Wiener Schmäh in Imst angekommen
Der Nino aus Wien kam mit Poesie und breitem Soundspektrum
30. Jänner 2026 | von
Peter Bundschuh
Nino aus Wien und die „Aus Wien Band“ brachten ihren ganz besonderen Sound mit nach Imst.
Fotos: Bundschuh
Fotos: Bundschuh
Zum Programm des Abends passend hatte das Stadtbühne-Team die Sessel aus dem Saal verbannt und Stehtischln mit Kerzenbeleuchtung aufgestellt. Recht nett, und es blieb den zahlreich erschienenen Gästen mit leichtem Hang zum Wienerlied genügend Raum zum Mitwippen und bei Bedarf auch Schunkeln, ganz nach jeweiliger (Heurigen-)Stimmung. „Der Bob Dylan vom Praterstern und die ‚Aus Wien Band‘ haben sich authentischen Texten mit Tiefgang verschrieben und liefern ehrlichen Sound mit Seele.“ Dieser Medienmeinung konnte sich die RUNDSCHAU vor Ort anschließen. Sehr angenehm ist auch die relaxt-unaufgeregte Art und Weise, in der sich der Nino Mandl seinem Publikum annähert.
DER MANDL AUS HIRSCHSTETTEN. Der Nino aus Wien heißt mit bürgerlichem Namen Nino Mandl, geboren 1987 in Wien. Er ist künstlerisch in unterschiedlichen Spektren vertreten, als „Hauptberuf“ dürfte es aber Liedermacher am ehesten treffen. Nino Mandl stammt aus dem Stadtteil Hirschstetten, brachte sich das Gitarrenspiel selbst bei, und dazu reichte dem Autodidakten ein Instrument aus der Supermarkt-Massenproduktion. 2009 kam es zur Auskoppelung von „Du Oasch“ aus seinem zweiten Album „Senderrotation“. Besonders dieses Liedchen machte den Nino aus Wien dann einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Nach Selbsteinschätzung nennt sich der Nino von den Wienerlied-Legenden André Heller und Wolfgang Ambros beeinflusst, dazu komme eine gewisse innere Anlehnung an Helmut Qualtinger. Auch den Beatles, Syd Barrett und der Rockband Ramones könne er einiges abgewinnen.
KURZE PAUSE VON DER LIEBE. Das mit der Liebe ist schon so eine Sache. Mit dieser Ansicht dürfte man auf recht breite Zustimmung stoßen, und eben die Sache mit der Liebe inspiriert Liedtextschreiber schon seit, jedenfalls lange, sehr lange, und da trifft bisweilen ein ziemlicher Schmarrn aufs Ohr. Nicht, dass der Nino frei vom Liebeslied wäre, tritt aber mit einer erfrischend bunteren Themenpalette an. Da gibt es einen eisigen Jänner, den Wiener Prater, Coco Bello in Jesolo und Nebel in Venedig, nur um eine kleine Auswahl des Abends zu nennen. Unterm Strich sind die Lieder in Lebensfreude eingefärbt. Wirklich tief, tief traurig wird es aber dann, wenn der eingefleischte Rapid-Fan über den gegenwärtigen Zustand seines Klubs singt, und recht hat er mit seiner rabenschwarzen Tristesse. Überhaupt hat er für so ziemlich jeden Gemütszustand eine Zeile und für jede Menge Lebenslagen recht angesagte Verse. Andererseits: Die eine oder der andere mag anmerken, dass auch genialere Gitarrenvirtuosen auf den Bühnen dieser Welt aufkreuzen als der Nino, und vielleicht haben die Jahrtausende auch schwergewichtigere Verseschmiede hervorgebracht, aber vielen Auftretenden fehlt die authentische Poesie von Nino-Texten, die Attraktivität der Melodien und der Sound der „Aus Wien Band“.
DER MANDL AUS HIRSCHSTETTEN. Der Nino aus Wien heißt mit bürgerlichem Namen Nino Mandl, geboren 1987 in Wien. Er ist künstlerisch in unterschiedlichen Spektren vertreten, als „Hauptberuf“ dürfte es aber Liedermacher am ehesten treffen. Nino Mandl stammt aus dem Stadtteil Hirschstetten, brachte sich das Gitarrenspiel selbst bei, und dazu reichte dem Autodidakten ein Instrument aus der Supermarkt-Massenproduktion. 2009 kam es zur Auskoppelung von „Du Oasch“ aus seinem zweiten Album „Senderrotation“. Besonders dieses Liedchen machte den Nino aus Wien dann einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Nach Selbsteinschätzung nennt sich der Nino von den Wienerlied-Legenden André Heller und Wolfgang Ambros beeinflusst, dazu komme eine gewisse innere Anlehnung an Helmut Qualtinger. Auch den Beatles, Syd Barrett und der Rockband Ramones könne er einiges abgewinnen.
KURZE PAUSE VON DER LIEBE. Das mit der Liebe ist schon so eine Sache. Mit dieser Ansicht dürfte man auf recht breite Zustimmung stoßen, und eben die Sache mit der Liebe inspiriert Liedtextschreiber schon seit, jedenfalls lange, sehr lange, und da trifft bisweilen ein ziemlicher Schmarrn aufs Ohr. Nicht, dass der Nino frei vom Liebeslied wäre, tritt aber mit einer erfrischend bunteren Themenpalette an. Da gibt es einen eisigen Jänner, den Wiener Prater, Coco Bello in Jesolo und Nebel in Venedig, nur um eine kleine Auswahl des Abends zu nennen. Unterm Strich sind die Lieder in Lebensfreude eingefärbt. Wirklich tief, tief traurig wird es aber dann, wenn der eingefleischte Rapid-Fan über den gegenwärtigen Zustand seines Klubs singt, und recht hat er mit seiner rabenschwarzen Tristesse. Überhaupt hat er für so ziemlich jeden Gemütszustand eine Zeile und für jede Menge Lebenslagen recht angesagte Verse. Andererseits: Die eine oder der andere mag anmerken, dass auch genialere Gitarrenvirtuosen auf den Bühnen dieser Welt aufkreuzen als der Nino, und vielleicht haben die Jahrtausende auch schwergewichtigere Verseschmiede hervorgebracht, aber vielen Auftretenden fehlt die authentische Poesie von Nino-Texten, die Attraktivität der Melodien und der Sound der „Aus Wien Band“.
