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Seit Jahrhunderten beliebt

Kaunertal feiert 400 Jahre Kuratie Kaltenbrunn

Das ganze Tal war auf den Beinen, Gäste kamen aus dem gesamten Oberland, selbst Diözesanbischof Hermann Glettler ließ es sich nicht nehmen, an diesem Fest teilzunehmen.

26. Oktober 2026
Seit Jahrhunderten beliebt
Einzug der hohen Geistlichkeit mit Bischof Hermann Glettler und den Ehrengästen Foto: Luis Pircher
Kaltenbrunn ist natürlich schon viel länger ein beliebtes Wallfahrtsziel, aber vor 400 Jahren erhob der Fürstbischof von Brixen Kaltenbrunn zu einer Kuratie (Vorstufe zur Pfarre) mit dem Privileg, einen eigenen Seelsorger zu haben. Schon im folgenden Jahr errichtete die Gemeinde ihrem Seelsorger ein Widum. Diese und viele weitere Informationen über Kaltenbrunn sind in dem von dem im vergangenen Jahr verstorbenen Historiker und Kaunertal-Kenner Martin Frey gründlich recherchierten Buch zu finden. Zum Jubiläum wurde das Buch auf den Unterlagen von Frey aufbauend von Günther Zauner mit Unterstützung von Christian Larcher (Werbezimmer – Design und Grafik), Christina Schnegg und Rosmarie Lentsch (Korrekturlesen) fertiggestellt.

ZUGANG ERNEUERT. Die Stützmauer beim Zugang zur Kirche musste saniert werden, um weiterhin einen sicheren Zugang zur Kirche zu gewähren. Mit Unterstützung des Bundesdenkmalamts und des Bauamts der Diözese wurde eine Lösung gefunden. Die alten Steine wurden wiederverwendet und der Zugang konnte so weit verbreitert werden, dass nun auch ein sichererer Winterzugang (Gefahr von Dachlawinen und Eisfall) geschaffen werden konnte. Die Gesamtbaukosten betrugen 260.000 Euro und konnten durch Zuschüsse des Bundesdenkmalamts, Land Tirol, Landesgedächtnisstiftung, Gemeinde Kaunertal, TVB, durch eine Baustein-Aktion und durch viele freiwillige Spenden gestemmt werden. „Über zusätzliche Spenden würde sich die Kasse der Pfarre weiterhin freuen“, meinte Pfarrökonom Erwin Eckhart. Die Kosten für die Baumaßnahmen konnten durch viele Eigenleistungen verhältnismäßig gering gehalten werden, so Eckhart.

DIGITALER PILGERWEG. TVB-GF Dietmar Walser stellte während der Feier den neuen digitalen Pilgerweg nach Kaltenbrunn vor. Der 7,7 Kilometer lange Wunderpfad startet beim TVB-Infobüro Prutz und führt über acht Stationen – darunter stille Kapellen und Bildstöcke – nach Kaltenbrunn. Ein am Start angebrachter QR-Code öffnet die Route am Smartphone (ohne App). Rosmarie Lentsch bedankte sich im Namen des Kirchenrats bei allen, die beim Buchprojekt, bei der Erneuerung der Stützmauer, beim digitalen Pilgerweg und beim Dienst in der Pfarre mitarbeiteten.

QUELLE DER VERSÖHNUNG. Bischof Glettler feierte eine beeindruckende heilige Messe gemeinsam mit Dekan Franz Hinterholzer, Diakon Thomas Schmidt, dem Singkreis Kaltenbrunn unter Markus Raich und mit Unterstützung von Streichern und Sängern. In seiner Predigt verwies der Bischof auf die Bedeutung der Wallfahrtskirche als eine Quelle der Versöhnung für alle Gläubigen. Die Musikkapelle Kaunertal und die Schützenkompanie Kaunertal begrüßten die Festgäste mit Musik und Ehrensalve.
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Pfarrkirche Kaltenbrunn: Der Chor wurde 1502 geweiht, das Langhaus 1533 fertiggestellt, die Kirche 1592 geweiht, der Turm 1669 fertiggestellt – mehr im Buch von Martin Frey. Foto: Luis Pircher
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In der Kapelle findet man eine Ausstellung zu 400 Jahre Kuratie Kaltenbrunn. Foto: Luis Pircher
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Das von Martin Frey recherchierte und von einem Team der Pfarre fertiggestellte Buch Foto: Luis Pircher

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