Abschlüsse statt Abschüsse
Jungjäger feiern Abschluss im Stadtsaal Landeck
12. März 2026 | von
Kathrin Gruber
Die Jagd kennt keine Altersgrenze: Wolfgang Schmidt aus Serfaus (2. v. r.) ist mit 69 Jahren der älteste, Florian Prenner aus Kauns (2. v. l.) mit 16 Jahren der jüngste Absolvent des Jungjägerkurses. Bezirksjägermeister Reinhold Siess (r.) und sein Stellvertreter Markus Schwarz (l.) gratulierten.
Fotos: Kathrin Gruber
Fotos: Kathrin Gruber
Ein imposantes Bild bot sich am 6. März im Stadtsaal Landeck. Zahlreiche Jäger sowie Angehörige der Absolventen waren zur Abschlussfeier und Zeugnisverleihung des Jungjägerkurses gekommen. Bezirksjägermeister Reinhold Siess konnte dazu neben den erfolgreichen Teilnehmern auch etliche Ehrengäste begrüßen. Für die feierliche Umrahmung sorgten die Jagdhornbläser des Bezirks Landeck. „Mit dem heutigen Tag haltet ihr ein Zeugnis in den Händen, doch viel entscheidender als das Papier ist das Verständnis dessen, was dahintersteckt“, gratulierte der Bezirksjägermeister.
VON DER SCHULBANK ZUM HOCHSITZ. Der Weg bis zur feierlichen Zeugnisverleihung war anspruchsvoll. Bevor es auf den Hochsitz geht, mussten die 89 Teilnehmer erst einmal die Schulbank drücken. Insgesamt 96 Unterrichtseinheiten in neun Lehrfächern wurden seit 5. Jänner im Jungjägerkurs absolviert. Von diesen 89 Teilnehmern stellten sich 87 der umfangreichen Prüfung vom 2. bis 5. März. Rund ein Viertel konnte diese nicht bestehen. Der Grund für diese recht hohe Durchfallrate liegt laut Bezirksjägermeister Reinhold Siess klar auf der Hand: „Die Jagd duldet kein Halbwissen. Wer Verantwortung für Wild und Waffe trägt, muss vorbereitet sein … Deshalb müssen wir einen sehr strengen Maßstab anlegen“, erklärt Siess. Beim Prüfungsschießen wurden hervorragende Leistungen erzielt, 16-mal wurde das Maximum von 50 Ringen erreicht.
NEUE FÄCHER BEREICHERN DIE AUSBILDUNG. Heuer wurde die Ausbildung erstmals um zwei neue Praxiselemente erweitert. Neben den bewährten Unterrichtsfächern erhielten die Teilnehmer Einblicke in das Schlachthaus sowie in die Rotwildfütterung. Im Schlachthaus in Fließ standen das Aufbrechen, Ausweiden und Verarbeiten des Tieres im Mittelpunkt. Die Fütterung in St. Anton konzentrierte sich auf die klassische Rotwildfütterung. „Hier darf man keine Fehler machen, weil unter Umständen forstliche Kulturen darunter leiden“, erklärte Siess die Einbindung dieser Praxiselemente in die Ausbildung.
ABSCHLUSS OHNE ABSCHUSS. Interessant ist, dass ein Großteil der Jungjäger gar nicht vorhat, eine Waffe in die Hand zu nehmen. „Rund 40 Prozent der Teilnehmer möchten aktiv auf die Jagd gehen“, berichtet der Bezirksjägermeister. Es bleiben also 60 Prozent, die andere Interessen an der Ausbildung haben. Für sie steht das Wissen zu Wild und Natur und die Abläufe im Jahreskreis im Fokus. „Diese Gruppe ist für uns genauso wichtig wie die, die auf die Jagd geht. Sie haben nach dem Kurs einen ganz anderen Zugang zur Jagd und verstehen die Zusammenhänge natürlicher Prozesse. Sie tragen jagdliches Wissen in die Öffentlichkeit. Das ist heute wichtiger denn je zuvor.“
Ein wichtiger Termin für die Jäger: Die heurige Pflichttrophäenschau findet am 14. und 15. März im Arlberg WellCom in St. Anton am Arlberg statt.
VON DER SCHULBANK ZUM HOCHSITZ. Der Weg bis zur feierlichen Zeugnisverleihung war anspruchsvoll. Bevor es auf den Hochsitz geht, mussten die 89 Teilnehmer erst einmal die Schulbank drücken. Insgesamt 96 Unterrichtseinheiten in neun Lehrfächern wurden seit 5. Jänner im Jungjägerkurs absolviert. Von diesen 89 Teilnehmern stellten sich 87 der umfangreichen Prüfung vom 2. bis 5. März. Rund ein Viertel konnte diese nicht bestehen. Der Grund für diese recht hohe Durchfallrate liegt laut Bezirksjägermeister Reinhold Siess klar auf der Hand: „Die Jagd duldet kein Halbwissen. Wer Verantwortung für Wild und Waffe trägt, muss vorbereitet sein … Deshalb müssen wir einen sehr strengen Maßstab anlegen“, erklärt Siess. Beim Prüfungsschießen wurden hervorragende Leistungen erzielt, 16-mal wurde das Maximum von 50 Ringen erreicht.
NEUE FÄCHER BEREICHERN DIE AUSBILDUNG. Heuer wurde die Ausbildung erstmals um zwei neue Praxiselemente erweitert. Neben den bewährten Unterrichtsfächern erhielten die Teilnehmer Einblicke in das Schlachthaus sowie in die Rotwildfütterung. Im Schlachthaus in Fließ standen das Aufbrechen, Ausweiden und Verarbeiten des Tieres im Mittelpunkt. Die Fütterung in St. Anton konzentrierte sich auf die klassische Rotwildfütterung. „Hier darf man keine Fehler machen, weil unter Umständen forstliche Kulturen darunter leiden“, erklärte Siess die Einbindung dieser Praxiselemente in die Ausbildung.
ABSCHLUSS OHNE ABSCHUSS. Interessant ist, dass ein Großteil der Jungjäger gar nicht vorhat, eine Waffe in die Hand zu nehmen. „Rund 40 Prozent der Teilnehmer möchten aktiv auf die Jagd gehen“, berichtet der Bezirksjägermeister. Es bleiben also 60 Prozent, die andere Interessen an der Ausbildung haben. Für sie steht das Wissen zu Wild und Natur und die Abläufe im Jahreskreis im Fokus. „Diese Gruppe ist für uns genauso wichtig wie die, die auf die Jagd geht. Sie haben nach dem Kurs einen ganz anderen Zugang zur Jagd und verstehen die Zusammenhänge natürlicher Prozesse. Sie tragen jagdliches Wissen in die Öffentlichkeit. Das ist heute wichtiger denn je zuvor.“
Ein wichtiger Termin für die Jäger: Die heurige Pflichttrophäenschau findet am 14. und 15. März im Arlberg WellCom in St. Anton am Arlberg statt.
66 Jungjägern wurde im Stadtsaal Landeck ihr Zeugnis im Rahmen der Abschlussfeier überreicht: Lucia Schmid, Sprecherin der Jägerinnen, Wildmeister Franz Klimmer, Bezirksjägermeister Reinhold Siess, Schießreferent Albert Birlmair, Bezirksjägermeister-Stv. Markus Schwarz und Jagdsachbearbeiter und Vorsitzender der Prüfungskommission Thomas Spiss (v.l.) gratulierten.