„Jede Fahrt weniger hilft“
Tunnel-Sperre ist Bewährungsprobe für den Talkessel
Ab 12. Oktober, 6 Uhr, ist es so weit. Der aus verkehrstechnischer Sicht kaum mehr wegdenkbare Landecker Tunnel ist für acht Wochen gesperrt. Bis 7. Dezember geht’s durch den Talkessel Landeck-Zams. Ein Verkehrskonzept soll Staus und Verzögerungen so gut wie möglich eindämmen. Die Asfinag-Spitze ist zuversichtlich, dass es funktioniert.
6. Oktober 2026
Der Landecker Tunnel ist von 12. Oktober bis 7. Dezember gesperrt. Im Talkessel rechnet man aufgrund der Sperre mit 12.000 bis 14.000 Fahrzeugen täglich. Foto: Asfinag
Grund für die Vollsperre ist ein Sicherheitsupdate, das dem im Jahr 2000 in Betrieb genommenen Tunnel u.a. einen Flucht- und Rettungsstollen, neue Belichtung, Lüftung, Entwässerung, Fahrbahn u.v.m. verleiht – Kostenpunkt: 292 Millionen Euro. Während in den vergangenen Monaten durch Anpassungen des Bauablaufs (Nachtsperren) noch auf längere Sperren verzichtet werden konnte, sind Vollsperren künftig nicht mehr vermeidbar. Der Grund: Die Errichtung einer neuen Lüfternische erfordert eine Aufweitung des gesamten Tunnelquerschnitts auf einer Länge von 36 Metern. Zusätzlich erfolgen Umbauten an der Lüftungsanlage sowie an den elektromaschinellen Ausrüstungen. Übrigens: Auch in Zukunft wird es nur mehr Vollsperren geben – zwei Mal im Jahr (je ein Monat im Frühjahr und zwei Monate im Herbst). Die (über)nächste soll nach Ostern, von 5. April bis 4. Mai 2027, erfolgen. Die letzte notwendige soll im Herbst 2030 erfolgen.
VERKEHRSKONZEPT SOLL KOLLAPS VERMEIDEN. Die Asfinag setzte gemeinsam mit den Gemeinden Landeck, Zams und Fließ ein Maßnahmenpaket um. In Fließ entstehen bei Nesselgarten ein Pendlerparkplatz und eine temporäre Bushaltestelle. In Landeck wurde die Engstelle beim Schwarzen Adler verbreitert; Dosierampeln bei Landeck Süd und West sowie eine Ampel in der Jöchlerkurve sollen den Verkehrsfluss regeln. Verlegte Stellplätze entlang der L76, neue Busbuchten bei der Rathausgarage und in Bruggen sowie ein zusätzlicher Linksabbieger beim Hofer-Markt wurden ebenfalls umgesetzt. In Zams entstanden zwei zusätzliche Linksabbieger, eine neue Busbucht und verlegte Stellplätze am Hauptplatz; Anfang Oktober folgte eine Dosierampel bei der Anschlussstelle Landeck-Zams. Neue Beschilderungen in Landeck und Zams sollen die Routenwahl erleichtern und den Ausweichverkehr gezielt lenken.
„JEDER KANN EINEN BEITRAG LEISTEN“. Die beiden Asfinag-Geschäftsführer Stefan Siegele und Andreas Fromm sind zuversichtlich, dass das Konzept fruchtet. Aber: „Ohne Stauerscheinungen wird es nicht gehen“, weiß Siegele. Er richtets einen Appell an jeden Einzelnen, Fahrten, soweit möglich, zu vermeiden. Pendler, die sich die Arbeitszeiten einteilen können, sollten Verkehrsspitzen morgens (Mo. bis Fr. von 7 bis 8.30 Uhr) und abends (Mo. bis Fr. von 16 bis 18 Uhr) sowie die Freitagmittagsspitze (12 bis 17 Uhr) vermeiden. Auch Termine, etwa beim Arzt, sollten nach Möglichkeit in verkehrsruhigere Zeiten verlegt werden. Zudem wird geraten, auf den Pendlerbus ab Nesselgarten umzusteigen. „Jeder kann einen Beitrag leisten“, so die beiden Geschäftsführer. Nach der ersten Sperre werde evaluiert, wo ggf. Verbesserungsbedarf besteht. Im Schnitt durchqueren 8.000 Fahrzeuge täglich den Landecker Tunnel. Im Talkessel rechnet man aufgrund der Sperre mit 12.000 bis 14.000 Fahrzeugen täglich.
