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Hundesteuer im Fokus

Variierende Abgaben und steigende Hundezahlen im Bezirk Imst

Egal ob Bulldogge, Labrador oder Chihuahua: Mit ihrem Charme erlangten die Vierbeiner weltweite Beliebtheit. Auch im Bezirk Imst wurde der Hund im Laufe der Jahre immer populärerer. Nicht zu vergessen ist allerdings die Hundesteuer. Da jede Gemeinde den Betrag selbst festlegen kann, könnte diese unterschiedlicher nicht sein.

Angelina Neuner
1. August 2023
Hundesteuer im Fokus
Der Hund als Haustier, treu, loyal, von Kindern zumeist geliebt - und dennoch nicht immer ganz friktionsfrei.

Foto: Adobe Stock
Von Angelina Neuner

Die Hundesteuer ist eine (Pflicht)-Abgabe, die an die Gemeinde entrichtet werden muss. Da jede Gemeinde den Betrag selbst festlegen kann, variieren die Steuerkosten. So bezahlen Hundebesitzer in Sölden und Umhausen für den ersten Hund mit 100 Euro am meisten, in Imsterberg mit 39 Euro am wenigsten. Für jeden weiteren Hund in einem Haushalt wird zumeist mehr Steuer verlangt, vorranging um die Hundehaltung in einem Haushalt zu begrenzen und somit die Hundepopulation im Ort zu kontrollieren. Vorreiter ist hier Nassereith
mit 200 Euro, dicht gefolgt von Imst mit 190 Euro. Auch hier schneiden die Imsterberger am günstigsten ab, für den zweiten Hund sind ebenfalls nur 39 Euro abzugeben. Ausgenommen von der Abgabepflicht sind Blindenführer-, Therapie- und Assistenzhunde. Auch Dienst-, Sanitäts- und Lawinenhunde im Dienst können von der Steuer befreit werden bzw. erhalten eine Ermäßigung, wenn ein entsprechender Antrag gestellt wird. 

HUNDEPOPULATION. Durch die Erhebung der Hundesteuer kann die Anzahl der gehaltenen Hunde in einer Gemeinde ermittelt werden. Einzig die Anzahl in der Gemeinde Rietz konnte nicht erhoben werden. Auf Anfrage im Gemeindeamt gab es keine Auskunft. Eine Analyse zeigt, dass sich die Hundepopulation seit 2012 in fast jeder Gemeinde vermehrt hat. Die einzigen Ausnahmen bilden Haiming und Jerzens, bei denen die Anzahl der gehalten Vierbeiner von 2012 auf 2023 zurückgegangen ist. So hält im Schnitt jeder 18. im Bezirk einen Hund. Im Vergleich zu 2012 kann man einen Anstieg von rd. 17 Prozent feststellen. In Imsterberg leben die
wenigsten Vierbeiner, auf 32 Einwohner kommt ein Hund. Nassereith, Obsteig und Tarrenz bilden den Gegensatz, dort hält jeder 13. einen Vierbeiner. 

DISKUSSIONEN. Vielerorts wird die Hundesteuer kritisiert, vor allem auch wegen den Unterschieden in den Gemeinden. Die Steuerzahler erwarten sich eine Gegenleistung für die Abgabe. Die Hundesteuer ist jedoch eine Steuer ohne Zweckbindung, was
bedeutet, dass die Gemeinde über die Steuereinnahme frei verfügen kann. Vielfach wird auch behauptet, die Abgabepflicht
sei nicht mehr zeitgemäß. Zudem fühlen sich einige Hundebesitzer diskriminiert, da für andere Haustiere keine Steuer bezahlt werden
muss. Auf der Gegenseite ärgern sich viele Spaziergänger oder Wanderer über herumliegenden Hundekot.
Hundesteuer im Fokus
Hundesteuer im Fokus
Quellen: Statistik Austria, Gemeinden Bezirk Imst

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