Bürgerinitiative liefert Fernpass-Erklärung
Forderungen der Gegner des Fernpasspakets pünktlich zur Straßenblockade
Nach der Volksbefragung in Nassereith, bei der 94 Prozent der Stimmen gegen das von der Landesregierung beschlossene Fernpasspaket abstimmten, geht die Bürgerinitiative jetzt auf die Straße. Zeitgleich mit den beiden Kundgebungen in den Bezirken Reutte und Imst hat die Gruppe eine drei Seiten lange Erklärung abgegeben.
30. Juni 2026
Die Bürgerinitiative fordert mit ihrer Fernpasserklärung schon vor der Straßenblockade ein Mitspracherecht der Bevölkerung an den Maßnahmen. Foto: Dorn
Seit zwei Jahren engagiert sich eine Gruppe rund um BI-Sprecher Ludwig Gruber gegen die von der Landesregierung geplanten Maßnahmen am Fernpass. Nun haben sie eine Erklärung abgegeben, in der sie viele Bereiche des Pakets kritisieren und ihrerseits Maßnahmen zur Verkehrsentlastung fordern: Die Landespolitik sei jetzt schon nicht in der Lage, den vorhandenen Verkehr von 5,5 Millionen Fahrzeugen im Jahr zu lenken und zu reduzieren, der Ausbau der Straßen, insbesondere durch den geplanten Scheiteltunnel, würde nur noch mehr Verkehr verursachen. Kontrollen würden jetzt schon nicht funktionieren, unberechtigte Fahrzeuge würden zuhauf den Fernpass passieren und die Feinstaub- und Lärmbelastungen wären jetzt schon im gesundheitsbelastenden Bereich.
BREITE FRONT GEGEN PAKET. Zur Bürgerinitiative gehören neben zahlreichen Anrainern der Strecke auch ehemalige und aktive Vertreter der Gemeinden, so auch Alt-Bürgermeister, Gemeinderäte und der frühere Arzt von Tarrenz, Joachim Strauß, der sich mit der gesundheitlichen Belastung des Verkehrs auf der Strecke auseinandergesetzt hat und vieles kritisiert: „An der Fernpassroute wird der Verkehrslärm aus den Verkehrszahlen berechnet und nicht gemessen. Hochrechnungen orientieren sich an Durchschnittszahlen und ignorieren lokale, aber reale Zwischenbelastungen entlang der Fernpassstrecke“, so der Mediziner. Auch die versprochenen Feinstaubmessungen mittels Passivsammler würden nichts bringen, da sie keine akuten Werte liefern würden, wie dies beispielsweise Geräte um 300 Euro schon könnten.
FORDERUNGEN UND VERSPRECHEN. Auch bei bereits umgesetzten Maßnahmen hagelt es Kritik: So müsste es mindestens eine zweite Dosierampel, und das nicht nur an bestimmten Tagen, geben, die nicht erst in Reutte Süd den Verkehr drosselt, sondern bereits vor dem Grenztunnel Füssen, um den Stau auf Tiroler Seite zu reduzieren. Der Bahnverkehr müsste ausgebaut und nicht wie aktuell für den Güterverkehr sogar gestoppt werden. Und für die geplanten Mautgebühren findet die Bürgerinitiative ebenfalls gar kein Verständnis. Außerdem kritisieren die Aktivisten, dass es für solch ein Paket, trotzdem es mit den zusätzlichen Maßnahmen nach Ansicht der Bürgerinitiative eine Milliarde kosten werde, kein Umweltverträglichkeitsverfahren geben wird und Auswirkungen wie zum Beispiel die vermuteten 100.000 LKW-Fahrten allein für den Scheiteltunnel nicht untersucht würden. Sollte die Landesregierung auf die Fernpass-Erklärung sowie die Straßenblockaden nicht reagieren, werde es sicherlich weitere Protestmaßnahmen geben, verspricht Gruber.
BREITE FRONT GEGEN PAKET. Zur Bürgerinitiative gehören neben zahlreichen Anrainern der Strecke auch ehemalige und aktive Vertreter der Gemeinden, so auch Alt-Bürgermeister, Gemeinderäte und der frühere Arzt von Tarrenz, Joachim Strauß, der sich mit der gesundheitlichen Belastung des Verkehrs auf der Strecke auseinandergesetzt hat und vieles kritisiert: „An der Fernpassroute wird der Verkehrslärm aus den Verkehrszahlen berechnet und nicht gemessen. Hochrechnungen orientieren sich an Durchschnittszahlen und ignorieren lokale, aber reale Zwischenbelastungen entlang der Fernpassstrecke“, so der Mediziner. Auch die versprochenen Feinstaubmessungen mittels Passivsammler würden nichts bringen, da sie keine akuten Werte liefern würden, wie dies beispielsweise Geräte um 300 Euro schon könnten.
FORDERUNGEN UND VERSPRECHEN. Auch bei bereits umgesetzten Maßnahmen hagelt es Kritik: So müsste es mindestens eine zweite Dosierampel, und das nicht nur an bestimmten Tagen, geben, die nicht erst in Reutte Süd den Verkehr drosselt, sondern bereits vor dem Grenztunnel Füssen, um den Stau auf Tiroler Seite zu reduzieren. Der Bahnverkehr müsste ausgebaut und nicht wie aktuell für den Güterverkehr sogar gestoppt werden. Und für die geplanten Mautgebühren findet die Bürgerinitiative ebenfalls gar kein Verständnis. Außerdem kritisieren die Aktivisten, dass es für solch ein Paket, trotzdem es mit den zusätzlichen Maßnahmen nach Ansicht der Bürgerinitiative eine Milliarde kosten werde, kein Umweltverträglichkeitsverfahren geben wird und Auswirkungen wie zum Beispiel die vermuteten 100.000 LKW-Fahrten allein für den Scheiteltunnel nicht untersucht würden. Sollte die Landesregierung auf die Fernpass-Erklärung sowie die Straßenblockaden nicht reagieren, werde es sicherlich weitere Protestmaßnahmen geben, verspricht Gruber.






