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„Vor vollendete Tatsachen gestellt“

Neuwahl der Silzbulls-Jahreshauptversammlung endet mit eiskaltem Schock

Die derzeitigen Temperaturen haben freilich wenig mit Eishockey zu tun, aber bei der Jahreshauptversammlung der Silzbulls schien die Stimmung am Ende quasi in Richtung Gefrierpunkt abzufallen. Gewählt wurde jedenfalls ein neuer Obmann, mit Christian Föger übernimmt ein ehemaliger Spieler das Ruder im Tiroler Traditionsverein.
15. Juli 2025 | von Albert Unterpirker
„Vor vollendete Tatsachen gestellt“<br />
Der neue Vorstand der Silzbulls: Ferdinand Grüner (Kassier, Finanzen, Organisation, Öffentlichkeitsarbeit, Kampfmannschaft), Silzbulls-Kapitän Philipp Dablander (in den Vorstand kooptiert), Jürgen Zoller (Obmann-Stellvertreter), Peter Bußjäger (Ex-Obmann), Toni Brucker (Kassier-Stv., Nachwuchsleiter, Trainer U18), Christian Föger (Obmann, Trainer U11), Florian Hirn (Schriftführer, Trainer U13). Nicht am Bild: Ewald Knausz (Schriftführer-Stv., Trainer U7/U9,v.l.). Foto: Silzbulls.
15 Jahre lang führte Peter Bußjäger die Geschicke der Silzbulls, wobei jener während seines ausführlichen Berichts auf seine Schwerpunkte „Finanzen und Nachwuchs“ hinwies – gerade die Entwicklung eigener Talente sei ihm stets ein großes Anliegen gewesen. Die für viele Beobachter mäßige Performance der Kampfmannschaft in den letzten Saisonen bewertete Bußjäger eher kritisch, nicht zuletzt deshalb, da die Truppe wiederholt das Finale in der Tiroler Eishockey-Liga verpasste. Am Ende seines Berichts bedankte sich Bußjäger bei den vielen Mitstreitern und dem aktuellen Vorstand für die hervorragende Zusammenarbeit, und auch Ehrenpräsident vom Gesamtsportverein SV Silz, Max Heinz, hob sein nachhaltiges Wirken und die stets gute Zusammenarbeit im Sinne des ältesten Zweigvereins hervor. Bußjäger folgt nun Christian Föger, der in jungen Jahren ein vielversprechendes Talent (auch im Fußball, Anm.) war, wobei dem neuen Obmann die Weiterführung des Traditionsvereins ein wichtiges Anliegen ist. Föger lobte bei seiner Rede u.a. die aktuelle Arbeit seiner nunmehrigen Vorstandskollegen, die alle aktiv beim Verein gespielt haben. Die Vereinsziele werden sich indessen nicht ändern: Weiterentwicklung der Nachwuchsabteilung (schon über 100 Kinder und Jugendliche), und die Aufstellung einer starken Kampfmannschaft, die eine dementsprechende Vorbildwirkung für den zahlreichen Nachwuchs haben soll. Übrigens steht der Kader für die kommende Meisterschaft bereits weitestgehend. Mit Moritz Geisler (Wattens), und Dennis Teschauer (vereinslos nach Verletzungpause), sowie Vereinsikone Ergün Pece (Rückkehr nach Papa-Jahr) sind bereits wichtige Positionen besetzt. Kommen soll noch ein starker Verteidiger. Abgänge: Michael Bonetti und Christian Pittl. Jaroslav Brabec wird nicht mehr an der Bande stehen, nach einem neuen Trainer wird gesucht.

UNVERSTÄNDNIS. Auf Unverständnis in der Vollversammlung sei abschließend Silz Sportausschuss-Obmann Paul Randolf gestoßen, denn: „Er verkündete zur Überraschung aller, dass die derzeitige Kantine in der Eisarena nicht mehr betrieben werden darf bzw. die bereits zugesagte Neuerrichtung von Kantine und Spielerbänke nicht zur Umsetzung gelangen wird“, sagt Ferdinand Grüner. „Da sind wir schon vor vollendete Tatsachen gestellt worden“, führt der Silzbulls-Funktionär für Finanzen, Organisation, Öffentlichkeitsarbeit und Kampfmannschaft aus, und fügt an: „Langfristig braucht es ein Konzept dafür, auch für die Eisaufbereitungsanlage. Unser Verein leistet über viele Jahrzehnte hinweg vorbildhafte Arbeit, bindet viele Kinder und Jugendliche ein – wir erwarten uns hinsichtlich einer zeitgemäßen Infrastruktur die dementsprechende Unterstützung der Verantwortlichen. Außerdem geht es um Planungssicherheit.“ Nachsatz: „Wir pochen darauf, dass wir zumindest für die kommende Saison die (bestehende) Kantine noch nutzen können!“ Die Enttäuschung und Verärgerung bei den Funktionären sei nachvollziehbar gewesen. Grüner: „Die Kantine ist nicht nur eine bedeutsame Einnahmequelle zur Finanzierung des Spielbetriebes, sondern auch ein wichtiger Meeting-Point für Spieler, Funktionäre und Fans.“ Nun soll mit Unterstützung des Gesamtsportvereins noch einmal das Gespräch mit den Gemeindeverantwortlichen gesucht werden. Die RUNDSCHAU erreichte Paul Randolf, der bezüglich der Emotionen Verständnis zeigte, zu einer Stellungnahme: „Die Sondergenehmigung der letzten Jahre für die Kantine ist ausgelaufen. Die Gemeindeführung und der Sportausschuss wird sich mit den Eishockey-Verantworlichen zeitnah zusammensetzen, um eine bestmögliche und zufriedenstellende Lösung für alle Seiten zu finden.“

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