ZEHN BIS FÜNFZEHN MINUTEN MEHR EINPLANEN. Laut den Prognosen der Asfinag solle man pro Fahrt in den Talkessel 10 bis 15 Minuten mehr einplanen. Ob das hält, darauf ist nicht nur Bgm. Herbert Mayer gespannt: „Wir müssen es auf uns zukommen lassen und falls nötig nachjustieren. Im Talkessel sollte man nur notwendige Fahrten machen. Jede Fahrt weniger hilft.“ Auch Bgm. Benedikt Lentsch der Nachbargemeinde Zams beobachtet die Situation genau: „Die Gemeinde Zams hat ihre Hausaufgaben gemacht. Jetzt gilt es, die Belastungen für Bevölkerung und Region so gering wie möglich zu halten.“ Bei den Übergängen entlang der Schulwege werden zusätzliche Schülerlotsen eingesetzt. Gleichzeitig stehe man in engem Austausch mit der Asfinag: „Wir werden die Situation ab dem ersten Tag genau beobachten und bei Bedarf nachschärfen“, so Bgm. Lentsch.
VERKEHRSKONZEPT SOLL KOLLAPS VERMEIDEN. Die Asfinag setzte gemeinsam mit den Gemeinden Landeck, Zams und Fließ ein Maßnahmenpaket um. In Fließ entstehen bei Nesselgarten ein Pendlerparkplatz und eine temporäre Bushaltestelle. In Landeck wurde die Engstelle beim Schwarzen Adler verbreitert; Dosierampeln bei Landeck Süd und West sowie eine Ampel in der Jöchlerkurve sollen den Verkehrsfluss regeln. Verlegte Stellplätze entlang der L76, neue Busbuchten bei der Rathausgarage und in Bruggen sowie ein zusätzlicher Linksabbieger beim Hofer-Markt wurden ebenfalls umgesetzt. In Zams entstanden zwei zusätzliche Linksabbieger, eine neue Busbucht und verlegte Stellplätze am Hauptplatz; Anfang Oktober folgte eine Dosierampel bei der Anschlussstelle Landeck-Zams. Neue Beschilderungen in Landeck und Zams sollen die Routenwahl erleichtern und den Ausweichverkehr gezielt lenken.
„JEDER KANN EINEN BEITRAG LEISTEN“. Die beiden Asfinag-Geschäftsführer Stefan Siegele und Andreas Fromm sind zuversichtlich, dass das Konzept fruchtet. Aber: „Ohne Stauerscheinungen wird es nicht gehen“, weiß Siegele. Er richtets einen Appell an jeden Einzelnen, Fahrten, soweit möglich, zu vermeiden. Pendler, die sich die Arbeitszeiten einteilen können, sollten Verkehrsspitzen morgens (Mo. bis Fr. von 7 bis 8.30 Uhr) und abends (Mo. bis Fr. von 16 bis 18 Uhr) sowie die Freitagmittagsspitze (12 bis 17 Uhr) vermeiden. Auch Termine, etwa beim Arzt, sollten nach Möglichkeit in verkehrsruhigere Zeiten verlegt werden. Zudem wird geraten, auf den Pendlerbus ab Nesselgarten umzusteigen. „Jeder kann einen Beitrag leisten“, so die beiden Geschäftsführer. Nach der ersten Sperre werde evaluiert, wo ggf. Verbesserungsbedarf besteht. Im Schnitt durchqueren 8.000 Fahrzeuge täglich den Landecker Tunnel. Im Talkessel rechnet man aufgrund der Sperre mit 12.000 bis 14.000 Fahrzeugen täglich.
ZEHN BIS FÜNFZEHN MINUTEN MEHR EINPLANEN. Laut den Prognosen der Asfinag solle man pro Fahrt in den Talkessel 10 bis 15 Minuten mehr einplanen. Ob das hält, darauf ist nicht nur Bgm. Herbert Mayer gespannt: „Wir müssen es auf uns zukommen lassen und falls nötig nachjustieren. Im Talkessel sollte man nur notwendige Fahrten machen. Jede Fahrt weniger hilft.“ Auch Bgm. Benedikt Lentsch der Nachbargemeinde Zams beobachtet die Situation genau: „Die Gemeinde Zams hat ihre Hausaufgaben gemacht. Jetzt gilt es, die Belastungen für Bevölkerung und Region so gering wie möglich zu halten.“ Bei den Übergängen entlang der Schulwege werden zusätzliche Schülerlotsen eingesetzt. Gleichzeitig stehe man in engem Austausch mit der Asfinag: „Wir werden die Situation ab dem ersten Tag genau beobachten und bei Bedarf nachschärfen“, so Bgm. Lentsch.
Attila Haidegger 






