In Roppen wurde es „katholisch“
Volksbühne Roppen bringt „Die Bekehrung des Aloisius“ auf die Bühne
21. Oktober 2025 | von
Peter Bundschuh
Viel Applaus gab es für „Die Bekehrung des Aloisius“, aufgeführt von der Volksbühne Roppen. RS-Foto: Bundschuh
„Wir führen ,Die Bekehrung des Aloisius‘ in memoriam Carlo Krismayr und als Hommage an sein umfassendes Theaterengagement auf“, sind sich Theatervereinsobmann Gebhard Schnöll und Spielleiter Charly Ennemoser einig. Regisseur Ennemoser zur RUNDSCHAU: „Die Volksbühne Roppen versteht sich als Theatertruppe, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen zu unterhalten. Wir wollen unser Publikum am heutigen Abend in die Welt des Schwankes mit seinem klassisch ländlichen Witz mitnehmen und ganz einfach einen humorvollen Abend mit den Mitteln des Schauspiels gestalten.“ Gesagt, getan, am Applaus war ganz klar zu erkennen, dass das Konzept der Volksbühne aufgegangen ist. Denn der Aloisius wurde von Hochwürden Janos Kowalsky brachial, aber „durchschlagend“ erfolgreich zum Katholizismus bekehrt.
EIN SCHWANK IM KLASSISCHEN SINNE. Mit „Die Bekehrung des Aloisius“, einem Stück adaptiert von Carlo Krismayr, brachte die Volksbühne ein Musterbeispiel von Schwank zur Aufführung, wie es für dieses Schauspielgenre kaum typischer hätte sein können. Es geht um Themen zum Schmunzeln, die aus dem Alltag gegriffen sind, und es hat mit dem Kirchengegner Alois und dem Pfarrer Janos auch die schwanktypischen Kontrahenten. Mit der Bekehrung und dem Friedensschluss zwischen dem Dachdecker und dem Tischler ist auch der für einen Schwank charakteristische Wendepunkt eingeleitet. Eine komische, volkstümlich–unterhaltsame Handlung, von komödiantischen Personen dargestellt, kurzum: spaßig, unterhaltsam und alles passt zusammen. Zudem war die angeregte Atmosphäre auch dazu angetan, nach der Aufführung noch in gemütlicher Runde zusammenzusitzen, auch das darf das Roppener Ensemble als Erfolg verbuchen.
DIE GESCHICHTE IM „STENOSTIL“ ZUSAMMENGEFASST. Alois Wamsler hat als uneheliches Kind mit dem Katholizismus keine guten Erfahrungen gemacht und lehnt die Segnungen der Kirche einschließlich Sakramenten vehement ab, was Ehefrau Franze und Toni, den Sohn des Paares, nicht unbedingt gutheißen. Dazu lebt im Haushalt noch Franzes Schwester Alma, ihres Zeichens Mädchen für alles, Wahrsagerin und Kupplerin. Ihr gelingt es auch trickreich, den Vertreter Alfred, der nicht die hellste Kerze auf der Torte ist, mit der Häuserin Agnes, die dringend auf Männersuche ist, zusammenzuführen. Auch die flotte Vroni, Tochter des geschiedenen Tischlermeisters, kehrt nach Jahren aus der Stadt zurück und veranlasst den liederlichen Halodri Toni zu einem gesitteten Lebenswandel an ihrer Seite. Seelsorger des Dorfes ist der aus Polen wegen Handgreiflichkeiten strafversetzte Pfarrer Janos. Mit einer Menge Schnaps und viel quasi „Einfühlungsvermögen“ gelingt es dem Mann mit den Fäusten Gottes, dem widerspenstigen Dachdecker den wahren und einzigen Glauben ja eben einzubläuen. Und so bekommen zuletzt alle das, was sie verdienen. Der Toni, die fesche Vroni, die Häuserin Agnes ist mit ihrem Alfred glücklich und Franze kann ihr weißes Brautkleid nach Ewigkeiten doch noch auspacken und den frisch bekehrten Dachdeckermeister Alois kirchlich heiraten. Alles klar jetzt, oder doch besser selbst zur Volksbühne Roppen pilgern? Alle Charaktere werden in ihrer Komik von den Darstellern sehr gut und pointiert getroffen und erreichen das Auditorium präzise. An Interpretationsmöglichkeiten war die Rolle der ziemlich „durchgeknallten“ Wahrsagerin, Schamanin, Esoterikerin und erfolgreichen Kupplerin Alma Gmeinwieser, dargestellt von Jolanda Krismayr, wohl am ausbaufähigsten, die Gmeinwieserin zog auch wirklich alle Register ihrer Kunst und wurde dementsprechend mit Applaus belohnt.
