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Aktives „OneMore Art Awareness Festival“

Vorträge, Gespräche, Buchpräsentationen und Ausstellungen gegen geschlechtsspezifische Gewalt in Ried

Kunst, Aktivismus und gesellschaftliche Verantwortung: Das „OneMore Art Awareness Festival“ in Schloss Sigmundsried bot interessierten Menschen im Tiroler Oberland eine Plattform, sich auszutauschen und an den verschiedensten Workshops wie traumasensibles Bewegen, Bewegungsmeditation und Tanz, Video Skills, einer Awareness Sprachwerkstatt oder Diskussionsrunden teilzunehmen. Ansprechpersonen für Awareness und Traumasensibilität begleiteten das Festival, um allen Teilnehmenden einen sicheren Rahmen (safer spaces) zu bieten.

8. Oktober 2026
Aktives „OneMore Art Awareness Festival“<br />
Die Organisatorinnen des Festivals Verena Wagner (l.) und Sarah Milena Rendel vor dem Grüss-Göttin-Schild am Eingang von Schloss Sigmundsried. Foto: Hötzel
Viel zu entdecken gab es in Schloss Sigmundsried, drinnen wie draußen: Das Festival war von und für Künstler sowie alle interessierten Menschen im Tiroler Oberland – unabhängig von deren Geschlecht, kultureller oder sozialer Herkunft, Zugehörigkeit oder Alter – und verstand die Auseinandersetzung mit patriarchaler Gewalt als gemeinsame Aufgabe. Das Programm spannte einen Bogen vom ersten Verstehen bis zum gemeinsamen Aktivwerden. Vorträge, Gespräche, Buchpräsentationen und Ausstellungen eröffneten unterschiedliche Perspektiven auf geschlechtsspezifische Gewalt. In Kreativworkshops entwickelten die Teilnehmenden neue Ausdrucksformen von Zivilcourage und Selbstwirksamkeit. Geschichten die sonst oft im Verborgenen bleiben, zeigten Filmvorführungen, Bilder, performative und Installative Arbeiten und Geschichten. Im Fokus stand aber vor allem der Austausch untereinander. Die Fotoausstellung gab verschiedene Aussagen zu „Ich finde es übergriffig wenn …“ wieder. Vor allem auf Frauenfiguren trafen die Besucher auch bei den Werken von Ursula Beiler, deren „Grüss Göttin“ die Besucher schon am Eingang willkommen hieß, und Nina Zacke. Mit den gehäkelten Rosen von Claudia Grünzweig wurde ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt, und auch Gerda Sengstbratl stellte ihre Kunst aus. 

VERBINDEN VON AKTIVISMUS UND POLITIK. In der abschließenden Gesprächsrunde mit Ursula Beiler, Gina Disobey, Christine Abdel-Halim, Gerda Sengstbratl, Sarah Milena Rendel und Laura Volgger wurde den Teilnehmerinnen die Frage gestellt, was sie bewegt hat, ihren Weg zu gehen und ihn mit Politik und Aktivismus zu verbinden. Gerda Sengstbratl antwortete mit zwei Auszügen aus ihrem Roman „Ein ich wächst in mir wie Gras, wie Veilchen, wie Baum, wie Wald“, der die Chronik einer weiblichen Sozialisierung in Österreich ist. Die ausgestellten Bilder sind auch Teil von „Graffity & Unplugged“, dem beliebten Kultur-Format, das vom 6. bis 8. November stattfinden wird. 
Aktives „OneMore Art Awareness Festival“<br />
Nina Zacke mit ihrem Bild „Rabenmutter“. Foto: Hötzel
Aktives „OneMore Art Awareness Festival“<br />
Ursula Beiler vor einer Frauenfigur mit weiblichem Kreuz. Foto: Hötzel
Aktives „OneMore Art Awareness Festival“<br />
Gerda Sengstbratl las zu Anfang der Gesprächsrunde aus ihrem Roman. Neben ihr: Gina Disobey, Sarah Milena Rendel und Christine Abdel-Halim (v. l.). Foto: Hötzel

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