Von Reutte nach Cles
Städtepartnerschaft bringt Menschen zusammen
28. Juli 2025 | von
Johannes Pirchner
Reuttes „Drei-Tannen-Hymne“ wurde von den Clesern mit Freude aufgenommen. Foto: Kopeinig
Das Lech Groove Orchestra gas-tierte beim renommierten Jazzfestival TrentinoInJazz in Cles und sorgte für Begeisterung. Der Konzertbesuch in Cles war mehr als nur ein Auftritt – es war ein kultureller Brückenschlag über die Alpen hinweg. Bereits Mittwochfrüh machten sich 22 Musikerinnen und Musiker des Lech Groove Orchestra mit drei Kleinbussen auf den Weg ins Trentino. Empfangen von der Direktorin der Musikschule Cles und begleitet von ersten Wetterkapriolen, zeigte sich pünktlich zum Soundcheck am Abend die Sonne: Ein Sommerabend wie aus dem Bilderbuch. Das Konzert auf der Piazza Municipio bot eine imposante Kulisse. Vor dem Palazzo Assessorile – architektonisch an den Palazzo Vecchio in Florenz erinnernd – eröffnete das Orchester unter der musikalischen Leitung von Andreas Kopeinig mit der eigens für Reuttes Stadterhebung komponierten Hymne „Die drei Tannen von Reutte“. Von Klassikern Glenn Millers über Stücke von Stevie Wonder bis zu Bigband-Titeln von Sammy Nestico reichte das Repertoire. Die Solisten Doris Werth, Benjamin Ziernhöld und Berti Lampert überzeugten ebenso wie die gefeierten Gesangseinlagen von Jutta Wagener und Uwe Schleinkofer. Die emotionale Verbindung zwischen Publikum und Musikern gipfelte in der Zugabe „Mustang Sally“, bei der das Publikum stimmlich eingebunden wurde. Der tosende Applaus war ein deutliches Zeichen: Diese Partnerschaft lebt. Auch auf institutioneller Ebene wurden neue Impulse gesetzt – die Direktorin der Musikschule Cles plant für 2026 ein Euregio-Projekt mit Beteiligung aus Nordtirol, Südtirol und dem Trentino. Zum Abschluss der Reise erkundete die Gruppe die Musikschule von Cles – traumhaft auf einem Hügel gelegen – und genoss einen entspannten Ausklang am Seeufer. Die Musikerinnen und Musiker des Lech Groove Orchestra kehrten mit vielen Eindrücken und einem gestärkten Gemeinschaftsgefühl zurück nach Reutte. Die Reise zeigt eindrucksvoll, wie kulturelle Begegnungen im Rahmen einer Städtepartnerschaft nicht nur Bühnen, sondern auch Herzen verbinden können.