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Kleiner Bär soll große Angst lindern

Fendels: Dr. Ireneus Lakowski möchte Landecker Einsatzorganisationen mit Trostbären ausstatten

Ein Unfall, ein Brand, Blaulicht, Lärm oder fremde Uniformierte: Werden Kinder damit konfrontiert, sind sie meist völlig überfordert. In solchen Situationen sollen sogenannte Trostbären den betroffenen Kindern etwas Halt geben. Der ehrenamtliche Botschafter der Deutschen Teddy-Stiftung und Fendels- bzw. Tiroler-Oberland-Liebhaber, Dr. Ireneus Lakowski, möchte das Projekt nun auch in der Region vorstellen und hat erste Einsatzorganisationen angeschrieben.

28. Juli 2026
Kleiner Bär soll große Angst lindern
Ein Trostbär in Fendels: „Ein Start wäre grundsätzlich rasch möglich – er hängt allein von der ersten Zusage ab“, erklärt Dr. Ireneus Lakowski. Foto: Dr. Ireneus Lakowski
Seit 1998 stattet die rein karitative und vollständig ehrenamtlich arbeitende Deutsche Teddy-Stiftung Einsatzkräfte mit Stoffbären aus. Diese werden in Einsatzfahrzeugen und auf den Wachen aufbewahrt. Die Helfer entscheiden vor Ort, wann sie einem Kind einen Bären übergeben. Das Stofftier soll dem Kind in den ersten schwierigen Minuten Sicherheit vermitteln und ihm etwas geben, woran es sich festhalten kann.

HILFE IN DEN ERSTEN MINUTEN. Nach den Erfahrungen zahlreicher Einsatzkräfte greifen Kinder häufig sofort nach dem Bären und drücken ihn an sich. Dadurch könne die Anspannung nachlassen. Manche Kinder erzählten dem Stofftier sogar, was geschehen sei, und fänden auf diese Weise wieder zurück zur Sprache. Die Stiftung betont jedoch, dass der Trostbär kein Wundermittel sei und weder eine medizinische noch eine psychologische Betreuung ersetze. Er sei vielmehr eine kleine Ges­te der Zuwendung in einer Ausnahmesituation. Dr. Ireneus Lakowski ist seit rund drei Jahrzehnten Mitglied der Deutschen Teddy-Stiftung und als deren Botschafter ehrenamtlich tätig. Ebenso lange verbringt er seine Sommerurlaube in Tirol, meist in Fendels. Die Region sei ihm dadurch zu einer zweiten Heimat geworden. Deshalb möchte er die Trostbären auch hier bekannt machen.

ERSTE ANFRAGEN VERSCHICKT. Angeschrieben hat Dr. Lakowski u.a. das Rote Kreuz, die Bergrettung, die Feuerwehr, die Polizei und die Flugrettung. Konkrete Zusagen gibt es bislang noch nicht, da die Anfragen erst kürzlich verschickt wurden. Ein Start wäre jedoch rasch möglich, sobald sich eine Einsatzorganisation zur Teilnahme entschließt. Für die Organisationen entstehen zunächst keine Kosten. Den ersten Karton mit Trostbären stellt die Stiftung kostenlos zur Verfügung. Weitere Lieferungen erfolgen ebenfalls unentgeltlich, solange ausreichend Spendengelder vorhanden sind. Andernfalls wird ein Unkostenbeitrag von rund 150 Euro pro Karton verrechnet. Dieser entspricht laut Stiftung dem reinen Einkaufspreis. Finanziert wird das Projekt ausschließlich durch Spenden. „Ein Start wäre grundsätzlich rasch möglich – er hängt allein von der ersten Zusage ab“, so Dr. Lakowski. 

KEINE FORSCHUNG IN TIROL. In Deutschland bereitet die Stiftung derzeit eine wissenschaftliche Begleitung ihrer Arbeit vor. Dabei soll untersucht werden, ob sich die beruhigende Wirkung auch wissenschaftlich belegen lässt, da der Effekt bislang nur im Krankenhausumfeld untersucht wurde. Das mögliche Projekt im Bezirk ist davon unabhängig. Hier gehe es darum, Kindern in belastenden Situationen einen kleinen Begleiter zur Seite zu stellen.

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