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Die Landecker Volkstumsgruppe

15. September 2026
Die Landecker Volkstumsgruppe
Foto: Mathis
Offiziell gegründet wurde die Landecker Volkstumsgruppe im Jahr 1950, bereits kurz davor muss es erste Auftritte gegeben haben. In einem Zeitungsbericht von einem großen Waldfest auf der Trams im Jahr 1949 hieß es: „Eine aus Land­ecker Musikanten neugebildete S­chuhplattlergruppe gab unter Heini Unterhuber bei herzlichem Applaus Volkstänze zum Besten.“ Die Gruppe hat ihre Wurzeln in der Landecker Stadtmusikkapelle, bald zeichnete eine „kleine Partie“ unter Luis Braunhofer für den musikalischen Teil verantwortlich. Gleichzeitig gab es in der KAJ-Jugend eine Gruppe von Burschen und Mädchen, die unter der Anleitung von Lehrer Franz Peskolderung Volkstänze einstudiert hat. Diese beiden Formationen taten sich zusammen, und zusätzlich übernahm Paula Tiefenbacher, eine bekannte Sängerin und Jodlerin, mit einigen Mädchen den gesanglichen Teil. Leiter der Gruppe war Heinrich Unterhuber, maßgeblich in der frühen Phase waren Sepp Höflinger und Erich Schweißgut beteiligt, die später auch zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden. Die ersten Auftritte fanden im Hotel Sonne statt, 1954 übersiedelte man ins Vereinshaus. Im Jahr 1960 absolvierten die Land­ecker Schuhplattler ihre erste große Auslandsfahrt nach Frankreich, danach gehörten Auslandsauftritte zum jährlichen Fixprogramm. In den 1970ern trat man im Sommer mindestens zweimal pro Woche im Vereinshaus auf, dazwischen auch noch in Hotels im ganzen Bezirk. Anfang der 1990er-Jahre, kurz nach dem 40-Jahr-Jubiläum, hat sich der Verein aufgelöst.
Die Volkstumsgruppe Landeck in den 1950ern: Franz Singer, Othmar Kohler, Walter Steinlechner, Alois Braunhofer, Heinrich Unterhuber, Josef Höflinger, Ernst Zangerl, Erich Schweißgut und Johann Zangerl (h.v.l.), Robert Zangerl, Anni Zangerl, Annemarie Kathrein (verh. Zangerl), Paula Tiefenbacher, Traudl Braumann (verh. Zangerl), Sophie Zangerl (verh. Platter) und Werner Wachter (vorne v.l.). Foto: Mathis

Dieser Beitrag stammt aus dem Buch „Vom Meisterjodler zu Heavy Metal“ von Manfred Jenewein. Es kostet 25 Euro und ist in der Tyrolia, beim Grissemann oder bei manfred.jenewein@aon.at erhältlich.

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