Freisprüche nach Tumulten vor der PI Imst
Zehn Jugendliche wollten zwei Kumpanen aus den Fängen der Exekutive befreien, der Plan scheiterte allerdings
Ziemlich daneben benommen haben sich Ende November vergangenen Jahres zehn Burschen im Alter zwischen 15 und 20 Jahren bei einer Krampusveranstaltung in Imst. Weil zwei ihrer Kollegen wegen Randalen vorübergehend festgenommen wurden, forderten die aufgebrachten Jugendlichen vor und in der Polizeiinspektion lautstark die Freilassung ihrer beiden Kollegen. Der Mob wurde wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs angezeigt, zwei der zehn angeklagten Burschen wurden bei der ersten Verhandlung Anfang August freigesprochen, der Rest musste sich am Dienstag vergangener Woche nochmals am Landesgericht Innsbruck einfinden.
Gebi G. Schnöll
29. August 2023
Die Jugendlichen forderten vor und im Foyer der PI Imst lautstark die Freilassung ihrer beiden Kollegen. RS-Foto: Schnöll
Von Gebi G.Schnöll
Keiner der sieben Angeklagten, die am Dienstag vergangener Woche am Landesgericht Innsbruck im Schwurgerichtssaal Platz genommen hatten, bekannte sich des Hausfriedensbruches schuldig. Der achte Angeklagte konnte nicht zur Verhandlung kommen, weil er inzwischen in den Osten Österreichs gezogen ist. Laut Aussage eines zur Verhandlung geladenen Polizisten war vor der PI Imst die Stimmung ziemlich explosiv, nachdem zwei Kollegen der Angeklagten im Suff randaliert hatten und deshalb von Beamten der PI Imst vorübergehend festgenommen wurden. „Ob die Jugendlichen im Vorraum der Polizeiinspektion waren, habe ich nicht mitgekriegt. Ich weiß nur, dass mehrere Personen probierten, zur Tür der Polizeiinspektion zu gelangen“, schilderte der Polizeibeamte, der weiters aussagte, dass eine Person versucht habe, über das Geländer vom Stiegenaufgang in Richtung Eingangstüre zur PI zu springen. Ein Polizist habe daraufhin mit dem Stock auf das Geländer geschlagen, der Jugendliche dürfte durch den lauten Knall offenbar abgeschreckt worden sein und habe einen Rückzieher gemacht.
REUELOS. Wie aufgeheizt die Stimmung vor der PI Imst zu dem Zeitpunkt war, als die Jugendlichen ihre beiden Kollegen aus den Fängen der Exekutive befreien wollten, zeigte der Richter anhand von Handyvideos. Mit Sprechchören wird die Freilassung der beiden Inhaftierten gefordert, Polizisten laufen Fliehenden hinterher, während andere Jugendliche versuchen, zur Eingangstüre der PI Imst zu gelangen. Doch anstatt über die sinnlose Aktion nachzudenken, finden die Angeklagten die Szenen auf den Videos auch noch belustigend. Einen Hausfriedensbruch konnte der Richter den Jugendlichen nicht nachweisen. Deshalb gab es für sechs von ihnen einen Freispruch. Ein Angeklagter wurde wegen Waffenbesitzes – nicht rechtskräftig – zu einer Geldstrafe in Höhe von 480 Euro verurteilt.
Keiner der sieben Angeklagten, die am Dienstag vergangener Woche am Landesgericht Innsbruck im Schwurgerichtssaal Platz genommen hatten, bekannte sich des Hausfriedensbruches schuldig. Der achte Angeklagte konnte nicht zur Verhandlung kommen, weil er inzwischen in den Osten Österreichs gezogen ist. Laut Aussage eines zur Verhandlung geladenen Polizisten war vor der PI Imst die Stimmung ziemlich explosiv, nachdem zwei Kollegen der Angeklagten im Suff randaliert hatten und deshalb von Beamten der PI Imst vorübergehend festgenommen wurden. „Ob die Jugendlichen im Vorraum der Polizeiinspektion waren, habe ich nicht mitgekriegt. Ich weiß nur, dass mehrere Personen probierten, zur Tür der Polizeiinspektion zu gelangen“, schilderte der Polizeibeamte, der weiters aussagte, dass eine Person versucht habe, über das Geländer vom Stiegenaufgang in Richtung Eingangstüre zur PI zu springen. Ein Polizist habe daraufhin mit dem Stock auf das Geländer geschlagen, der Jugendliche dürfte durch den lauten Knall offenbar abgeschreckt worden sein und habe einen Rückzieher gemacht.
REUELOS. Wie aufgeheizt die Stimmung vor der PI Imst zu dem Zeitpunkt war, als die Jugendlichen ihre beiden Kollegen aus den Fängen der Exekutive befreien wollten, zeigte der Richter anhand von Handyvideos. Mit Sprechchören wird die Freilassung der beiden Inhaftierten gefordert, Polizisten laufen Fliehenden hinterher, während andere Jugendliche versuchen, zur Eingangstüre der PI Imst zu gelangen. Doch anstatt über die sinnlose Aktion nachzudenken, finden die Angeklagten die Szenen auf den Videos auch noch belustigend. Einen Hausfriedensbruch konnte der Richter den Jugendlichen nicht nachweisen. Deshalb gab es für sechs von ihnen einen Freispruch. Ein Angeklagter wurde wegen Waffenbesitzes – nicht rechtskräftig – zu einer Geldstrafe in Höhe von 480 Euro verurteilt.





