Mehr braun als grün
Zweiter Aufwuchs: Im Bezirk drohen massive Ernteausfälle
Die anhaltende Trockenheit bringt die Landwirtschaft im Bezirk zunehmend unter Druck. Nachdem die Heuernte beim ersten Aufwuchs im Juni mancherorts bereits um ein Drittel geringer ausgefallen war als in einem durchschnittlichen Jahr, zeichnet sich beim zweiten Aufwuchs ein Zwei-Drittel- bis Totalausfall ab.
4. August 2026
Die Trockenheit setzt der heimischen Landwirtschaft zu. Foto: Haidegger
Besonders stark betroffen sind laut LK-Bezirksstellenleiter Peter Frank südseitig ausgerichtete Hanglagen. Doch auch auf eigentlich begünstigten Flächen stehen teilweise nur noch einzelne Halme. Das verbliebene Futter fällt zusammen und verdorrt. Von einem ausreichenden Futterertrag oder einer entsprechenden Futterqualität könne auf vielen Wiesen kaum noch gesprochen werden: „Wir haben vielmehr Braunland als Grünland“, beschreibt Frank die Lage. Ausgebrannte Grasnarben und offener, staubiger Boden könnten zudem Schäden verursachen, die sich auch in den kommenden Jahren bemerkbar machen. Zudem erhöhen steigende Temperaturen und mehr Wind die Verdunstung. Dadurch kommt selbst bei gleichbleibenden Niederschlagsmengen weniger Wasser bei den Pflanzen an. „Ein unguter Kreislauf in der inneralpinen Trockenlage“, so Frank.
BEWÄSSERUNG ALS SCHLÜSSEL. Nicht ohne Grund hätten frühere Generationen zahlreiche Flächen vom Tal bis hinauf zu den Almen bewässert. Für Peter Frank hat daher die Erhaltung, Wiederinstandsetzung und Erweiterung bestehender Bewässerungseinrichtungen oberste Priorität. Mancherorts würden künftig auch Wasserspeicher als Bestandteil solcher Anlagen benötigt. Das Land Tirol unterstützt entsprechende Maßnahmen mit Förderungen von bis zu 70 Prozent. „Wasser ist Leben. Momentan leiden alle Kulturen unter der Trockenheit. Mit Bewässerungseinrichtungen gibt es aber eine Möglichkeit, gegenzusteuern“, betont Frank.
HOFFNUNG AUF REGEN. Sollten noch ausreichende Niederschläge kommen, könnte sich die Situation während der verbleibenden Vegetationszeit teilweise erholen. „Wir haben jetzt Anfang August, da kann sich noch manches ändern.“ Gleichzeitig bergen punktuelle Starkregenereignisse zusätzliche Gefahren. Im hinteren Kaunertal wurden Ende Juni rund sechs Hektar Wiesen durch eine Mure vollständig zerstört. Die Beseitigung der meterhohen Ablagerungen und die Wiederherstellung der Flächen werden voraussichtlich mehrere hunderttausend Euro kosten.
ALMEN UNTER DRUCK. Auch auf den Almen ist die Lage angespannt. Das Almpersonal versucht laut LK-Bezirksobmann und Obmann des Tiroler Almwirtschaftsvereins Elmar Monz, die Tiere durch eine gezielte Weideführung auf geeignete Flächen zu bringen. „Aber wenn nicht bald genügend Regen kommt, müssen manche Almen früher abfahren. Zurück auf die Heimbetriebe wo genauso Futtermangel herrscht“, so Monz.
BEWÄSSERUNG ALS SCHLÜSSEL. Nicht ohne Grund hätten frühere Generationen zahlreiche Flächen vom Tal bis hinauf zu den Almen bewässert. Für Peter Frank hat daher die Erhaltung, Wiederinstandsetzung und Erweiterung bestehender Bewässerungseinrichtungen oberste Priorität. Mancherorts würden künftig auch Wasserspeicher als Bestandteil solcher Anlagen benötigt. Das Land Tirol unterstützt entsprechende Maßnahmen mit Förderungen von bis zu 70 Prozent. „Wasser ist Leben. Momentan leiden alle Kulturen unter der Trockenheit. Mit Bewässerungseinrichtungen gibt es aber eine Möglichkeit, gegenzusteuern“, betont Frank.
HOFFNUNG AUF REGEN. Sollten noch ausreichende Niederschläge kommen, könnte sich die Situation während der verbleibenden Vegetationszeit teilweise erholen. „Wir haben jetzt Anfang August, da kann sich noch manches ändern.“ Gleichzeitig bergen punktuelle Starkregenereignisse zusätzliche Gefahren. Im hinteren Kaunertal wurden Ende Juni rund sechs Hektar Wiesen durch eine Mure vollständig zerstört. Die Beseitigung der meterhohen Ablagerungen und die Wiederherstellung der Flächen werden voraussichtlich mehrere hunderttausend Euro kosten.
ALMEN UNTER DRUCK. Auch auf den Almen ist die Lage angespannt. Das Almpersonal versucht laut LK-Bezirksobmann und Obmann des Tiroler Almwirtschaftsvereins Elmar Monz, die Tiere durch eine gezielte Weideführung auf geeignete Flächen zu bringen. „Aber wenn nicht bald genügend Regen kommt, müssen manche Almen früher abfahren. Zurück auf die Heimbetriebe wo genauso Futtermangel herrscht“, so Monz.
Attila Haidegger 






