Naturjuwel wiederbelebt
Renaturierung am Großen Tramser Weiher abgeschlossen – Land und Stadt investierten rund 170.000 Euro
Der rund 6.000 Quadratmeter große Tramser Weiher in Landeck gilt als echtes Naturjuwel – für Tiere, Pflanzen und Menschen. Um dieses wertvolle Naherholungsgebiet langfristig zu sichern, wurde in den vergangenen Monaten ein umfassendes Renaturierungsprojekt erfolgreich umgesetzt.
29. Juli 2025
Beim Lokalaugenschein anlässlich des Projektabschlusses dabei: Johannes Schönherr (Obmann Umweltausschuss Stadtgemeinde Landeck), Sabine Walter (Leiterin Umweltreferat Stadtgemeinde Landeck), Bgm. Herbert Mayer, LR René Zumtobel und VBgm. Mathias Niederbacher (v. l.) RS-Foto: Haidegger
Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 170.000 Euro, davon übernimmt das Land Tirol aus Mitteln der Naturschutzförderung rund 110.000 Euro. „Die Wasserzufuhr war in Trams immer wieder ein kritischer Punkt – ein instabiler Wasserhaushalt wirkt sich rasch negativ auf Flora und Fauna aus“, so Naturschutzlandesrat René Zumtobel beim Lokalaugenschein anlässlich des Projektabschlusses. Bgm. Herbert Mayer dazu: „Es war uns wichtig, den Teich wieder in einen ökologisch guten Zustand zu bringen. Die Gegend rund um den Weiher ist zudem auch als Naherholungsgebiet bei der Bevölkerung sehr beliebt, somit ist das Projekt auch wichtig für die Lebensqualität der Menschen.“
REVITALISIERTE WASSERFÜHRUNG. Die Bauarbeiten wurden während der Niedrigwasserperiode vergangenen Winter durchgeführt. Unter anderem wurde die Wasserentnahme am Hengstbach erneuert und der Waal zum Weiher instandgesetzt. Zur Regulierung der Wassermenge im Hengstbachwaal wurde dieser freigelegt und ein Trennungsbauwerk errichtet. Neben dem Waal wurde zudem ein Begleitweg angelegt. Da Fischarten wie Rotfedern bzw. Rotaugen keine natürlichen Fressfeinde im Weiher haben, mussten diese im Sommer 2024 aus dem Gewässer abgefischt und umgesiedelt werden.
NEUE AMPHIBIENZONE. Ein bisher bestehender Schilfbereich östlich des Weihers wurde zu einer artenreichen Amphibienzone umgestaltet. Durch Bepflanzung und die Trennung vom fischbesiedelten Bereich konnte ein geschützter Lebensraum für Libellen und Amphibien geschaffen werden. Erste Wiederansiedlungen sind bereits zu beobachten, so wurde beispielsweise die Libellenart Südlicher Blaupfeil schon nachgewiesen.
ZAHLREICHE FREIWILLIGE PFLEGEN DIE „WASSERWELT TRAMS“. Das Gebiet rund um den Tramser Weiher umfasst insgesamt vier Weiher, mehrere Bäche und kleinere Tümpel – die „Wasserwelt Trams“. Zahlreiche freiwillige Helfer aus der Umgebung engagieren sich ganzjährig, um das Gebiet zu pflegen und zu erhalten, ließ die Leiterin des Umweltreferats der Stadtgemeinde Landeck, Sabine Walter, wissen. Seinen besonderen Dank richtete LR René Zumtobel dabei an Wolfgang Egg.
NATUR PUR. Immer wieder gebe es Anfragen bei der Stadtgemeinde, den Weiher zu einer Badeanstalt umzumodeln. Dafür bräuchte es aber u. a. Toiletten, einen Bademeister, Duschen etc. Dazu findet der Bürgermeister klare Worte: „Der Tramser Weiher ist tabu“, und das sehe auch der Gemeinderat so. Auch Fischen ist nicht erlaubt, Schwimmen nur auf eigene Gefahr. Generell plädieren die Verantwortlichen auf einen sorgsamen Umgang mit dem Naturjuwel. Denn: Die Revitalisierung zeigt bereits Wirkung. Mittlerweile gibt es neben Fröschen, Kröten und Salamandern auch 35 verschiedene Libellenarten, die man mit nur ein klein wenig Geduld problemlos zu Gesicht bekommen kann. Ein Fischreiher ließ sich während des Lokalaugenscheins ebenfalls blicken – Natur pur.
REVITALISIERTE WASSERFÜHRUNG. Die Bauarbeiten wurden während der Niedrigwasserperiode vergangenen Winter durchgeführt. Unter anderem wurde die Wasserentnahme am Hengstbach erneuert und der Waal zum Weiher instandgesetzt. Zur Regulierung der Wassermenge im Hengstbachwaal wurde dieser freigelegt und ein Trennungsbauwerk errichtet. Neben dem Waal wurde zudem ein Begleitweg angelegt. Da Fischarten wie Rotfedern bzw. Rotaugen keine natürlichen Fressfeinde im Weiher haben, mussten diese im Sommer 2024 aus dem Gewässer abgefischt und umgesiedelt werden.
NEUE AMPHIBIENZONE. Ein bisher bestehender Schilfbereich östlich des Weihers wurde zu einer artenreichen Amphibienzone umgestaltet. Durch Bepflanzung und die Trennung vom fischbesiedelten Bereich konnte ein geschützter Lebensraum für Libellen und Amphibien geschaffen werden. Erste Wiederansiedlungen sind bereits zu beobachten, so wurde beispielsweise die Libellenart Südlicher Blaupfeil schon nachgewiesen.
ZAHLREICHE FREIWILLIGE PFLEGEN DIE „WASSERWELT TRAMS“. Das Gebiet rund um den Tramser Weiher umfasst insgesamt vier Weiher, mehrere Bäche und kleinere Tümpel – die „Wasserwelt Trams“. Zahlreiche freiwillige Helfer aus der Umgebung engagieren sich ganzjährig, um das Gebiet zu pflegen und zu erhalten, ließ die Leiterin des Umweltreferats der Stadtgemeinde Landeck, Sabine Walter, wissen. Seinen besonderen Dank richtete LR René Zumtobel dabei an Wolfgang Egg.
NATUR PUR. Immer wieder gebe es Anfragen bei der Stadtgemeinde, den Weiher zu einer Badeanstalt umzumodeln. Dafür bräuchte es aber u. a. Toiletten, einen Bademeister, Duschen etc. Dazu findet der Bürgermeister klare Worte: „Der Tramser Weiher ist tabu“, und das sehe auch der Gemeinderat so. Auch Fischen ist nicht erlaubt, Schwimmen nur auf eigene Gefahr. Generell plädieren die Verantwortlichen auf einen sorgsamen Umgang mit dem Naturjuwel. Denn: Die Revitalisierung zeigt bereits Wirkung. Mittlerweile gibt es neben Fröschen, Kröten und Salamandern auch 35 verschiedene Libellenarten, die man mit nur ein klein wenig Geduld problemlos zu Gesicht bekommen kann. Ein Fischreiher ließ sich während des Lokalaugenscheins ebenfalls blicken – Natur pur.
Zahlreiche seltene Amphibien, aber auch Krebse, Fische und vielfältige Pflanzenarten sind in dem etwa 6.000 Quadratmeter großen Teich heimisch. RS-Foto: Haidegger
Attila Haidegger 






