ÖBB bezieht Stellung
Silzer Lärmschutzdebatte: „Wir lassen uns sicher nicht den schwarzen Peter zuschieben!“
In der letzten Ausgabe berichtete die RUNDSCHAU über die Gemeinderatsentscheidung zur Lärmschutzwand entlang der Bahnstrecke in Silz. Eine Schallstudie der ÖBB hatte Überschreitungen der zulässigen Grenzwerte um durchschnittlich 15 Dezibel festgestellt. Trotz gesicherter Finanzierung – 50 Prozent ÖBB, je 25 Prozent Land Tirol und Gemeinde – lehnte der Silzer Gemeinderat das Projekt ab. Die Hauptsorge: Die Lärmschutzwand könnte das Ortsbild massiv beeinträchtigen. Bürgermeister Helmut Dablander erklärte gegenüber der RUNDSCHAU: „Die Optik, die Höhe, das Gefühl, dass das Dorf geteilt wird – das waren die Hauptargumente der Gegner.“ Persönlich habe er Verständnis für beide Seiten, äußerte aber auch Kritik an der ÖBB.
29. April 2025
Die Bahnstrecke Silz: Symbol einer hitzigen Lärmschutzdebatte RS-Foto: Hofer
Christoph Gasser-Mair, Pressesprecher der ÖBB für Tirol und Vorarlberg, äußert sich im Gespräch mit der RUNDSCHAU entschieden: „Für uns ist klar: Die Geschichte steht und fällt mit der Entscheidung im Gemeinderat. Die Ablehnung nehmen wir zur Kenntnis, aber wir sind nicht dafür verantwortlich.“ In mehreren Anläufen, so Gasser-Mair, habe man der Gemeinde wie auch der Bevölkerung bei öffentlichen Veranstaltungen aufgezeigt, welche Lösungen möglich seien. „Es ist legitim, dass sich der Gemeinderat bestimmte Sachen wünscht – aber diese Dinge gehen einfach nicht. Laut Regelwerk sind nur Beton- und Aluminium-Lärmschutzelemente zugelassen – eine andere Bauweise ist schlicht nicht möglich.“ Auf die Frage, welche Spezifika in den bilateralen Diskussionen als Dorn im Auge galten, antwortet er: „Die Materialien und die Höhe der Wände. Doch das ist ein Widerspruch in sich, denn niedrigere Wände haben zwangsläufig weniger Lärmreduktion zur Folge.
ZURÜCKWEISUNGEN. Die Voraussetzungen für die Notwendigkeit eines Lärmschutzes seien in Silz eindeutig gegeben. Deshalb, so Gasser-Mair, wären die ÖBB und das Land Tirol bereit gewesen, entsprechende Maßnahmen zu errichten: „Wenn der Gemeinderat Silz diese nicht will, nehmen wir das zur Kenntnis – auch wenn uns das sehr wundert.“ Besonders hebt er hervor: „Für Silz haben wir in der Planung und Darstellung wesentlich mehr Aufwand betrieben als bei anderen Lärmschutzprojekten. Es wurde sogar eine Visualisierung der Wände erstellt – mit alternativen Gestaltungsformen wie andersfarbigen Wänden oder transparenten Elementen, um die Entscheidung zu erleichtern. Der Vorwurf, dass wir stur seien und nicht mit uns reden ließen, ist schlicht zurückzuweisen.“
OFFENHEIT STATT SCHLUSSSTRICH. Zur Frage, ob das Projekt endgültig beendet sei, zeigt sich Gasser-Mair grundsätzlich offen: „Unser Angebot liegt am Tisch. Die Frage wird sein, wann man das Projekt wieder eintakten kann – Streckensperren sind erforderlich – zumindest kurzfristig – und das lässt sich nicht von heute auf morgen organisieren. Dafür braucht es einen gewissen Vorlauf, teilweise sogar einen sehr langen. Und wir wissen alle: Es wird sicher nicht billiger.“ Sein abschließendes Signal: „Wir schlagen die Tür sicher nicht zu. Wenn die Gemeinde mit einem positiven Beschluss auf uns zukommt, werden wir uns nicht querstellen. Dennoch brauchen wir keine Diskussionen, die bei Adam und Eva beginnen.“ Trotz aller Differenzen zeigt sich also: Der Lärmschutz in Silz ist ein Thema, das auf beiden Seiten nicht nur nüchtern verwaltet, sondern emotional verhandelt wird.
ZURÜCKWEISUNGEN. Die Voraussetzungen für die Notwendigkeit eines Lärmschutzes seien in Silz eindeutig gegeben. Deshalb, so Gasser-Mair, wären die ÖBB und das Land Tirol bereit gewesen, entsprechende Maßnahmen zu errichten: „Wenn der Gemeinderat Silz diese nicht will, nehmen wir das zur Kenntnis – auch wenn uns das sehr wundert.“ Besonders hebt er hervor: „Für Silz haben wir in der Planung und Darstellung wesentlich mehr Aufwand betrieben als bei anderen Lärmschutzprojekten. Es wurde sogar eine Visualisierung der Wände erstellt – mit alternativen Gestaltungsformen wie andersfarbigen Wänden oder transparenten Elementen, um die Entscheidung zu erleichtern. Der Vorwurf, dass wir stur seien und nicht mit uns reden ließen, ist schlicht zurückzuweisen.“
OFFENHEIT STATT SCHLUSSSTRICH. Zur Frage, ob das Projekt endgültig beendet sei, zeigt sich Gasser-Mair grundsätzlich offen: „Unser Angebot liegt am Tisch. Die Frage wird sein, wann man das Projekt wieder eintakten kann – Streckensperren sind erforderlich – zumindest kurzfristig – und das lässt sich nicht von heute auf morgen organisieren. Dafür braucht es einen gewissen Vorlauf, teilweise sogar einen sehr langen. Und wir wissen alle: Es wird sicher nicht billiger.“ Sein abschließendes Signal: „Wir schlagen die Tür sicher nicht zu. Wenn die Gemeinde mit einem positiven Beschluss auf uns zukommt, werden wir uns nicht querstellen. Dennoch brauchen wir keine Diskussionen, die bei Adam und Eva beginnen.“ Trotz aller Differenzen zeigt sich also: Der Lärmschutz in Silz ist ein Thema, das auf beiden Seiten nicht nur nüchtern verwaltet, sondern emotional verhandelt wird.





