„Zwei Brettl’n kua Schnee … ojeee!“
Gelungener Premierenabend der Theaterbühne Arzl
11. November 2025 | von
Peter Bundschuh
Das bestens aufeinander abgestimmte Ensemble der Theaterbühne Arzl bot einen humorigen Komödienabend. RS-Foto: Bundschuh
Bühnendichter und Regisseur Jäger schließt mit „… kua Schnee … ojeee!“ an das von ihm 2012 verfasste Stück „Was braucht denn a Skilehrer no …?“ an. Der Komödienautor im Gespräch mit der RUNDSCHAU: „Ursprünglich wollte ich das Skilehrer-Stück wieder aufführen, aber es erschien mir dann nicht mehr zeitgemäß.“ Also hat sich Jäger auf die Suche nach neuem Erzählstoff vom Hof des Birndorfer Sepp gemacht und ist bei der durchaus aktuellen „… kua Schnee … ojeee!“-Thematik fündig geworden. Auch nach der gelungenen Herbstkomödie 2024 „Männlich, 50, Jungfrau sucht …“ sind Bühnenautor und Schauspieltruppe einander treu geblieben, und mit dieser Form von Theaterroutine zeigte sich das Ensemble auch bei der Premiere am vergangenen Samstag erfolgreich. Das bewies nicht nur der stürmische Publikumsapplaus, sondern auch die fröhliche Atmosphäre in den Pausen bei Würstljause und Getränken. Das unterstreicht auch Jäger in der Unterhaltung über die Zielrichtung seiner Bühnenarbeit: „Wir leben in einer Zeit mit Überfrachtung an Informationen und diese betreffen zumeist schlechte Nachrichten. Ich bin der Meinung, wir sollten uns auch amal hinhockn, a Ruh geben und lachen. Denn das ist auch gesund, das ist meine Philosophie.“
SAISON UND WEIT UND BREIT KEIN SCHNEE. Um es kurz zu machen: Wir schreiben 2050 und um den Birndorferhof ist es schon einmal besser gestanden, ehrlich gesagt, schaut es finanziell grottenübel aus und der Birndorfer Sepp ist stets auf der Flucht vor der Gerichtsvollzieherin Ulrike Uhu. Rada Rostanjevic, die Perle des Hauses, ist auf Heimaturlaub und die alpine, aber schneelose Ferienidylle verstaubt vor sich hin, die Gäste murren deutlich. Fazit: Man reist frustriert ab, so auch die Nervensäge Aurelia samt Sohnebubi. Zurück bleibt Ehemann Klaus Karl Konrad Karmann, vulgo „KKKK“, der aber den Zustand von Haus und Hof auch nicht berauschend findet. Ja, und dann gibt es noch die durchgeknallte Gebirgssafari-Urlauberin Anke Friesenstein mit Sonnenbrandphobie, die das Leben der Eingeborenen zu erforschen versucht. Übrigens: Die lästige Dorftratschn Erna macht mit ihren unerwünschten Dauerbesuchen dem Sepp das Leben auch nicht leichter. Also, die Pfändung der Möbel ist schon im Gange. Auch der KKKK hat schon das „Kuckuck-Pickerl“ am Hirn, denn nachdem er dem Birndorfer Logiskosten schuldet, stellt er einen pfändbaren Wert dar und soll nach Ansicht der Frau Uhu den Gläubigern anheimfallen. Die flotte Rada kehrt aus dem Süden zurück, sieht das Chaos und entwickelt zusammen mit dem Birndorfer Neffen Seppi einen Strategieplan zur Rettung des Hofes, und dazu muss zuerst einmal ein völlig neues Konzept in Sachen Skivergnügen her. Ob die beiden Jungunternehmer mit der neu gegründeten Firma „Radas Event- und Reinigungsservice“ das Umstrukturierungsvorhaben wohl hinkriegen? Wie man Radas radikalen Realitätssinn und die Managerqualitäten vom Seppi kennt, stehen die Sterne gar nicht so schlecht, aber wer weiß, wie’s weitergeht.
