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Hausschenkung mit Folgen

Lebenshilfe Imst erhielt Haus in der Malchbachgasse geschenkt – Mietverträge werden nicht verlängert

Die Lebenshilfe Imst hat ein Haus in der Malchbachgasse geschenkt bekommen. Für die fünf dort wohnenden Mietparteien bedeutet dies jedoch, dass sie sich eine neue Bleibe suchen müssen. Da die Lebenshilfe nach eigenen Angaben nicht als Vermieter auftreten kann, werden die auslaufenden Mietverträge nicht verlängert. Das Gebäude soll verkauft und der Erlös für die Aufgaben der Lebenshilfe verwendet werden.

27. Oktober 2026
Hausschenkung mit Folgen<br />
Das bereits in die Jahre gekommene Haus in der Imster Malchbachgasse wurde der Lebenshilfe geschenkt. Foto: Hablitzel
Die Lebenshilfe Imst hat von einer Frau ein Haus in der Malchbachgasse geschenkt bekommen. Für die fünf Mietparteien hat dies allerdings unangenehme Folgen: Ihre Mietverträge werden nicht verlängert. Bis zum 31. August 2027 müssen sie ihre Wohnungen verlassen. Die Lebenshilfe begründet diesen Schritt damit, dass sie nicht als Vermieter auftreten könne.

langzeitmieter. Für die betroffenen Mieter ist die Situation nicht einfach. Einige von ihnen wohnen bereits seit Jahrzehnten in dem Haus. „Wo sollen wir denn jetzt hin? Wir leben seit 30 Jahren in diesem Haus und sind zudem beide behindert“, schildert etwa Mieter Friedhelm Hartmann seine Sorgen. „Meine Frau ist nur einen Steinwurf von hier aufgewachsen“, ergänzt der Imster auch die emotionale Sicht eines Wohnungswechsels.

Lebenshilfe bietet Unterstützung an. Brigitte Flür, Obfrau der Lebenshilfe Imst, bestätigt die Schenkung und erklärt die Hintergründe: „Da die Lebenshilfe nicht als Vermieter auftreten kann, können wir die auslaufenden Mietverträge schon per Grundsatzverordnung nicht verlängern.“ Man wolle die Betroffenen mit ihrer Situation jedoch nicht alleinlassen. „Natürlich sind wir den Mietern bei der Suche nach einer neuen Wohnung gerne behilflich, man hat ja zudem fast ein Jahr Zeit“, versichert Flür.

Verkauf des Hauses geplant. Eine weitere Nutzung des Gebäudes durch die Lebenshilfe kommt laut Flür nicht infrage. Die Wohnungen seien nicht behindertengerecht gebaut. Eine entsprechende Adaptierung des gesamten Hauses wäre mit „hohen Kosten verbunden und finanziell nicht zu verantworten“. Deshalb soll die Immobilie verkauft werden. Den Erlös möchte die Lebenshilfe gezielt für ihre „eigentlichen Aufgaben und zur Unterstützung bedürftiger Menschen einsetzen“. Wann der Verkauf erfolgen wird, steht derzeit noch nicht fest. Brigitte Flür stellt jedenfalls klar: „Eine Gewinnabsicht oder gar Profitgier steht hier überhaupt nicht zur Debatte!“

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