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Alpenverein Sektion Imst hat gewählt

Der Profi-Alpinist und auch privat bergbegeisterte Norbert Zobl ist neuer Obmann

Die Jahreshauptversammlung der Sektion Imst-Oberland des Österreichischen Alpenvereins brachte nicht nur eine umfassende Tagesordnung, auch mit dem Schwerpunkt Erneuerungen Muttekopfhütte, mit sich, sondern auch die Neuwahl des Sektionsvorsitzenden, seiner beiden Stellvertreter und des gesamten Teams rund um den Vorstand. Schon an der Notwendigkeit einer Nachbestuhlung im Saal der Wirtschaftskammer Tirol Imst war das große Interesse der Vereinsmitglieder an der Jahreshauptversammlung deutlich zu erkennen.
21. April 2026 | von Peter Bundschuh
Alpenverein Sektion Imst hat gewählt<br />
Mit einer zukunftsweisenden Rede nahm Norbert Zobl die Wahl zum Obmann der Sektion Imst-Oberland des Österreichischen Alpenvereins an.
Eingeleitet wurde der Abend durch ein Kinder-Kurztheaterstück zum Thema zeitgemäße Orientierung im Gebirge. Fazit: Eine zerknitterte Wanderkarte und das altbekannte „Bauchgefühl“ sind so manches Mal nicht ausreichend. Später gab es auch noch eine spannende Peru-Reise-Präsentation, von Klettern bis südamerikanischer Kultur, durch Mitglieder der Alpenvereinsjugend. Überhaupt bildete die Jugendarbeit in Gegenwart und Zukunft ein Kernthema der Veranstaltung. Tini Gastl, Obfrau der Sektion, stellte sich nicht mehr der Neuwahl, bleibt aber der Sektion Imst-Oberland in unterschiedlicher Weise erhalten. Ihr Bericht umfasste auch das Shanti-Schulprojekt, an dem der Alpenverein Imst beteiligt ist. 

Projekt Muttekopfhütte. Im Anschluss referierte Markus Wenzl ausführlich und detailreich zu „Weg und Muttekopfhütte“. Die Saison 2025 erbrachte 4.420 Nächtigungen. Ab September 2026 bleibt die Hütte gesperrt und nach umfangreichen Planungs- und Vorbereitungsarbeiten wird mit Bauarbeiten am Haus und dem Neubau der Materialseilbahn begonnen. Die Baupläne wurden im Rahmen der Versammlung vorgelegt. Mit Juni 2027 sollten diese abgeschlossen sein. Als Kosten sind 1.790.000 Euro veranschlagt, die Finanzierung steht. 

Ansehnlicher Leistungsbericht, klare Finanzlage und Ehrungen. An 81 Führungstagen konnte zu 61 ein- und mehrtägigen Führungen aufgebrochen werden. 88 Führerinnen und Führer trugen dabei die Verantwortung für 833 Teilnehmer. Alles in allem ein vielfältiges Programm vom Hochtourenkurs bis zur Schneeschuhwanderung. Das breit gefächerte Angebot umfasste dazu einen Ausbildungstag unter dem Titel „Notfall Lawine“. Karin Abler hatte einen exakt gegliederten Finanzbericht vorbereitet, der 2025 einen Überschuss von 30.300 Euro aufwies. Die Kassaprüfer bedankten sich für die aufwendige Arbeit und es erfolgte die Entlastung. An der Spitze der Ehrungen wegen langjähriger Zugehörigkeit lagen Horst Jahn mit 70 Jahren sowie Aloisia Müller, Günter Pemsel und Siegfried Stecher mit 60 Jahren. 

Ein breit aufgestelltes Team. Obmann Norbert Zobl, erster Obmann-Stellvertreter Christian Schillfahrt, zweiter Obmann-Stellvertreter Paul Röck. Darüber hinaus wurden die im Wahlvorschlag vorgestellten Personen einstimmig gewählt. Dabei handelt es sich nicht nur um vereinsübliche Ämter wie Finanzreferat, Rechnungsprüfung und Schriftführer, sondern das Vertrauen wurde einem weit größeren Team ausgesprochen. Mit dabei: Hüttenwart, Wegewart, Alpinteamreferent, HG-Leiter, Naturschutzreferentin, Klimareferent, Sportkletterreferent, Jugendreferent, „Komm Mit“ und „Alpenverein-Aktiv“.

Der „Neue“ in Kurzvorstellung. Norbert Zobl ist mit den Bergen auf unterschiedliche Art und Weise „verbandelt“. Ehemals Chef der Alpinpolizei Tirol und ehemaliger stellvertretender Polizeidirektor von Tirol ist der 69-Jährige auch Landes-Alpinreferent des Österreichischen Alpenvereins. Am vergangenen Freitag stellte sich Norbert Zobl zur Wahl als neuer Obmann der Alpenvereinssektion Imst-Oberland. Nunmehr in sein neues Amt gewählt, vertritt er zusammen mit seinem Team 3.388 Vereinsmitglieder in fünf Ortsstellen. Zobl betont in seiner Antrittsrede das Gemeinschaftsempfinden im Tiroler Alpenverein, wenn er unter anderem meint: „Wir müssen so arbeiten, dass unsere Arbeit auch für uns eine Bereicherung ist.“ Als Schwerpunkte nennt er neben dem Bergsteigen und alpinen Wandern auch die Jugendarbeit. Dies gelte auch für das Leitungsteam mit dem Ziel, für die Zukunft eine neue Generation zur Sicherung der Vereinsarbeit aufzubauen. Der Alpenverein gelte auch als sehr engagierter Vertreter in Sachen Naturschutz. Dieser ist in der Alpenvereinsagenda festgelegt und sei auch seine Herzenssache. 40 Prozent der Liftanlagen weltweit lägen im Alpenbogen, wie Norbert Zobl nach seiner Wahl anmerkte, und da habe Qualität vor Quantität zu stehen. 
Alpenverein Sektion Imst hat gewählt<br />
Die umfassende Tagesordnung einschließlich Neuwahl hatte bemerkenswert viele Mitglieder an der Jahreshauptversammlung teilnehmen lassen.

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