UND DIE MACHTEN MIT. Text und Regie: Gernot Jäger, Anke Friesenstein (Donata Neuner), Aurelia Karmann (Rebecca Trenkwalder), Kevin Karmann und Seppi Meisenhammer (Lionel Baumann), Rada Rostanjevic (Ingeborg Trenker), Klaus Karl Konrad Karmann (Mario Lang), Josef Birndorfer (Walter Gitterle), Erna Hinterwäldler (Andrea Murtinger), Ulrike Uhu (Rebecca Trenkwalder). Vom gesamten Ensemble wurde ein fröhliches Abendprogramm mit schauspielerisch beachtlich guten Leistungen geboten. Viel Lachen wurde in Aussicht gestellt und die Theaterbühne Arzl hat dieses Versprechen zur Freude der Theatergäste absolut eingehalten. Für pannenfreies Licht und guten Ton sorgte Manuel Mair. Die Bühne gestalteten Wolfgang Auderer, Daniel Baumann und Richard Neuner. Ein ganz besonderes Dankeschön geht an den jungen Harmonika-Musiker Marcel Baumann, der in der Pause zur „Ziachorgl“ griff und ein hervorragendes
Musikprogramm bot.
SAISON UND WEIT UND BREIT KEIN SCHNEE. Um es kurz zu machen: Wir schreiben 2050 und um den Birndorferhof ist es schon einmal besser gestanden, ehrlich gesagt, schaut es finanziell grottenübel aus und der Birndorfer Sepp ist stets auf der Flucht vor der Gerichtsvollzieherin Ulrike Uhu. Rada Rostanjevic, die Perle des Hauses, ist auf Heimaturlaub und die alpine, aber schneelose Ferienidylle verstaubt vor sich hin, die Gäste murren deutlich. Fazit: Man reist frustriert ab, so auch die Nervensäge Aurelia samt Sohnebubi. Zurück bleibt Ehemann Klaus Karl Konrad Karmann, vulgo „KKKK“, der aber den Zustand von Haus und Hof auch nicht berauschend findet. Ja, und dann gibt es noch die durchgeknallte Gebirgssafari-Urlauberin Anke Friesenstein mit Sonnenbrandphobie, die das Leben der Eingeborenen zu erforschen versucht. Übrigens: Die lästige Dorftratschn Erna macht mit ihren unerwünschten Dauerbesuchen dem Sepp das Leben auch nicht leichter. Also, die Pfändung der Möbel ist schon im Gange. Auch der KKKK hat schon das „Kuckuck-Pickerl“ am Hirn, denn nachdem er dem Birndorfer Logiskosten schuldet, stellt er einen pfändbaren Wert dar und soll nach Ansicht der Frau Uhu den Gläubigern anheimfallen. Die flotte Rada kehrt aus dem Süden zurück, sieht das Chaos und entwickelt zusammen mit dem Birndorfer Neffen Seppi einen Strategieplan zur Rettung des Hofes, und dazu muss zuerst einmal ein völlig neues Konzept in Sachen Skivergnügen her. Ob die beiden Jungunternehmer mit der neu gegründeten Firma „Radas Event- und Reinigungsservice“ das Umstrukturierungsvorhaben wohl hinkriegen? Wie man Radas radikalen Realitätssinn und die Managerqualitäten vom Seppi kennt, stehen die Sterne gar nicht so schlecht, aber wer weiß, wie’s weitergeht.
UND DIE MACHTEN MIT. Text und Regie: Gernot Jäger, Anke Friesenstein (Donata Neuner), Aurelia Karmann (Rebecca Trenkwalder), Kevin Karmann und Seppi Meisenhammer (Lionel Baumann), Rada Rostanjevic (Ingeborg Trenker), Klaus Karl Konrad Karmann (Mario Lang), Josef Birndorfer (Walter Gitterle), Erna Hinterwäldler (Andrea Murtinger), Ulrike Uhu (Rebecca Trenkwalder). Vom gesamten Ensemble wurde ein fröhliches Abendprogramm mit schauspielerisch beachtlich guten Leistungen geboten. Viel Lachen wurde in Aussicht gestellt und die Theaterbühne Arzl hat dieses Versprechen zur Freude der Theatergäste absolut eingehalten. Für pannenfreies Licht und guten Ton sorgte Manuel Mair. Die Bühne gestalteten Wolfgang Auderer, Daniel Baumann und Richard Neuner. Ein ganz besonderes Dankeschön geht an den jungen Harmonika-Musiker Marcel Baumann, der in der Pause zur „Ziachorgl“ griff und ein hervorragendes
Musikprogramm bot.
