Gegossene Schicksale
Die „Schwabenkinder“ waren Thema eines Bronzegussworkshops
Im Rahmen eines Bronzeguss-Workshops setzte sich die 3. Klasse „Bildhauerei“ der Fachschule für Kunsthandwerk und Design in Elbigenalp intensiv mit dem historischen Thema der Schwabenkinder auseinander.
Sabine Schretter
29. Juni 2026
Die dritte Klasse „Bildhauerei“ der Fachberufsschule für Kunsthandwerk und Design tauchte in einem fachkundig geleiteten Workshop in die Kunst und Faszination des Bronzegusses ein. Fotos: Fachberufsschule für Kunsthandwerk und Design
Gemeinsam mit Fachlehrer Hans-Peter Prandstätter beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler zunächst mit den Lebensgeschichten jener Kinder, die früher aus Tirol und Vorarlberg nach Schwaben zogen, um dort als Arbeitskräfte ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Die Auseinandersetzung mit den oftmals bewegenden Schicksalen führte zu einem tiefen Verständnis dieses Kapitels der Regionalgeschichte. Aus den gesammelten Eindrücken entstanden erste Entwürfe, die anschließend in Plastilin modelliert wurden. Unter der fachkundigen Leitung des Samnauner Bildhauers Helmut Tschiderer, der sich seit vielen Jahren intensiv mit dem Bronzeguss beschäftigt, wurden die Kleinplastiken schließlich im traditionellen Sandgussverfahren in Bronze gegossen. Der Workshop ermöglichte den Schülerinnen und Schülern, wertvolle praktische Erfahrungen zu sammeln und zugleich einen umfassenden Einblick in die anspruchsvolle Technik des Bronzegusses zu gewinnen.
Von der Gussform in die Wunderkammer. Die entstandenen Figuren verbinden historische Inhalte mit künstlerischer Gestaltung und laden dazu ein, sich mit dem Thema der Schwabenkinder auseinanderzusetzen. Die Schülerinnen und Schüler hoffen, dass ihre Werke die Besucherinnen und Besucher zum Nachdenken anregen und berühren. Die Bronzeplastiken sind seit dem 18. Juni im Rahmen der Sonderausstellung „D’ Lechtler Schwåbakind: Schwabenkinder einst – Straßenkinder heute“ in der Wunderkammer in Elbigenalp zu sehen. An der Konzeption und Gestaltung der Ausstellung waren auch die beiden Fachlehrer Michael Bachnetzer und Christian Meis maßgeblich beteiligt. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung gefördert. Die Schülerinnen und Schüler bedanken sich herzlich bei Helmut Tschiderer für die fachkundige Begleitung des Workshops sowie bei ihren Lehrpersonen, die ihnen diese besondere Erfahrung ermöglicht haben.
Von der Gussform in die Wunderkammer. Die entstandenen Figuren verbinden historische Inhalte mit künstlerischer Gestaltung und laden dazu ein, sich mit dem Thema der Schwabenkinder auseinanderzusetzen. Die Schülerinnen und Schüler hoffen, dass ihre Werke die Besucherinnen und Besucher zum Nachdenken anregen und berühren. Die Bronzeplastiken sind seit dem 18. Juni im Rahmen der Sonderausstellung „D’ Lechtler Schwåbakind: Schwabenkinder einst – Straßenkinder heute“ in der Wunderkammer in Elbigenalp zu sehen. An der Konzeption und Gestaltung der Ausstellung waren auch die beiden Fachlehrer Michael Bachnetzer und Christian Meis maßgeblich beteiligt. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung gefördert. Die Schülerinnen und Schüler bedanken sich herzlich bei Helmut Tschiderer für die fachkundige Begleitung des Workshops sowie bei ihren Lehrpersonen, die ihnen diese besondere Erfahrung ermöglicht haben.







