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Fernpassdemo 2.0

Zweite Protestkundgebung mit mehr Zuspruch

Vergangenes Wochenende fand die zweite Demonstration gegen das von der Landesregierung geplante Fernpass-Paket statt. Neben den Organisatoren der Initiative Gurgltal-Außerfern-Mieminger Plateau sowie zahlreichen Privatpersonen waren auch Vertreterinnen und Vertreter aller vier Oppositionsparteien gekommen, um ihre Solidarität zu bekunden. Die Regierungsparteien waren nicht vertreten.

4. August 2026
Fernpassdemo 2.0
Mehrere hundert Personen bezeugten bei der zweiten Fernpassdemo erneut ihren Unmut gegen die geplanten Maßnahmen der Landesregierung. Foto: Dorn
Die Einigkeit war unübersehbar: Laut Veranstaltern nahmen mindestens 1.500 Personen an den beiden Demonstrationen entlang der Fernpassstrecke teil, die sich alle in einem Punkt einig waren – ihrer Kritik am Fernpass-Paket der Landesregierung. Auf der Imster Seite startete der Protestmarsch mit zahlreichen Plakaten und Transparenten bei der Raststation Rastland und endete am Parkplatz Fernstein, wo das Organisationsteam rund um Ludwig Gruber zur Podiumsdiskussion geladen hatte. Von allen vier Oppositionsparteien waren Vertreterinnen und Vertreter gekommen, die Abwesenheit der Regierungsparteien dagegen wurde missbilligend zur Kenntnis genommen. Großen Applaus aus dem Publikum gab es für Gemeindevorstand Kilian Tangl, als er vom einstimmigen Gemeinderatsbeschluss in Tarrenz gegen das Fernpass-Paket berichtete. 

LISTENÜBERGREIFEND. Simone Krabichler, vom Gemeinderat Nassereith wiederum kritisierte, dass es seit Kurzem keine Kontrolle der Abfahrtsverbote mehr gebe, und warnte, dass mit dem Fernpass-Paket eine Lawine auf die Nassereither Bevölkerung zukommen würde. Landtagsabgeordnete Petra Wohlfahrtstätter von den Grünen dankte der Bürgerinitiative für die Beschwerde gegen die naturschutzrechtliche Bewilligung des Pakets, die „hoffentlich einen Aufschub ermöglichen“ werde. Ihre Amtskolleginnen Gudrun Kofler von der Imster FPÖ und Susanna Riedlsperger von den Neos meinten, die Landesregierung wäre gut beraten, auf die Bevölkerung zu hören, diese würde aber wegschauen und -hören. Robert Greil von der Liste Fritz warnte, dass die Maut zu einer Verlagerung des Verkehrs über das Seefelder Plateau und Scharnitz führen werde, und appellierte, dass Tirol in Fragen des Verkehrs gemeinschaftlich handeln müsse. Auch dafür gab es von Seiten der Demonstrierenden lauten Applaus. Ähnlich argumentierte auch Öfner mit seinem Aufruf: „Gerade jetzt sollten wir zusammenstehen und zeigen, dass vielen Menschen Natur, Lebensqualität und die Zukunft unserer Region nicht egal sind.“
Fernpassdemo 2.0
Auf dem Freiluftpodium hatten sich Kilian Tangl, Robert Greil, Susanna Riedlsperger, Gudrun Kofler, Petra Wohlfahrtstätter, Simone Krabichler, Christian Öfner und Ludwig Gruber (v. l.) eingefunden. Foto: Dorn
Fernpassdemo 2.0
Der Protestmarsch endete vor dem Parkplatz Fernstein, wo schließlich die Kundgebung stattfand. Foto: Dorn

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