Hüter des Wissens trafen sich in Roppen
48. Bezirkschronistentag zeigte einmal mehr die Wichtigkeit des Chronikwesens
Der Chronistenbezirk Imst umfasst alle 24 politischen Gemeinden des Bezirkes Imst. Alljährlich treffen sich die Hüter des Wissens beim Bezirkschronistentag, um sich auszutauschen, sich zu vernetzen und über ihre laufenden Projekte zu berichten. Dieses Jahr lud das Chronisten-Team Roppen in den Kultursaal der Gemeinde. Bürgermeister Ingo Mayr betonte dabei die Wichtigkeit des Chronikwesens für die Gemeinden.
23. September 2025
Die Chronisten des Bezirkes Imst trafen sich zum 48. Bezirkschronistentag in Roppen. Bürgermeister Ingo Mayr (v. r.) betonte dabei die Wichtigkeit des Chronikwesens.
RS-Foto: Hirsch
RS-Foto: Hirsch
Das Chronisten-Team Roppen, Bürgermeister Ingo Mayr und Bezirkschronist Günter Flür konnten sich auch beim 48. Bezirkschroniktag nicht über mangelnde Teilnahme beklagen. Bürgermeister Mayr betonte dabei die Wichtigkeit des Chronikwesens für die einzelnen Gemeinden und für Tirol. „Chronisten sind Wegbegleiter und Geschichte findet auch und nicht zuletzt in der Begegnung der Menschen statt“, so der Bürgermeister. Sie sind aber auch oft unterschätzte Hüter des Wissens und nicht nur Zeugen ihrer Zeit. Sie sind Vermittler von Geschichte und Identität. Die Kunst der Chronistik ist aber nicht nur das Festhalten von Fakten, sondern erfordert Empathie und Sensibilität. Er muss zwischen verschiedenen Quellen, Überlieferungen und Meinungen navigieren, um ein möglichst umfassendes Bild der Realität zu schaffen. Ein reges Chronikwesen, so wie das Chronikwesen im Bezirk Imst, bewahrt nicht nur die Vergangenheit, sondern stärkt auch das Gemeinschaftsgefühl der Bürger. In den einzelnen Kurzberichten der Chronisten aus dem Bezirk konnte man deutlich erkennen, wie vielschichtig und herausfordernd diese ehrenamtliche Arbeit sein kann. Neben den unterschiedlichsten Veranstaltungen wie Fotoausstellungen und Videoabenden, war das Chronistenjahr im Bezirk geprägt von zwei großen talweiten Ausstellungen.
AUSSTELLUNGEN UND MEHR. Unter Mitarbeit der Ötztaler Chronisten und mit Beiträgen von Manfred Wegleiter (Chronist Haiming) gestalteten die Ötztaler Museen in diesem Jahr Ausstellungen und Veranstaltungen zum Themenschwerpunkt „NS-Zeit im Ötztal“. Was geschah in der Region in den Jahren 1938–1945? Vier Ausstellungen, ein neues Buch und ein talweiter Audioguide geben Einblick in verschiedene Kapitel dieser bisher noch nicht erzählten Geschichte des Tales. Mit der Ausstellung „Wege ins Tal“ – eine beeindruckende Zeitreise im Pitztal – bewiesen die Pitztaler Chronisten, wie wertvoll eine Zusammenarbeit sein kann. Die Ausstellung wurde von den engagierten Chronistinnen und Chronisten des Pitztals unter der Leitung des Kurators Daniel Huter aufgebaut und bot den Besuchern einen faszinierenden Einblick in die Entwicklung des Wegenetzes ins Pitztal. Heimatforscher und Chronist Adi Brüggler baute Brückenmodelle der im Tal noch vorhandenen „Ensenbrücken“, einer Bauart von Brücken, die nur im Pitztal angewendet und von einer Fachjury aus Bauingenieuren bewundert wurde. Chronist Dietmar Heiß beschäftigte sich 2025 unter dem Motto „Rietz, wie alt bist du eigentlich? Und woher kommst du?“, mit der faszinierenden Geschichte der Besiedelung Tirols. Besonders spannend war die erste Erwähnung der Gemeinde Rietz im Jahr 1264, die als bedeutender Meilenstein in der Geschichte dieses Ortes betrachtet werden kann. Um die historische Bedeutung dieses Dokuments zu würdigen, ist die Reproduktion der Urkunde nun im Gemeindeamt ausgestellt. Der Freundschaftsbund Oetz-Sautens lud in Zusammenarbeit mit dem Sautner Chronisten Ludwig Auer und dem Oetzer Chronisten Sieghard Schöpf zu einem Erinnerungsnachmittag in den Saal „Ez“ ein. Die Chronisten präsentierten gekonnt Fotos, Filme und Videos, teilweise aus den 50er- und 60er-Jahren. Gespannt sein darf man auf die Ausstellung, kuratiert von Chronist Manfred Wegleiter, „80 Jahre Kriegsende Haiming“ im November im Oberlandsaal Haiming.
AUSSTELLUNGEN UND MEHR. Unter Mitarbeit der Ötztaler Chronisten und mit Beiträgen von Manfred Wegleiter (Chronist Haiming) gestalteten die Ötztaler Museen in diesem Jahr Ausstellungen und Veranstaltungen zum Themenschwerpunkt „NS-Zeit im Ötztal“. Was geschah in der Region in den Jahren 1938–1945? Vier Ausstellungen, ein neues Buch und ein talweiter Audioguide geben Einblick in verschiedene Kapitel dieser bisher noch nicht erzählten Geschichte des Tales. Mit der Ausstellung „Wege ins Tal“ – eine beeindruckende Zeitreise im Pitztal – bewiesen die Pitztaler Chronisten, wie wertvoll eine Zusammenarbeit sein kann. Die Ausstellung wurde von den engagierten Chronistinnen und Chronisten des Pitztals unter der Leitung des Kurators Daniel Huter aufgebaut und bot den Besuchern einen faszinierenden Einblick in die Entwicklung des Wegenetzes ins Pitztal. Heimatforscher und Chronist Adi Brüggler baute Brückenmodelle der im Tal noch vorhandenen „Ensenbrücken“, einer Bauart von Brücken, die nur im Pitztal angewendet und von einer Fachjury aus Bauingenieuren bewundert wurde. Chronist Dietmar Heiß beschäftigte sich 2025 unter dem Motto „Rietz, wie alt bist du eigentlich? Und woher kommst du?“, mit der faszinierenden Geschichte der Besiedelung Tirols. Besonders spannend war die erste Erwähnung der Gemeinde Rietz im Jahr 1264, die als bedeutender Meilenstein in der Geschichte dieses Ortes betrachtet werden kann. Um die historische Bedeutung dieses Dokuments zu würdigen, ist die Reproduktion der Urkunde nun im Gemeindeamt ausgestellt. Der Freundschaftsbund Oetz-Sautens lud in Zusammenarbeit mit dem Sautner Chronisten Ludwig Auer und dem Oetzer Chronisten Sieghard Schöpf zu einem Erinnerungsnachmittag in den Saal „Ez“ ein. Die Chronisten präsentierten gekonnt Fotos, Filme und Videos, teilweise aus den 50er- und 60er-Jahren. Gespannt sein darf man auf die Ausstellung, kuratiert von Chronist Manfred Wegleiter, „80 Jahre Kriegsende Haiming“ im November im Oberlandsaal Haiming.