Vorhang auf für die Darstellerinnen und Darsteller. Es trat auf: Alois Wamsler – Dachdeckermeister (Benjamin Neururer). Seine Frau – Franze Wamsler (Michaela Leiter). Deren Sohn – Toni Wamsler (Martin Köll). Alma Gmeinwieser – Franzes Schwester (Jolanda Krismayr). Jörg Niederhuber – Tischlermeister (Rainer Guttmann). Vroni Niederhuber – seine Tochter (Arabell Prantl). Janos Kowalsky – Pfarrer aus Polen (Werner Pfausler). Agnes Fleissner – Widumshäuserin (Alexandra Schauer). Alfred Gross – Vertreter (Florian Köll). Als Souffleuse unterstützte Irina Köll die Auftretenden. Das absolut passende Bühnenbild hatte das Theater in Eigenregie gestaltet, die Idee zu den witzigen Kostümen stammte von Jolanda Krismayr.
EIN SCHWANK IM KLASSISCHEN SINNE. Mit „Die Bekehrung des Aloisius“, einem Stück adaptiert von Carlo Krismayr, brachte die Volksbühne ein Musterbeispiel von Schwank zur Aufführung, wie es für dieses Schauspielgenre kaum typischer hätte sein können. Es geht um Themen zum Schmunzeln, die aus dem Alltag gegriffen sind, und es hat mit dem Kirchengegner Alois und dem Pfarrer Janos auch die schwanktypischen Kontrahenten. Mit der Bekehrung und dem Friedensschluss zwischen dem Dachdecker und dem Tischler ist auch der für einen Schwank charakteristische Wendepunkt eingeleitet. Eine komische, volkstümlich–unterhaltsame Handlung, von komödiantischen Personen dargestellt, kurzum: spaßig, unterhaltsam und alles passt zusammen. Zudem war die angeregte Atmosphäre auch dazu angetan, nach der Aufführung noch in gemütlicher Runde zusammenzusitzen, auch das darf das Roppener Ensemble als Erfolg verbuchen.
DIE GESCHICHTE IM „STENOSTIL“ ZUSAMMENGEFASST. Alois Wamsler hat als uneheliches Kind mit dem Katholizismus keine guten Erfahrungen gemacht und lehnt die Segnungen der Kirche einschließlich Sakramenten vehement ab, was Ehefrau Franze und Toni, den Sohn des Paares, nicht unbedingt gutheißen. Dazu lebt im Haushalt noch Franzes Schwester Alma, ihres Zeichens Mädchen für alles, Wahrsagerin und Kupplerin. Ihr gelingt es auch trickreich, den Vertreter Alfred, der nicht die hellste Kerze auf der Torte ist, mit der Häuserin Agnes, die dringend auf Männersuche ist, zusammenzuführen. Auch die flotte Vroni, Tochter des geschiedenen Tischlermeisters, kehrt nach Jahren aus der Stadt zurück und veranlasst den liederlichen Halodri Toni zu einem gesitteten Lebenswandel an ihrer Seite. Seelsorger des Dorfes ist der aus Polen wegen Handgreiflichkeiten strafversetzte Pfarrer Janos. Mit einer Menge Schnaps und viel quasi „Einfühlungsvermögen“ gelingt es dem Mann mit den Fäusten Gottes, dem widerspenstigen Dachdecker den wahren und einzigen Glauben ja eben einzubläuen. Und so bekommen zuletzt alle das, was sie verdienen. Der Toni, die fesche Vroni, die Häuserin Agnes ist mit ihrem Alfred glücklich und Franze kann ihr weißes Brautkleid nach Ewigkeiten doch noch auspacken und den frisch bekehrten Dachdeckermeister Alois kirchlich heiraten. Alles klar jetzt, oder doch besser selbst zur Volksbühne Roppen pilgern? Alle Charaktere werden in ihrer Komik von den Darstellern sehr gut und pointiert getroffen und erreichen das Auditorium präzise. An Interpretationsmöglichkeiten war die Rolle der ziemlich „durchgeknallten“ Wahrsagerin, Schamanin, Esoterikerin und erfolgreichen Kupplerin Alma Gmeinwieser, dargestellt von Jolanda Krismayr, wohl am ausbaufähigsten, die Gmeinwieserin zog auch wirklich alle Register ihrer Kunst und wurde dementsprechend mit Applaus belohnt.
Vorhang auf für die Darstellerinnen und Darsteller. Es trat auf: Alois Wamsler – Dachdeckermeister (Benjamin Neururer). Seine Frau – Franze Wamsler (Michaela Leiter). Deren Sohn – Toni Wamsler (Martin Köll). Alma Gmeinwieser – Franzes Schwester (Jolanda Krismayr). Jörg Niederhuber – Tischlermeister (Rainer Guttmann). Vroni Niederhuber – seine Tochter (Arabell Prantl). Janos Kowalsky – Pfarrer aus Polen (Werner Pfausler). Agnes Fleissner – Widumshäuserin (Alexandra Schauer). Alfred Gross – Vertreter (Florian Köll). Als Souffleuse unterstützte Irina Köll die Auftretenden. Das absolut passende Bühnenbild hatte das Theater in Eigenregie gestaltet, die Idee zu den witzigen Kostümen stammte von Jolanda Krismayr.