch einen Ratschlag parat hält: „Ab September sollten die Tiroler im Land bleiben. Im Herbst gibt es nämlich ein vielfältiges Angebot an hochkarätigen Kultur- und Sportevents.   
 
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