„Miteinander für unsere Heimat“
74. Ötztaler Bataillonsschützenfest in Sölden
Trotz Nieselregens ließen es sich die Schützen, die Marketenderinnen und die Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nicht nehmen, um am Giggijochparkplatz in Sölden die Heilige Messe und den Festakt unter freiem Himmel zu begehen. Unter dem Schützenjahrmotto 2026 „Miteinander für unsere Heimat“ setzten die Kompanien ein eindrucksvolles Zeichen der Treue zur Heimat, der gelebten Kameradschaft und der Verbundenheit über die heutigen Staatsgrenzen hinweg.
21. Juli 2026
Das Schützenbataillon Ötztal besteht aus den sieben Kompanien Ötztal-Bahnhof, Sautens, Oetz, Tumpen, Umhausen, Längenfeld und Sölden. Seit März 2021 steht dem Schützenbataillon Ötztal der Bataillonskommandant Simon Klotz (SK Oetz) vor. Fixtermin des Schützenbataillons Ötztal ist das alljährliche „Ötztaler Schützenbataillonsfest“, welches stets am vorletzten Juli-Wochenende stattfindet und jeweils von einer anderen Kompanie des Tales organisiert, durchgeführt und veranstaltet wird. In diesem Jahr trafen sich die Kompanien in Sölden. Das Fest stand ganz im Zeichen des Schützenjahrmottos 2026 „Miteinander für unsere Heimat“. Ganz in diesem Sinne stand die Heilige Messe, die von Kurat Abt emeritus German Erd zelebriert wurde. Seit über 15 Jahren wirkt er als Kurat für das Bataillon. Das Bataillon Ötztal ist das einzige Bataillon in ganz Tirol, welches einen so hohen kirchlichen Würdenträger als Bataillonskurat in seinen Reihen hat. Feierlich umrahmt wurde die Feldmesse am Giggijochparkplatz von der Musikkapelle Sölden. Als Ehrenkompanie fungierte die Schützenkompanie Längenfeld, die mit präzisen Ehrensalven die General-Decharge zum landesüblichen Empfang durchführte.
Miteinander. In den Festreden betonten die Redner unisono, was die Schützen seit Jahrzehnten trägt: Heimatbewusstsein, christliche Werte, Traditionspflege, Kameradschaft und der Wille, das gemeinsame Erbe auch in Zukunft lebendig zu halten. Ernst Schöpf (Bürgermeister Sölden) blickte kurz auf die jahrhundertelange Tradition der Schützen zurück und meinte: „Man darf die Geschichte nicht vergessen, auch wenn wir die Unrechtsgrenze nicht mehr so spüren.“ Landeskommandant-Stellvertreter Gerhard Biller: „Das Schützenwesen lebt von der Bereitschaft vieler. Es ist ein Ort der Kameradschaft, der Heimatverbundenheit und es verbindet Generationen.“ Jakob Wolf (Präsident Tiroler Landtag) meinte sogar: „Ohne die Tiroler Schützen wäre das Land Tirol nicht das Land Tirol.“
Festumzug. Mehr als eindrucksvoll war das Bild, als die Musikkapelle, die Ehrengäste und die Kompanien nach dem Festakt zum Festplatz Waldele marschierten. Allen voran das führende Feldzeichen des Schützenbataillons Ötztal, die Bataillonsstandarte. Als Patin der Standarte fungiert Frau Rosmarie Speckle aus Oetz. Die Standarte selbst wird voller Stolz von Albin Raffl (SK Längenfeld) getragen, gehegt und gepflegt und von jeweils zwei Offizieren aus den Ötztaler Kompanien begleitet. Ein weiteres Feldzeichen stellt die sogenannte „Talfahne“ dar, getragen von Johannes Falkner (SK Umhausen). Die Schützenkompanie Umhausen ist „Hüterin“ dieses Feldzeichens und rückt in der Bataillonsformation direkt hinter der Standarte aus.
Ausführliche Chronik. Anton Klocker (ehemaliger Bataillonskommandant und Ehrenmajor) hat in seinem Ruhestand eine ausführliche Chronik des Ötztaler Bataillons verfasst. Auf 3.825 Seiten und über vier Bände hat er damit ein Werk geschaffen, das die Geschichte der Ötztaler Schützen seit dem Jahr 1950 bis heute erzählt. Im Mai 1950 wurde das Ötztaler Schützenbataillon in Oetz von den fünf Ötztaler Bürgermeistern sowie den fünf Ötztaler Schützenhauptleuten gegründet. 1978 kam es zur Gründung der Georg-Laner-Schützenkompanie Tumpen, 2007 zur Gründung der SK Ötztal-Bahnhof. Anlässlich des 74. Ötztaler Bataillonsschützenfestes hat Anton Klocker die Chronik an den Bataillonskommandanten Simon Klotz übergeben.
Miteinander. In den Festreden betonten die Redner unisono, was die Schützen seit Jahrzehnten trägt: Heimatbewusstsein, christliche Werte, Traditionspflege, Kameradschaft und der Wille, das gemeinsame Erbe auch in Zukunft lebendig zu halten. Ernst Schöpf (Bürgermeister Sölden) blickte kurz auf die jahrhundertelange Tradition der Schützen zurück und meinte: „Man darf die Geschichte nicht vergessen, auch wenn wir die Unrechtsgrenze nicht mehr so spüren.“ Landeskommandant-Stellvertreter Gerhard Biller: „Das Schützenwesen lebt von der Bereitschaft vieler. Es ist ein Ort der Kameradschaft, der Heimatverbundenheit und es verbindet Generationen.“ Jakob Wolf (Präsident Tiroler Landtag) meinte sogar: „Ohne die Tiroler Schützen wäre das Land Tirol nicht das Land Tirol.“
Festumzug. Mehr als eindrucksvoll war das Bild, als die Musikkapelle, die Ehrengäste und die Kompanien nach dem Festakt zum Festplatz Waldele marschierten. Allen voran das führende Feldzeichen des Schützenbataillons Ötztal, die Bataillonsstandarte. Als Patin der Standarte fungiert Frau Rosmarie Speckle aus Oetz. Die Standarte selbst wird voller Stolz von Albin Raffl (SK Längenfeld) getragen, gehegt und gepflegt und von jeweils zwei Offizieren aus den Ötztaler Kompanien begleitet. Ein weiteres Feldzeichen stellt die sogenannte „Talfahne“ dar, getragen von Johannes Falkner (SK Umhausen). Die Schützenkompanie Umhausen ist „Hüterin“ dieses Feldzeichens und rückt in der Bataillonsformation direkt hinter der Standarte aus.
Ausführliche Chronik. Anton Klocker (ehemaliger Bataillonskommandant und Ehrenmajor) hat in seinem Ruhestand eine ausführliche Chronik des Ötztaler Bataillons verfasst. Auf 3.825 Seiten und über vier Bände hat er damit ein Werk geschaffen, das die Geschichte der Ötztaler Schützen seit dem Jahr 1950 bis heute erzählt. Im Mai 1950 wurde das Ötztaler Schützenbataillon in Oetz von den fünf Ötztaler Bürgermeistern sowie den fünf Ötztaler Schützenhauptleuten gegründet. 1978 kam es zur Gründung der Georg-Laner-Schützenkompanie Tumpen, 2007 zur Gründung der SK Ötztal-Bahnhof. Anlässlich des 74. Ötztaler Bataillonsschützenfestes hat Anton Klocker die Chronik an den Bataillonskommandanten Simon Klotz übergeben.






