Lechtaler Mundart ist Kulturgut
Werner Friedle präsentierte sein Buch „Lechtlerisch gredt“ in der Wunderkammer Elbigenalp
2. September 2025 | von
Johannes Pirchner
Werner Friedle stellte sein Buch „Lechtlerisch gredt“ vor. Foto: Wintergerst
Begrüßt wurde der Autor von Mathilde Schlichtherle, die die Bedeutung des Werks für das Lechtal betonte. Das Buch umfasst 250 Seiten und über 225 Bilder – gesammelt, geordnet und dokumentiert von Werner Friedle. Die Idee zum Buch stammt ursprünglich von seinem Cousin und langjährigen Bergfreund, Peter Friedle, dem früheren Schulinspektor, der 2023 völlig unerwartet verstarb. „Iatz bin i alloa und probiers halt“, sagte Werner Friedle bewegend – und führte das gemeinsame Herzensprojekt alleine zu Ende. Nun wurde das Ergebnis präsentiert, das sich sehen lassen kann.
VIELFALT UND TIEFE. Friedle führte mit seiner herzlichen Art durch sein Werk, in dem Anekdoten und Hintergrundinfos vorgestellt wurden. Das Buch selbst ist in 16 Kapiteln mit verschiedenen Themenschwerpunkten geordnet – etwa Alltag, Religion, Berufswelt oder Kulinarik. Beispielhaft nennt Friedle Wörter wie „Schpritzkübel“ für Gießkanne, „Schpegguliereisa“ für Brille oder „Zieger“ für Topfen/Quark. Auch Berufe wie der „Ochsner“ – Hirte – finden sich wieder. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Bedeutungen und der oftmals schwierigen Übertragung ins Hochdeutsche. Humorvolle Kapitel, etwa orginelle Lechtaler Schimpfwörter oder Kosenamen, runden das Werk ab. Auch Bezirksgeschichte, Gedichte und Hintergründe finden sich in den Kapiteln.
SPURENSUCHE UND KONTINUITÄT. Die Arbeit Friedles steht nicht isoliert. Schon 2011 hatte er eine Broschüre zur Lechtaler Mundart verfasst. Auch Anton Falger – dem sich aktuell die Geierwallybühne widmet – sammelte rund 300 Wörter aus dem Lechtal. Wer genau hinhört, erkennt schnell die Spuren dieser Vorgänger – Friedles Werk baut darauf auf und führt sie weiter.
IDENTITÄT BEWAHREN UND STÄRKEN. Mundart ist weit mehr als bloße Sprache. Sie vermittelt Vertrautheit, schafft Gemeinschaftsgefühl und Zusammenhalt. Sie ist gelebtes Kulturgut – ein Ausdruck von Heimat und Zugehörigkeit. Besonders in einer globalisierten Welt kommt ihr neue Bedeutung zu: als verbindendes Element über Generationen hinweg. Bezirkschronist Johannes Pirchner gratulierte Werner Friedle für seinen Beitrag zur Bewahrung der Bezirksgeschichte und der Lechtaler Identität. Gerade die mündliche Überlieferung sei es, die Friedle und alle Beteiligten auf eindrucksvolle Weise durch dieses Werk bewahren konnten.
DIE VERGANGENHEIT FÜR ZUKUNFT. Friedles Buch zeigt: Dialekt ist nicht rückwärtsgewandt, sondern zukunftsfähig. Gerade bei jungen Menschen wird Mundart wieder modern – als Teil einer bewussten Rückbesinnung auf regionale Wurzeln. „Lechtlerisch gredt“ ist damit auch ein Appell, Sprache als Teil der kulturellen Identität zu fördern, zu bewahren – und mit Leben zu füllen. Eine Gratulation gilt allen Mitwirkenden, die dieses wertvolle Projekt möglich gemacht haben. Das Buch ist für Lechtaler und Nichtlechtaler ein großes Lesevergnügen.
VIELFALT UND TIEFE. Friedle führte mit seiner herzlichen Art durch sein Werk, in dem Anekdoten und Hintergrundinfos vorgestellt wurden. Das Buch selbst ist in 16 Kapiteln mit verschiedenen Themenschwerpunkten geordnet – etwa Alltag, Religion, Berufswelt oder Kulinarik. Beispielhaft nennt Friedle Wörter wie „Schpritzkübel“ für Gießkanne, „Schpegguliereisa“ für Brille oder „Zieger“ für Topfen/Quark. Auch Berufe wie der „Ochsner“ – Hirte – finden sich wieder. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Bedeutungen und der oftmals schwierigen Übertragung ins Hochdeutsche. Humorvolle Kapitel, etwa orginelle Lechtaler Schimpfwörter oder Kosenamen, runden das Werk ab. Auch Bezirksgeschichte, Gedichte und Hintergründe finden sich in den Kapiteln.
SPURENSUCHE UND KONTINUITÄT. Die Arbeit Friedles steht nicht isoliert. Schon 2011 hatte er eine Broschüre zur Lechtaler Mundart verfasst. Auch Anton Falger – dem sich aktuell die Geierwallybühne widmet – sammelte rund 300 Wörter aus dem Lechtal. Wer genau hinhört, erkennt schnell die Spuren dieser Vorgänger – Friedles Werk baut darauf auf und führt sie weiter.
IDENTITÄT BEWAHREN UND STÄRKEN. Mundart ist weit mehr als bloße Sprache. Sie vermittelt Vertrautheit, schafft Gemeinschaftsgefühl und Zusammenhalt. Sie ist gelebtes Kulturgut – ein Ausdruck von Heimat und Zugehörigkeit. Besonders in einer globalisierten Welt kommt ihr neue Bedeutung zu: als verbindendes Element über Generationen hinweg. Bezirkschronist Johannes Pirchner gratulierte Werner Friedle für seinen Beitrag zur Bewahrung der Bezirksgeschichte und der Lechtaler Identität. Gerade die mündliche Überlieferung sei es, die Friedle und alle Beteiligten auf eindrucksvolle Weise durch dieses Werk bewahren konnten.
DIE VERGANGENHEIT FÜR ZUKUNFT. Friedles Buch zeigt: Dialekt ist nicht rückwärtsgewandt, sondern zukunftsfähig. Gerade bei jungen Menschen wird Mundart wieder modern – als Teil einer bewussten Rückbesinnung auf regionale Wurzeln. „Lechtlerisch gredt“ ist damit auch ein Appell, Sprache als Teil der kulturellen Identität zu fördern, zu bewahren – und mit Leben zu füllen. Eine Gratulation gilt allen Mitwirkenden, die dieses wertvolle Projekt möglich gemacht haben. Das Buch ist für Lechtaler und Nichtlechtaler ein großes Lesevergnügen.