Facettenreiche Blasmusik
Rotjackenkonzert zum 100.: Queen, Mozart und Bond
1. Juni 2026 | von
Herbert Tiefenbacher
Die Stadtmusik Landeck-Perjen präsentierte zum 100-Jahr-Jubiläum ein Maikonzert voller musikalischer Kontraste. Foto: Herbert Tiefenbacher
Die Stadtmusik Landeck-Perjen feiert ihr 100-jähriges Bestehen heuer mit einer Reihe klangvoller Akzente. Nach dem Primavera-Doppelkonzert im März folgt Anfang Juli das große Jubiläumsfest im Pfarrgarten Perjen, ehe im Oktober mit „Mozart Replugged“ ein weiterer programmatischer Höhepunkt wartet. Das traditionelle Maikonzert bildete nun den bisherigen Mittelpunkt des Jubiläumsjahres, getragen von Besuchern aus Politik, Gesellschaft, Blasmusikszene und der treuen Anhängerschaft der „Rotjacken“.
GROSSE KLANGVIELFALT. Unter der Leitung von Kapellmeister Jakob Seiwald, der 2023 die musikalische Leitung übernahm, präsentierte die Stadtmusik Landeck-Perjen traditionsgemäß ein Programm, das bewusst auf Kontraste und stilistische Spannungsfelder setzte. Der musikalische Bogen reichte von traditioneller Blasmusik und klassischer Musik über opulente Filmmusik-Arrangements bis hin zu Adaptionen aus Pop, Rock und Soul und machte die Vielfalt moderner Blasmusik hörbar.
ROCKOPER FÜR BLÄSER. Zu den anspruchsvollsten Werken des Abends zählte zweifellos „Bohemian Rhapsody“ von Queen. Die 1975 veröffentlichte Rock-Oper von Freddie Mercury gilt mit ihren abrupten Wechseln zwischen Ballade, Opernpassagen und Hard Rock bis heute als Ausnahmeerscheinung der Popgeschichte. Arrangeur Philip Sparke versuchte in seiner Blasmusikfassung möglichst nahe am Original zu bleiben – eine Herausforderung, die präzises Zusammenspiel, rhythmische Geschlossenheit und sichere Intonation verlangte. Nach „Bohemian Rhapsody“ setzte Christoph Dapoz mit „Minnie the Moocher“ einen stimmungsvollen vokalen Akzent. Unterstützt von Kapellmeister Jakob Seiwald stimmte schließlich auch das Publikum lautstark in die legendären „Hi-de-hi-de-ho“-Passagen ein.
MOZART MODERN UND KLANGWELT KINO. Mit „Mozart Pop Symphony“ führte die musikalische Reise auch in die Welt der klassischen Musik. Der japanische Komponist Toshihiko Sahashi verbindet darin Themen aus Mozartwerken – darunter Motive aus der „Zauberflöte“ – mit Pop- und Swing-Elementen zu einem vielschichtigen Klangbild. Das Publikum honorierte diese stilistische Gratwanderung mit großem Beifall. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Filmmusik. Zu hören waren orchestrale Bearbeitungen ikonischer Titel aus „Mission Impossible“ und „The Blues Brothers“ ebenso wie ein Medley legendärer James-Bond-Soundtracks. Gerade die Musik aus der Welt von Agent 007 entfaltete dabei jene Mischung aus Spannung, Dynamik und cineastischem Kopfkino, die Filmmusik auch im Konzertsaal ihre Wirkung verleiht.
STING ZUM FINALE. Für den emotionalen Schlusspunkt sorgte „Englishman in New York“ des britischen Sängers Sting mit Christoph Dapoz als Gesangssolist sowie einem markanten Saxofonsolo von Manuel Siegele. Das Arrangement des ehemaligen Kapellmeisters Hermann Delago fügte sich stilistisch nahtlos in den Konzertabend ein; Delago steuerte darüber hinaus auch die Arrangements zu „Minnie the Moocher“ und „Fanfare War Rocky IV“ bei. Nach zwei Zugaben, darunter Stevie Wonders Soulklassiker „Sir Duke“, endete ein Konzertabend, der die musikalische Vielseitigkeit der Stadtmusik Landeck-Perjen im Jubiläumsjahr unterstrich.
GROSSE KLANGVIELFALT. Unter der Leitung von Kapellmeister Jakob Seiwald, der 2023 die musikalische Leitung übernahm, präsentierte die Stadtmusik Landeck-Perjen traditionsgemäß ein Programm, das bewusst auf Kontraste und stilistische Spannungsfelder setzte. Der musikalische Bogen reichte von traditioneller Blasmusik und klassischer Musik über opulente Filmmusik-Arrangements bis hin zu Adaptionen aus Pop, Rock und Soul und machte die Vielfalt moderner Blasmusik hörbar.
ROCKOPER FÜR BLÄSER. Zu den anspruchsvollsten Werken des Abends zählte zweifellos „Bohemian Rhapsody“ von Queen. Die 1975 veröffentlichte Rock-Oper von Freddie Mercury gilt mit ihren abrupten Wechseln zwischen Ballade, Opernpassagen und Hard Rock bis heute als Ausnahmeerscheinung der Popgeschichte. Arrangeur Philip Sparke versuchte in seiner Blasmusikfassung möglichst nahe am Original zu bleiben – eine Herausforderung, die präzises Zusammenspiel, rhythmische Geschlossenheit und sichere Intonation verlangte. Nach „Bohemian Rhapsody“ setzte Christoph Dapoz mit „Minnie the Moocher“ einen stimmungsvollen vokalen Akzent. Unterstützt von Kapellmeister Jakob Seiwald stimmte schließlich auch das Publikum lautstark in die legendären „Hi-de-hi-de-ho“-Passagen ein.
MOZART MODERN UND KLANGWELT KINO. Mit „Mozart Pop Symphony“ führte die musikalische Reise auch in die Welt der klassischen Musik. Der japanische Komponist Toshihiko Sahashi verbindet darin Themen aus Mozartwerken – darunter Motive aus der „Zauberflöte“ – mit Pop- und Swing-Elementen zu einem vielschichtigen Klangbild. Das Publikum honorierte diese stilistische Gratwanderung mit großem Beifall. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Filmmusik. Zu hören waren orchestrale Bearbeitungen ikonischer Titel aus „Mission Impossible“ und „The Blues Brothers“ ebenso wie ein Medley legendärer James-Bond-Soundtracks. Gerade die Musik aus der Welt von Agent 007 entfaltete dabei jene Mischung aus Spannung, Dynamik und cineastischem Kopfkino, die Filmmusik auch im Konzertsaal ihre Wirkung verleiht.
STING ZUM FINALE. Für den emotionalen Schlusspunkt sorgte „Englishman in New York“ des britischen Sängers Sting mit Christoph Dapoz als Gesangssolist sowie einem markanten Saxofonsolo von Manuel Siegele. Das Arrangement des ehemaligen Kapellmeisters Hermann Delago fügte sich stilistisch nahtlos in den Konzertabend ein; Delago steuerte darüber hinaus auch die Arrangements zu „Minnie the Moocher“ und „Fanfare War Rocky IV“ bei. Nach zwei Zugaben, darunter Stevie Wonders Soulklassiker „Sir Duke“, endete ein Konzertabend, der die musikalische Vielseitigkeit der Stadtmusik Landeck-Perjen im Jubiläumsjahr unterstrich.
Mit sichtbarer Spielfreude animierten Christoph Dapoz (l.) und Kapellmeister Jakob Seiwald das Publikum zum Mitsingen. Foto: Herbert Tiefenbacher

