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„Doch dazwischen kam die Liebe“

Ein Abend für alle Sinne im Zuge der Nacht der Kultur begeisterte Bichlbach

Mit einer Ausstellung, die sich auf das Edelweiß fokussierte, einer Lesung zu genialen Frauen und zur Abrundung musikalische Werke – so kamen alle Besucher in der Nacht der Kultur auf ihre Kosten.
14. Oktober 2025 | von Maria Kofelenz
Eva-Maria Kleiner, Ulrike Aicher, Claudia Lang-Forcher und Christine Schneider (v. l.), die vier genialen Frauen, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben. RS-Fotos: M. Kofelenz
Am Samstagabend startete um 18 Uhr in Bichlbach die Huanza-Veranstaltung mit dem Titel „Ein Abend für alle Sinne“. Nach einer Begrüßung durch den Obmann des Zunftmuseums, Paul Strolz, sprach Jürgen Gerrmann. Er erzählte, dass man meist von den Großeltern ein Bild hat, das sehr positiv ist und man meist vergisst, wie anstrengend und schwierig das Leben von Oma und Opa gewesen sein musste. Er erklärte, dass die Oma von Christine Schneider, der Künstlerin dieses Abends, für eine Generation steht, in der die Frauen doppelt so stark sein mussten wie in anderen. Chris-tine erzählte, dass ihre Oma viele Schmerzen und Leid erleben musste, auch eine harte Zeit in den Bergen hinter sich hatte. Was sie aber nie vergessen wird, ist, dass sie an manchen Tagen das Lied vom Edelweiß „Das schönste Bliamerl“ gesungen hat. Daher trägt die Ausstellung auch den Titel dieses Liedes und ist ganz ihrer Oma gewidmet.

DREIFACHE GENIALITÄT. Zur Eröffnung der Ausstellung las Claudia Lang-Forcher von drei genialen Frauen. Sie begann mit einer Geschichte von Mileva Einstein-Maric, einer engagierten Physikstudentin, die aufgrund dessen, dass sie während des Studiums ihrem Mann, Albert Einstein, begegnete, es nie zur Physikerin und Mathematikerin geschafft hatte und was sie alles wegen ihm verloren hatte. Unter dem Titel „Doch dazwischen kam die Liebe“ erzählte sie nicht nur von dieser brillanten Wissenschaftlerin, sondern auch die Geschichte von Dr. Anna Dengel, die sich für das, wofür sie sich begeisterte, einsetzte und so 50 Krankenhäuser gründete, auch wenn es schwer war. Weiters trug Claudia ein Interview mit einer Zwangsarbeiterin vor, die schließlich im Bezirk Reutte heiratete, um hier- bleiben zu dürfen.  Untermalt wurde diese Veranstaltung von Liedern, die von Ulrike Aicher geschrieben und gesungen wurden, dabei erhielt sie Unterstützung von Eva-Maria Kleiner. Diese beiden Frauen begeisterten mit ihrem Gesang alle Besucher.

QUER DURCHS AUSSERFERN.Diese Veranstaltung fand im Zuge der Nacht der Kultur statt, wofür im ganzen Außerfern Museen und Galerien ihre Türen öffneten. Darunter waren in Vils die Hammerschmiede, in Reutte Kinderbasteln und Führungen im Museum im Grünen Haus, das Museum auf Ehrenberg, in Höfen das Flugzeugmuseum Hangar SW, Ausstellungen in der Zeillergalerie und im Gemeindeamt Breitenwang. Führungen in der Südtiroler Siedlung und eine Ausstellung mit Musik in der Floriankapelle ergänzten den Kulturreigen. Zahlreiche Interessierte nutzten den Abend, um die eine oder andere Lokalität aufzusuchen.

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