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Gott zur Ehr, dem Vaterland zur Wehr

Schützenbataillon Starkenberg feierte edles Fest in Tarrenz – dem einstigen Sitz der Grafen von Starkenberg

Das vergangene Wochenende stand Tarrenz ganz im Zeichen Tiroler Schützen. Nach 2019 war die Gurgltalgemeinde wieder an der Reihe, das Schützenfest des Bataillons Starkenberg auszurichten. Wie immer bestens organisiert, zeigte sich, wie treu verbunden die Tarrenzer der Tiroler Schützentradition gegenüberstehen. Das Fest war auf zwei Tage anberaumt.
26. August 2025 | von Ewald Krismer
Viel Lob und Zustimmung erntete Starkenbergs Bataillonspräsident Marcus Wörle für seine Brandrede, in der er jenen Leuten den Spiegel vorhielt, die den Tiroler Schützen nicht allzu sehr wohlwollend gegenüberstehen, und in der er zudem zum Ausdruck brachte, wie unentbehrlich die Schützen sind für das Land. Wörles Worten lauschten Bataillonskommandant Major Ralf Zoller, Obmann Oberleutnant Matthias Stricker und Hauptmann Helmar Schuchter (v. l.) – alle vier von der Schützenkompanie Tarrenz.
RS-Foto: Krismer
RS-Foto: Ewald Krismer
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An beiden Tagen farbenprächtig zeigte sich der Festplatz am Tasen unterhalb der noch bestehenden Burg des ehemaligen Geschlechts der Ritter von Starkenberg, nach denen das feiernde Schützenbataillon benannt ist – und die heute jene Brauerei beherbergt, in der das sogenannte „Oberländer Regimentsbier“ gebraut wird. Aufmarschiert waren neben den Bataillonskompanien aus Imst, Nassereith, Imsterberg, Obsteig, Karres und Karrösten und dem Starkenberger Trommlerzug auch Gastkompanien und sonstige Formationen aus allen Teilen Tirols. Von der veranstaltenden Kompanie aus Tarrenz marschierte nur eine Abordnung mit, denn der Rest hatte   mit dem perfekten Ablauf des Festes zu tun. Beim Fest gesichtet wurden die sieben Bürgermeister der Kompaniegemeinden, Landeskommandant-Stellvertreter Major Gerhard Biller, Regiments- und Viertelkommandant Oberland Major Hubert Juen und sein Stellvertreter Major Fredi Scharf, Bezirkskommandant Major Norbert Rudigier sowie Jakob Wolf, Abgeordneter zum Tiroler Landtag.
 
AUS FRÜHEREN ZEITEN.
Unbestätigten Quellen zufolge wurde das Bataillon Starkenberg 1962 gegründet. Die Gründung der Schützenkompanie Tarrenz datiert in das Jahr 1896. Unbestätigten Angaben zufolge aber sollen Tarrenzer Schützen bereits 1703 bei der Abwehr der Franzosen an der Pontlatzer Brücke oberhalb von Landeck beteiligt gewesen sein. Tarrenz kann somit auf eine lange Schützentradition zurückblicken, vielleicht sogar bis in die Zeit von Kaiser Maximilian, dem Urvater der Tiroler Schützen, denen er mit dem Landlibell von 1511 festlegte, nur innerhalb und nicht außerhalb des Landes Tirol Kriegsdienst leisten zu müssen.
 
IN ERINNERUNG. Just am Tag des Bataillonsfestes jährte sich der Todestag von Franz Stricker zum 40. Mal, wie sein Neffe Pius Stricker der RUNDSCHAU mitteilte. Der ehemalige Tarrenzer Schützenhauptmann war bis zu seinem Tode mit 87 Jahren der älteste und mit 52 Jahren der am längsten amtierende Hauptmann Tirols.
Gott zur Ehr, dem Vaterland zur Wehr<br />
Den Wortgottesdienst und die Zeremonie der Kranzniederlegung am Samstag zelebrierten der Leiter des Seelsorgeraums Imst/Gurgltal und Pfarrer von Imst, Dekan Franz Angermayer (l.), sowie der Pfarrkurator der Pfarre Tarrenz, Lorand Veress. RS-Foto: Krismer

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