Damm im Kühtai konnte fertiggestellt werden
Ein Meilenstein jagt den nächsten – Landeshauptmann Anton Mattle setzte den letzten Stein auf der Dammkrone
Der Damm im Kühtai ist fertiggestellt. Vergangene Woche durfte Landeshauptmann Anton Mattle symbolisch den letzten Stein setzen. Für den insgesamt 113 Meter hohen Steinschüttdamm wurden rund 6,9 Millionen Kubikmeter Material verbaut.
14. Juli 2026
Landeshauptmann Anton Mattle (2. v. l.) mit den beiden TIWAG-Vorständen Michael Kraxner (l.) und Alexander Speckle (2. v. r.) sowie Standortbürgermeister Helmut Dablander (r.) auf der fertiggestellten Dammkrone. Foto: Grüneis
Am 29. April 2021 fiel der Startschuss für den Ausbau der Kraftwerksgruppe Kühtai. In der vergangenen Woche konnten die Arbeiten für den neuen Staudamm abgeschlossen werden. Landeshauptmann Anton Mattle durfte in den Bagger steigen und den letzten Stein auf der fertiggestellten Dammkrone legen. Bei seinem Besuch auf der Großbaustelle zeigte er sich beeindruckt von dem, was hier in den vergangenen Jahren entstanden ist: „Der Ausbau der Kraftwerksgruppe im Kühtai ist eine Meisterleistung der Ingenieure und ein Meilenstein für die Tiroler Energiewende. Wir brauchen die Wasserkraft und insbesondere Pumpspeicherkraftwerke, um die Überschussenergie von Wind und Sonne zu speichern und Versorgungssicherheit sowie Netzstabilität zu gewährleisten. Für uns zählt die Unabhängigkeit bei der Speichertechnologie. Unsere Speicherkraftwerke brauchen keine kritischen Rohstoffe, die importiert werden müssen, wie das bei Batteriespeicher der Fall ist. Wir sollten also vor allem auf die natürlichen Gegebenheiten setzen und zur Energiespeicherung Stauseen selber bauen. Ich will weder von russischem Gas und iranischem Öl noch von kritischen Batterie-Rohstoffen aus China oder Indien abhängig sein. Mit dem neuen Kraftwerk im Kühtai machen wir also einen großen Schritt in Richtung mehr Unabhängigkeit bei der Energieversorgung.“
Probe-Einstau. Insgesamt wurden rund 6,9 Millionen Kubikmeter Material in den Steinschüttdamm verbaut. „Das Material wurde dabei vollständig aus dem Aushub des Speicherraums bzw. dem anfallendem Tunnelausbruchsmaterial gewonnen“, informierte TIWAG-Vorstand Alexander Speckle. Der zusätzliche Speicher weist ein Nutzvolumen von 31 Millionen Kubikmetern auf und kann 100 Millionen KWh Energie speichern. Über den Sommer erfolgt nun der langsame Probe-Einstau des Speichers. Dafür sorgen neben dem natürlichen Zufluss auch eine 25,6 Kilometer lange unterirdische Beileitung. Die Arbeiten dafür wurden im Frühjahr dieses Jahres abgeschlossen. „Damit sind die wesentlichen Bestandteile unseres neuen Kraftwerks fertiggestellt. Im Herbst starten wir bereits mit dem Probebetrieb, die offizielle Eröffnung findet dann 2027 statt“, so Speckle.
1,13 Milliarden Euro werden investiert. Die TIWAG investiert rund 1,13 Milliarden Euro in den Ausbau. Damit leistet der Landesenergieversorger auch einen großen Beitrag zur Wertschöpfung und zur Schaffung von Arbeitsplätzen in Tirol. Das neue Kraftwerk hat eine installierte Leistung von 190 MW und kann jährlich rund 216 Millionen kWh zusätzliche erneuerbare Energie erzeugen. Darüber hinaus wird die Effizienz der bestehenden Anlagen um etwa 15 Millionen kWh pro Jahr gesteigert. Das zusätzliche Speichervolumen erhöht sich um rund 50 Prozent, wodurch sich die Flexibilität des gesamten Systems verbessert. Ein zentrales Anliegen ist es, Eingriffe in Natur so gering wie möglich zu halten und ökologische Verbesserungen zu erreichen. Flussabschnitte am Inn und an der Ötztaler Ache wurden renaturiert, natürliche Flussdynamiken wiederhergestellt und neue Seitenarme geschaffen. Neue Amphibienbiotope, renaturierte Feuchtlebensräume und wiederhergestellte Moorflächen tragen zusätzlich zur ökologischen Aufwertung bei. Auch Alm- und Waldflächen werden durch Aufforstungen und Verbesserungsmaßnahmen nachhaltig gestärkt.
Probe-Einstau. Insgesamt wurden rund 6,9 Millionen Kubikmeter Material in den Steinschüttdamm verbaut. „Das Material wurde dabei vollständig aus dem Aushub des Speicherraums bzw. dem anfallendem Tunnelausbruchsmaterial gewonnen“, informierte TIWAG-Vorstand Alexander Speckle. Der zusätzliche Speicher weist ein Nutzvolumen von 31 Millionen Kubikmetern auf und kann 100 Millionen KWh Energie speichern. Über den Sommer erfolgt nun der langsame Probe-Einstau des Speichers. Dafür sorgen neben dem natürlichen Zufluss auch eine 25,6 Kilometer lange unterirdische Beileitung. Die Arbeiten dafür wurden im Frühjahr dieses Jahres abgeschlossen. „Damit sind die wesentlichen Bestandteile unseres neuen Kraftwerks fertiggestellt. Im Herbst starten wir bereits mit dem Probebetrieb, die offizielle Eröffnung findet dann 2027 statt“, so Speckle.
1,13 Milliarden Euro werden investiert. Die TIWAG investiert rund 1,13 Milliarden Euro in den Ausbau. Damit leistet der Landesenergieversorger auch einen großen Beitrag zur Wertschöpfung und zur Schaffung von Arbeitsplätzen in Tirol. Das neue Kraftwerk hat eine installierte Leistung von 190 MW und kann jährlich rund 216 Millionen kWh zusätzliche erneuerbare Energie erzeugen. Darüber hinaus wird die Effizienz der bestehenden Anlagen um etwa 15 Millionen kWh pro Jahr gesteigert. Das zusätzliche Speichervolumen erhöht sich um rund 50 Prozent, wodurch sich die Flexibilität des gesamten Systems verbessert. Ein zentrales Anliegen ist es, Eingriffe in Natur so gering wie möglich zu halten und ökologische Verbesserungen zu erreichen. Flussabschnitte am Inn und an der Ötztaler Ache wurden renaturiert, natürliche Flussdynamiken wiederhergestellt und neue Seitenarme geschaffen. Neue Amphibienbiotope, renaturierte Feuchtlebensräume und wiederhergestellte Moorflächen tragen zusätzlich zur ökologischen Aufwertung bei. Auch Alm- und Waldflächen werden durch Aufforstungen und Verbesserungsmaßnahmen nachhaltig gestärkt.
Martin Grüneis 





