Skepsis schwindet
Sommer-FuZo: LG-Obmann Winkler zieht positives Fazit
Die Sommerfußgängerzone in der Malser Straße in Landeck endete am 6. September und wird vorerst bis zum nächsten Jahr pausieren. Zum dritten Mal war der zentrale Abschnitt autofrei und verwandelte sich in eine Flaniermeile. Was anfangs stark kontrovers diskutiert wurde, stößt mittlerweile auf breitere Zustimmung.
16. September 2025
Die Landecker Sommerfußgängerzone ist beendet und macht bis nächstes Jahr Pause. RS-Foto: Tiefenbacher
Die SPÖ brachte die Idee einer Fußgängerzone bereits vor der Pandemie ein, damals jedoch mit wenig Rückhalt – vor allem bei der ÖVP und Teilen der Kaufmannschaft. 2023 griff die Liste „Zukunft Landeck – sozialdemokratisch und parteifrei“ den Vorschlag erneut auf, und ein erster Testlauf wurde vom Gemeinderat, auch mit den Stimmen der ÖVP-Fraktion, ermöglicht. Die Verkehrsberuhigung im Stadtzentrum wird gut angenommen: 72 Prozent der Anwohner und rund die Hälfte der Unternehmer sprechen sich dafür aus, wie eine Umfrage des Innsbrucker Instituts für Marktforschung im Jahr 2023 zeigte. „Der neue Freiraum wird von Bürgern, Gästen und Betrieben gleichermaßen geschätzt. Dieses Potenzial wollen wir weiterentwickeln – zum Nutzen der Stadt und der Region“, gibt Talkesselmanager Florian Schweiger einen Ausblick auf kommende Maßnahmen.
EVALUATION GEPLANT. Die geplanten Erhebungen durch den Uni-Campus Landeck für 2024 und 2025 entfielen aus organisatorischen Gründen, sodass eine durchgehende wissenschaftliche Begleitung fehlt. 2026 soll eine umfassendere Untersuchung erfolgen – diesmal gemeinsam mit der Talkesselmarketing GmbH und der Digitalen Region Landeck. „Dann haben wir Vergleichsdaten aus drei Jahren und wissen genau, wo wir nachjustieren müssen“, erklärt Schweiger. Eine erneute Kooperation mit dem Uni-Campus ist ebenfalls geplant.
SKEPSIS VERRINGERT. In der Leistungsgemeinschaft (LG) gab es anfangs Vorbehalte, die sich mit den Testläufen jedoch abgeschwächt haben. „Die anfängliche Kritik hat nachgelassen. Manchmal muss man einfach Neues ausprobieren“, sagt LG-Obmann Gabriel Winkler. Auch er gehörte zunächst zu den Skeptikern, sieht die Zone heute aber überwiegend positiv: „Vor allem an Tagen mit hoher Besucherfrequenz entsteht eine Wohlfühlatmosphäre, die Besucher zum Verweilen einlädt und den Aufenthalt verlängert.“ Gleichzeitig weist Winkler auf Schattenseiten hin: Bei geringer Besucherfrequenz wirkt die Stimmung eher gedrückt. Die LG sieht daher Nachbesserungsbedarf: Begrünung, zusätzliche Sitzgelegenheiten und Möblierung könnten die Zone aufwerten. Aufgrund knapper Budgets ziehen sich diese Maßnahmen jedoch in die Länge.
PRAKTISCHE UMSETZUNG. LG-Obmann Winkler sprach weitere Punkte an: Ein nächtliches Durchfahrverbot halte er für unnötig, da die Bereiche vor den Gaststätten in den Abendstunden kaum genutzt würden und die Stadt dadurch eher ausgestorben wirke. Stattdessen setzt er auf gezielte Verkehrsberuhigung durch Möblierung und Grünflächen.
EVALUATION GEPLANT. Die geplanten Erhebungen durch den Uni-Campus Landeck für 2024 und 2025 entfielen aus organisatorischen Gründen, sodass eine durchgehende wissenschaftliche Begleitung fehlt. 2026 soll eine umfassendere Untersuchung erfolgen – diesmal gemeinsam mit der Talkesselmarketing GmbH und der Digitalen Region Landeck. „Dann haben wir Vergleichsdaten aus drei Jahren und wissen genau, wo wir nachjustieren müssen“, erklärt Schweiger. Eine erneute Kooperation mit dem Uni-Campus ist ebenfalls geplant.
SKEPSIS VERRINGERT. In der Leistungsgemeinschaft (LG) gab es anfangs Vorbehalte, die sich mit den Testläufen jedoch abgeschwächt haben. „Die anfängliche Kritik hat nachgelassen. Manchmal muss man einfach Neues ausprobieren“, sagt LG-Obmann Gabriel Winkler. Auch er gehörte zunächst zu den Skeptikern, sieht die Zone heute aber überwiegend positiv: „Vor allem an Tagen mit hoher Besucherfrequenz entsteht eine Wohlfühlatmosphäre, die Besucher zum Verweilen einlädt und den Aufenthalt verlängert.“ Gleichzeitig weist Winkler auf Schattenseiten hin: Bei geringer Besucherfrequenz wirkt die Stimmung eher gedrückt. Die LG sieht daher Nachbesserungsbedarf: Begrünung, zusätzliche Sitzgelegenheiten und Möblierung könnten die Zone aufwerten. Aufgrund knapper Budgets ziehen sich diese Maßnahmen jedoch in die Länge.
PRAKTISCHE UMSETZUNG. LG-Obmann Winkler sprach weitere Punkte an: Ein nächtliches Durchfahrverbot halte er für unnötig, da die Bereiche vor den Gaststätten in den Abendstunden kaum genutzt würden und die Stadt dadurch eher ausgestorben wirke. Stattdessen setzt er auf gezielte Verkehrsberuhigung durch Möblierung und Grünflächen.





