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Werk in Nassereith geplant

„SWACRIT systems“ expandiert – Bebauungsplan beschlossen

In Nassereith soll das dritte Werk des Hightech-Unternehmens „SWACRIT systems“ entstehen. Das Projekt fand sich auch auf der Tagesordnung der jüngsten Gemeinderatssitzung wieder.

Martin Grüneis
12. Dezember 2023
Werk in Nassereith geplant<br />
Das Hightech-Unternehmen „SWACRIT systems“ plant, auf einer Fläche von 27000 Quadratmetern in Nassereith ein neues Werk zu errichten.
Sie sind zwar nur ein (kleines) Rädchen, aber ohne ihre hochtechnologischen Produkte stehen zahlreiche Produktionsbänder still:  Die Tiroler Firma „SWACRIT systems“ ist führender Systemlieferant für die internationale Halbleiterindustrie. Weitere Standbeine sind die Medizin-, Luft- und Raumfahrttechnik. Das Hightech-Unternehmen von Christoph Swarovski betreibt bereits Werke in Hall und Wildermieming. Im Gewerbegebiet von Nassereith soll schon bald auf einer Fläche von 27000 Quadratmetern der dritte SWACRIT-Standort entstehen. In der ersten Ausbaustufe sollen 40 bis 50 Arbeitsplätze geschaffen werden, in der zweiten noch einmal so viele – was der Fernpass-Gemeinde natürlich auch Kommunalsteuern einbringt.

BAU DES SWARCIT-WERKES IN NASSEREITH RÜCKT NÄHER. Die Nassereither Gemeinderäte wurden vergangene Woche von Christoph Swarovski nach Wildermieming eingeladen. Auf dem Plan standen eine Führung durch das Werk und die Vorstellung der Pläne. „Wir sind wirklich gut informiert worden“, verriet Bürgermeister Herbert Kröll bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Er sei stolz, dass sich ein Unternehmen, das wichtige Zukunftstechnologien entwickelt, in Nassereith ansiedeln will – viele Verhandlungen seien dafür notwendig gewesen. Auch andere Gemeinderäte zeigten sich von der Führung sehr angetan. Der Bebauungsplan konnte einstimmig beschlossen werden. Nach kurzen Wortmeldungen beschloss der Gemeinderat mit einer Enthaltung auch die Gewährung eines einmaligen Nachlasses auf die vorzuschreibenden Anschlussgebühren, die sich voraussichtlich auf 400.000 bis 450.000 Euro belaufen werden. Obwohl es keinen Zweifel gab, dass die Präsentation gut war und das SWACRIT-Projekt positiv für die Gemeinde ist, gab es auch etwas kritischere Betrachtungsweisen auf den Nachlass in Höhe von 200.000 Euro. Bürgermeister Kröll habe sich bei anderen Bürgermeistern erkun-
digt, wie diese das handhaben – Nachlässe seien bei Betriebsansiedlungen dieser Größenordnung durchaus üblich. Er zeigte Verständnis für die kritischeren Blickwinkel, argumentierte aber auch: „Man kann nichts machen und warten bis einer kommt oder schauen, dass ein Vorzeigebetrieb nach Nassereith kommt.“ Seitens „SWACRIT systems“ soll das Projekt Anfang nächsten Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Werk in Nassereith geplant<br />
Bürgermeister Herbert Kröll freut sich, dass sich ein Unternehmen wie „SWACRIT systems“ in Nassereith ansiedeln möchte.
RS-Foto: Grüneis

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