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Neues Haus im SOS-Kinderdorf Imst

Es soll ein Ort entstehen, an dem Kinder und Jugendliche Geborgenheit erleben und sich individuell entfalten können

Im SOS-Kinderdorf Imst wurde ein Haus errichtet, das zeigt, wie moderne Kinder- und Jugendhilfe aussehen kann. Ab September werden die ersten Bewohnerinnen und Bewohner in die neue sozialpädagogische Wohngruppe einziehen. Neun Kinder finden in dem Neubau ein Zuhause, das ihnen Stabilität, Geborgenheit und Raum zur Entwicklung geben soll.

25. August 2026
Neues Haus im SOS-Kinderdorf Imst<br />
Mit dem „Haus Sonnberg“ eröffnet SOS-Kinderdorf in Imst eine neue sozialpädagogische Wohngruppe. Neun Kinder sollen hier einziehen. Die meisten von ihnen wohnen bereits im SOS-Kinderdorf Imst und freuen sich auf den Umzug. Foto: Grüneis
Mit dem „Haus Sonnberg“ eröffnet SOS-Kinderdorf in Imst eine neue sozialpädagogische Wohngruppe. Bei einem Lokalaugenschein mit Landesrätin Eva Pawlata in der vergangenen Woche waren hier noch Arbeiter zugange. Ab September finden in dem Neubau Kinder im Alter von drei bis dreizehn Jahren ein Zuhause, die aus unterschiedlichen Gründen nicht bei ihren Herkunftsfamilien leben können. Mit ihnen zieht auch ein Betreuungsteam ein, das die Kinder rund um die Uhr begleitet. Die Betreuung orientiert sich dabei an der Persönlichkeit, der Lebenswelt und den individuellen Bedürfnissen der Kinder, die alle eine eigene Geschichte mitbringen. Wer in das „Haus Sonnberg“ einziehen soll, steht größtenteils schon fest. Die Plätze werden mit großer Sorgfalt vergeben. Dabei wird versucht, eine möglichst ausgewogene Gruppe zu bilden, etwa hinsichtlich Alter und Geschlecht.  

auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten. Der Neubau wurde vom Architekturbüro Harald Kröpfl geplant und in einer nachhaltigen Holz-, Beton- und Ziegelbauweise errichtet. Die Bauzeit betrug rund ein Jahr. Das „Haus Sonnberg“ verfügt über rund 400 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche. Es bietet helle, kindgerechte Räume, die sowohl Gemeinschaft als auch Rückzug ermöglichen. So hat jedes Kind sein eigenes Zimmer. Darüber hinaus finden die Bewohnerinnen und Bewohner weitere Möglichkeiten, sich zurückzuziehen. Das Herzstück des Hauses ist die Küche. Hier kommen alle zusammen, kochen miteinander und erleben den bewussten Umgang mit gesunden, frischen Zutaten. Das angrenzende Wohnzimmer bietet Platz für gemeinsame Filmabende, zum Lesen und für medienpädagogische Aktivitäten. Gleichzeitig bietet der gemeinsame Alltag Möglichkeiten, das soziale Miteinander zu erlernen und zu stärken. Die pädagogische Arbeit orientiert sich an hohen fachlichen Standards und stellt eine verlässliche Beziehungsgestaltung in den Mittelpunkt. Die Kinder sollen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gestärkt und dabei unterstützt werden, ihren individuellen Weg zu finden. Die Strukturen sollen ihnen nicht nur Schutz bieten, sondern auch Mitbestimmung ermöglichen. Imst bietet für eine sozialpädagogische Wohngruppe ideale Voraussetzungen. Schulen, therapeutische Einrichtungen und zahlreiche Freizeitangebote sind gut erreichbar und schaffen wichtige Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Kinder.  
Bau wurde Durch Spenden ermöglicht. Ermöglicht wurde der Bau maßgeblich durch Spenden. Einen wesentlichen Beitrag leistete dabei eine Großspenderin, die anonym bleiben möchte. Das Land Tirol stellt derweil die laufende Betreuung der Kinder und Jugendlichen sicher. Damit zeigt sich am Beispiel des „Hauses Sonnberg“ auch das Zusammenspiel von öffentlicher Verantwortung und privatem Engagement. „Kinder und Jugendliche, die nicht bei ihren Familien leben können, brauchen sichere Orte, an denen sie Geborgenheit, Stabilität und professionelle Begleitung erfahren. Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, jungen Menschen in schwierigen Lebenssituationen die bestmöglichen Entwicklungschancen zu eröffnen. Das ,Haus Sonnberg‘ bietet dafür einen zeitgemäßen Rahmen und zeigt, wie Kinder- und Jugendhilfe heute gestaltet wird“, so Landesrätin Eva Pawlata. „Wir sind den Spenderinnen und Spendern sehr dankbar“, betont Christian Murer, Leiter von
SOS-Kinderdorf Imst. 
Neues Haus im SOS-Kinderdorf Imst<br />
Beim Lokalaugenschein mit Landesrätin Eva Pawlata ist das „Haus Sonnberg“ noch in der Vollendung, doch es war schon deutlich erkennbar, wie moderne Kinder- und Jugendhilfe aussieht. Anfang September soll es bezogen werden. Im Bild Landesrätin Eva Pawlata (M.) mit SOS-Kinderdorf Imst-Leiter Christian Murer und Astrid Schranz (pädagogische Leitung SOS-Kinderdorf) Foto: Grüneis

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