Eine gemeinsame Welt
Christine S. Prantauer im Kunstraum Pettneu
Eine faszinierende Ausstellung von Christine S. Prantauer ist derzeit im Kunstraum Pettneu zu sehen.
Alois Pircher
23. Juni 2026
Kurt Tschiderer, Künstlerin Christine S. Prantauer, Laudatorin Kathrin Deisenberger (v. l.) Foto: Luis Pircher
„Ich bin ein politischer Mensch“, stellte Prantauer im Vorstellungsgespräch mit der Laudatorin Kathrin Deisenberger vom Kulturamt der Stadt Imst fest, „wir leben in einer gemeinsamen Welt, die eine bedrängte Welt ist. Klimawandel, Umweltzerstörung, soziales Ungleichgewicht, ein gesellschaftlicher Wandel und eine aus den Fugen geratene Globalisierung bedrohen unseren Planeten. Mich beschäftigt dies persönlich und natürlich auch in meiner Arbeit – in meiner Kunst“, erklärte Prantauer. Aber auf die Frage, ob die Kunst an sich einen großen Einfluss auf die Gesellschaft hat, äußert sich Prantauer eher pessimistisch: Kunst kann den Betrachter zum Reflektieren, im besten Fall zum Überdenken seines Standpunktes bringen, meint die Künstlerin. Kunstobjekte im öffentlichen Raum sind stets ein Thema, auch für Prantauer: Man erreicht so mit seiner Kunst Menschen, die sonst weniger damit in Kontakt treten. Die Schwellenangst vor Museen und Galerien fällt weg – ein großer Vorteil.
DREI THEMENBEREICHE. Im Kunstraum zeigt Prantauer drei Werkgruppen. Zum einen die „ReThinking“ genannten Arbeiten. In diesen Bildern thematisiert sie den Umgang des Menschen mit der Natur. Wie in all ihren Werken arbeitet sie auch hier mit großer Sensibilität, ist analytisch, verwendet Collagen und Auslassungen. Die Werke vermitteln einen ästhetischen Eindruck, auch wenn sie „brutale“ Themen wie die Zerstörung von Natur und Umwelt thematisieren. Im zweiten Zyklus, „Rewilding“ genannt, bricht sie die Architektur der Zentralen von bedeutenden Automobilkonzernen auf und ergänzt sie mit Natur. Ein eindeutiges Statement! Die dritte Werkgruppe ist dem Planeten gewidmet: Der Blick von außen, erst seit wenigen Jahrzehnten möglich, auf die Erde offenbart eine Schönheit, die unbedingt schützenswert ist. Verhalten wir uns entsprechend? – springt einem die Frage der Künstlerin entgegen.
NEUE MEDIEN. Die in Zams geborene Künstlerin studierte nach der Matura an der Akademie der bildenden Künste Wien Malerei. Nach ihrem Diplom wusste sie, dass ihr das Medium Malerei zu wenige Ausdrucksmöglichkeiten bietet, um eigene Botschaften umzusetzen. Über die Vermittlung von Bekannten stieß sie auf das Fach „Neue Medien – Medienklasse“ an der Universität für angewandte Kunst Wien bei Prof. Peter Weibel. Dies war für sie eine neue Welt: Hier war die Ausbildung, der künstlerische Input viel offener und ausgewogener. Im Kunstraum begrüßt wurde sie von Hausherrn Kurt Tschiderer – er zitierte in seiner Rede den mit Pettneu verbundenen Schriftsteller Josef Leitgeb: Dieser lobte die Landschaft im Stanzertal in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in höchsten Tönen, wie auch Prantauer unseren schützenswerten Planeten schön, lobend zeigt.
Die herausragende Ausstellung ist bis 5. Juli jeweils am Samstag von 18 bis 19.30 Uhr und am Sonntag von 16 bis 18 Uhr zu besichtigen.
DREI THEMENBEREICHE. Im Kunstraum zeigt Prantauer drei Werkgruppen. Zum einen die „ReThinking“ genannten Arbeiten. In diesen Bildern thematisiert sie den Umgang des Menschen mit der Natur. Wie in all ihren Werken arbeitet sie auch hier mit großer Sensibilität, ist analytisch, verwendet Collagen und Auslassungen. Die Werke vermitteln einen ästhetischen Eindruck, auch wenn sie „brutale“ Themen wie die Zerstörung von Natur und Umwelt thematisieren. Im zweiten Zyklus, „Rewilding“ genannt, bricht sie die Architektur der Zentralen von bedeutenden Automobilkonzernen auf und ergänzt sie mit Natur. Ein eindeutiges Statement! Die dritte Werkgruppe ist dem Planeten gewidmet: Der Blick von außen, erst seit wenigen Jahrzehnten möglich, auf die Erde offenbart eine Schönheit, die unbedingt schützenswert ist. Verhalten wir uns entsprechend? – springt einem die Frage der Künstlerin entgegen.
NEUE MEDIEN. Die in Zams geborene Künstlerin studierte nach der Matura an der Akademie der bildenden Künste Wien Malerei. Nach ihrem Diplom wusste sie, dass ihr das Medium Malerei zu wenige Ausdrucksmöglichkeiten bietet, um eigene Botschaften umzusetzen. Über die Vermittlung von Bekannten stieß sie auf das Fach „Neue Medien – Medienklasse“ an der Universität für angewandte Kunst Wien bei Prof. Peter Weibel. Dies war für sie eine neue Welt: Hier war die Ausbildung, der künstlerische Input viel offener und ausgewogener. Im Kunstraum begrüßt wurde sie von Hausherrn Kurt Tschiderer – er zitierte in seiner Rede den mit Pettneu verbundenen Schriftsteller Josef Leitgeb: Dieser lobte die Landschaft im Stanzertal in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in höchsten Tönen, wie auch Prantauer unseren schützenswerten Planeten schön, lobend zeigt.
Die herausragende Ausstellung ist bis 5. Juli jeweils am Samstag von 18 bis 19.30 Uhr und am Sonntag von 16 bis 18 Uhr zu besichtigen.








