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„A nuis Traumplatzl in Zams“

Inn-Revitalisierung um 1,2 Millionen Euro

Ein Stück des Inns bzw. Innufers bei Zams ist nun aus wasserwirtschaftlicher Sicht funktioneller, für Fauna und Flora ein günstigerer Lebensraum und für Spaziergänger & Co. ein Erholungsgebiet.

30. Juni 2026
„A nuis Traumplatzl in Zams“
Ein Vorher- und ein Nachher-Bild Fotos: Land Tirol/BBA
Der Inn östlich der Zammer Autobahnbrücke wurde auf einer Länge von rund 300 Metern und einer Fläche von rund 8.200 Quadratmetern aufgeweitet und naturnah gestaltet. Es wurden rund 25.000 Kubikmeter Material im Uferbereich außerhalb des eigentlichen Abflussprofils abgetragen, um neue Lebensräume und strukturreiche Flächen zu schaffen. Die neuen Stillwasser-(Auentümpel) und Uferbereiche bieten Amphibien wie der Erdkröte und dem Grasfrosch geeignete Lebensbedingungen. Offene Kies- und Bodenflächen schaffen wichtige Lebensräume für wärmeliebende Insekten, Reptilien und bestimmte Pflanzenarten. Auch kiesbankbrütende Vogelarten sowie typische Pflanzen der Auwälder wie die Grauerle profitieren von den verbesserten Standortbedingungen. Die Maßnahme verbindet ökologische Aufwertung mit den Grundsätzen des modernen Wasserbaus und ­stärkt die natürliche Entwicklung des Flusses. Andreas Murrer (Abteilung Wasserwirtschaft) betont den zusätzlichen Raum für die natürliche Dynamik des Flusses, auch die verbesserte Durchgängigkeit für Fische und die Anbindung des Köllbachs. Für Walter Michaeler (Abteilung Umweltschutz) ist die neu entstandene Vielfalt an Lebensräumen auf engem Raum besonders wertvoll. Hinzu kommt der Erholungswert für Spaziergänger & Co. Da das zu etwa zwei Dritteln vom Bund und einem Drittel vom Land bezahlte Vorhaben in nur einer Niedrigwasserperiode umgesetzt werden konnte, reduzierten sich die Kosten auf 1,2 Millionen Euro (anstatt der veranschlagten 1,6 Millionen). Noch ist’s ein recht steiniger Anblick, wenn die Bäume und Sträucher gewachsen sind, wird’s „grüner“ ausschauen.

LOB. Naturschutz-LR René Zumtobels Urteil ist jedenfalls: „A nuis Traumplatzl in Zams“ – mal ganz abgesehen vom Lebensraum für Fische, Flussuferläufer, Tamariske etc. „Der Inn kann sich ausbreiten“, ist Wasserwirtschafts-LR Josef Geisler erfreut über ein Mehr an Sicherheit – der zur Verfügung stehende Raum ist noch dazu in öffentlichem Eigentum. BM Norbert Totschnig fasst zusammen: „Intakte Flüsse erfüllen viele wichtige Funktionen – sie bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, tragen zur ökologischen Qualität unserer Landschaften bei und leisten zugleich einen Beitrag zum Schutz vor Naturgefahren. Mit der Revitalisierung des Inns in Zams wird genau dieser ganzheitliche Ansatz umgesetzt“, erklärt Wasser- und Umweltminister Norbert Totschnig. Und Bgm. Benedikt Lentsch freut’s speziell für die Zammer: „Mit der Revitalisierung ist ein wertvoller Naturraum direkt vor unserer Haustür entstanden. Das Gebiet wird nicht nur für Tiere und Pflanzen attraktiver, sondern auch für die Bevölkerung. Der Inn wird hier wieder stärker erlebbar und der Bereich gewinnt als Naherholungsraum deutlich an Qualität.“
„A nuis Traumplatzl in Zams“
Blick auf die Kronburg, links der Inn, rechts einer von zwei Tümpeln und in der Mitte der Fußweg durch die revitalisierte Auenlandschaft. Foto: Daniel Haueis
„A nuis Traumplatzl in Zams“
Walter Michaeler, Andreas Murrer, LR René Zumtobel, LH-Stv. Josef Geisler und LA Bgm. Benedikt Lentsch (v. l.) Foto: Daniel Haueis

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