Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
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Die Türen sind weit geöffnet

Neuer Standort sichert langfristiges Bekenntnis der Diözese zur Lehrerausbildung für Volksschulen

Aufgrund von Veränderungen in der Betreuung von Menschen mit Behinderungen dezentralisiert sich die Liegenschaft der Sozialen Dienste der Kapuziner in Innsbruck in kleinere Einheiten. Jedoch bleibt der Standort in schönster Lage in Innsbruck/Saggen in kirchlicher Nutzung. Die Studentenstadt Innsbruck erhält mit der Ansiedelung der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule von Stams Zuwachs, wobei dies auch große Veränderungen für die KPH Edith Stein bedeuten.
22. August 2023 | von Mel Burger
Die Türen sind weit geöffnet<br />
Die wunderschöne Lage und die außergewöhnlichen Gebäude bieten eine besondere Ausbildungsstätte für angehende Lehrer und gibt ihnen Raum an Austausch und Begegnung. RS-Foto: Burger
Von Mel Burger

Die Kirchliche Pädagogische Hochschule, kurz KPH, bildet in Stams Lehrer für alle Schulstufen, insbesondere für die Volksschule aus. Neue Studienzweige wie Sozialpädagogik und Elementarpädagogik erweitern das Programm und öffnen somit noch weiter die Tore der alteingesessenen Ausbildungsstätte. Schon über ein Jahr stehen große Veränderungen und Ideen im Raum, die mit der Chance, die Liegenschaft der Diözese in der Elisabethstraße in Innsbruck beziehen zu können, zu tun hat. Vizerektorin Maria Kalcsics und Vizerektor Nikolaus Janovsky machen im Gespräch mit der RUNDSCHAU durch einige lebendige Details und Visionen die Zukunft spürbar, jedoch müssen alle noch Geduld bewahren, um der Umsiedelung Raum zu geben. Die Gebäude an den Ufern des Inns, mit bester Anbindung in den Stadtkern, mit einer malerischen Grünanlage, bieten Platz für die Unterrichtsräume und Zeit für Begegnung. So vielfältig in Nationen, Religionszugehörigkeiten und Geschlechter, die Studenten bereits an der KPH in Stams vertreten waren, werden auch die Türen für die neuen Studiengänge in Innsbruck geöffnet sein. Die KPH Edith Stein steht seit je her für eine Ausbildung, bei der die Person im Mittelpunkt steht und Personen jeglicher Religion, sämtlicher Regionen sowie Länder herzlich willkommen sind. Dieses Herzensanliegen der KPH wird am neuen Standort auch im Angebot von studentischen Wohnen realisiert werden. Der Bildung schon immer verpflichtet stehen die Diözesen Innsbruck, Feldkirch und Salzburg weiterhin zu ihrer Allianz, langfristig der Lehrerausbildung ihre Wichtigkeit zuzugestehen.  

MÖGLICHKEITEN. Das Areal in der Elisabethstraße in Innsbruck, das schon sehr lange genutzt wird, gehört dem Kapuzinerorden, um Menschen mit Behinderungen im sozialen Dienst zu betreuen und zu begleiten. Aufgrund internationaler Gesetzesänderungen sollen große Standorte nicht mehr die Richtlinie sein, darum sind die Kapuziner schon seit längerem damit beschäftigt, kleinere Wohneinheiten zu gestalten. In diesem und im kommenden Jahr werden Klienten in inklusive Wohnformen in verschiedenen Stadtteilen übersiedelt, um dem Leitbild von Inklusion zu entsprechen. Menschen mit Behinderung sollen so leben können, wie andere Menschen auch. Die Themen Inklusion und Integration von Menschen mit Behinderung werden am Standort aber weiterhin ein wichtiges Medium bleiben, da die KPH spezifisch in diesem Bereich auch Lehrer ausbildet. Der Präses des Sozialen Dienste der Kapuziner, Bruder Erich Geir freut sich auch über die künftige Nutzung.
Zukunftsvisionen. Am neuen Standort in Innsbruck Saggen soll neben den aktuellen Ausbildungszweigen auch Platz für die Fortbildung von Religionslehrern sowie eine weitere Einheit der Diözese geschaffen werden. Im Irrglauben vieler ist die Ausbildung an der KPH in Stams nicht mit dem eigenen Glaubensbekenntnis gekoppelt oder dreht sich nur um theologische Ausbildung. Die Hochschule erstreckt sich über mehrere Standorte von Salzburg über Tirol bis nach Feldkirch und wird von den drei Diözesen getragen. Die Umsetzung der neuen Ansiedlung wird in mehreren Schritten erfolgen. Für die Diözese ergibt sich durch das neue Areal die Möglichkeit, sich in der wichtigen Ausbildung von Lehrern der Primar- und Sekundarstufen zentraler und noch attraktiver zu engagieren.

GROSSPROJEKT. Vizerektor Nikolaus Janovsky erkennt in dem Schritt des Standortwechsels ebenso die erneute langfristige Zusage und das starke Engagement der Kirche, die verantwortungsvolle Aufgabe zur Ausbildung junger Menschen zu übernehmen. Vizerektorin Maria Kalcsics bestätigte dies und erkennt ebenfalls die Chance auf neue Möglichkeiten, durch die lange verbundene Geschichte der Ausbildungsstätte, die nun ihren „Rucksack“ packen wird, um sich auf neue Wege zu begeben. „Unsere Türen waren schon immer für alle weit geöffnet“, bestätigt Kalcsics das Engagement der KPH Edith Stein. Der neue Standort der KPH wird erst in einigen Jahren in Vollbetrieb gehen, aber allein der Weg für alle wird schon neue Vorteile hervorbringen.

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