Zwischen Hoffnung und Entbehrung
Neuauflage der „Schwabenkinder“ auf der Geierwally Freilichtbühne
Mit der Premiere des Theaterstücks „Schwabenkinder“ ist die Geierwally-Freilichtbühne am 4. Juli eindrucksvoll in die diesjährige Spielsaison gestartet. Vor der imposanten Naturkulisse der Bernhardstalschlucht wird das Publikum heuer in ein bewegendes Kapitel der Tiroler Geschichte entführt.
14. Juli 2026
Das vor 30 Jahren uraufgeführte Stück der Autorin Claudia Lang-Forcher berührt mit seiner eindringlichen Geschichte über Armut, Mut und Hoffnung. Zugleich beweist die Aufführung einmal mehr, dass auf der „Duarfer“ Geierwally-Freilichtbühne Laientheater auf höchstem Niveau geboten wird.
EIN STÜCK TIROLER GESCHICHTE. Bis weit in die 1950er-Jahre zählte das Lechtal zu den ärmsten Regionen Tirols. Die Menschen lebten überwiegend von der kargen Landwirtschaft, deren Erträge für kinderreiche Familien oft nicht ausreichten. Um ihr Überleben zu sichern, waren viele gezwungen, zusätzliche Einkommensquellen zu erschließen. Während die Männer als Saisonarbeiter in die Fremde gingen, mussten auch zahlreiche Kinder zum Familieneinkommen beitragen. Jahr für Jahr zogen sie im Frühjahr in Gruppen zu Fuß nach Oberschwaben, wo sie auf sogenannten Gesindemärkten als Hirten oder landwirtschaftliche Arbeitskräfte vermittelt wurden. Trotz verschärfter Schulgesetze zu Beginn des 20. Jahrhunderts hielt sich die „Schwabengängerei“ vereinzelt bis in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Das Theaterstück greift dieses historische Schicksal auf und erzählt die Geschichte jener Kinder, die fernab ihrer Heimat unter härtesten Bedingungen arbeiteten – geprägt von Entbehrung, Heimweh und der Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
DIE PREMIERE. Obmann Marc Baldauf eröffnete den Premierenabend mit anerkennenden Worten für Autorin Claudia Lang-Forcher, der es gelungen sei, ein sensibles und zugleich eindrucksvolles Stück auf die Bühne zu bringen. Besonders hob er den außergewöhnlichen Einsatz der insgesamt 22 Kinder hervor, die an der diesjährigen Produktion mitwirken. Sein Dank galt ebenso dem Regieteam Roland Silbernagel und Julia Amprosi, das die Schauspieler mit viel Geduld, Herzblut und Motivation auf ihre Rollen vorbereitet hatte. Große Anerkennung sprach Baldauf außerdem dem musikalischen Talent Christof Kammerlander, dem künstlerischen Leiter Bernhard Wolf sowie den zahlreichen freiwilligen Helfern hinter den Kulissen aus. Ob Bühnenbau, Technik, Beleuchtung, Maske, Organisation, Kartenverkauf oder die Unterstützung durch Vereine – sie alle tragen Jahr für Jahr dazu bei, dass die Geierwally-Freilichtbühne ihrem hervorragenden Ruf gerecht wird. Auch Bürgermeister Markus Gerber begrüßte die Besucherinnen und Besucher herzlich und freute sich über den Auftakt der Spielsaison vor ausverkauften Reihen. Unter den Ehrengästen befanden sich unter anderem Pfarrer Sinto mit Schwester Irene, Vertreter des Kulturvereins Umhausen, der neue Landtagsabgeordnete Florian Klotz, zahlreiche Bürgermeister der Region, Autorin Claudia Lang-Forcher, Dr. Michael Schwarzkopf von der Plansee Group, Autor Ulli Prem, Reinhard Heiserer von „Jugend Eine Welt“, die Landesobfrau des Theaterverbandes, Beate Palfrader, sowie Ehrenobmann Hermann Baldauf. Für LA Florian Klotz war der Premierenabend zugleich der erste offizielle Termin in seiner neuen Funktion. Umso größer war seine Freude, an einen Ort zurückzukehren, mit dem ihn eine persönliche Geschichte verbindet: Einst stand er selbst als Schauspieler auf der Geierwally-Bühne und war später auch hinter den Kulissen in der Bühnentechnik tätig. Die herzliche Begrüßung bezeichnete er als einen besonderen Moment. Auch NA Margreth Falkner gratulierte dem gesamten Ensemble zu seiner beeindruckenden Leistung. Sie dankte allen Mitwirkenden für ihr großes Engagement und brachte die besondere Atmosphäre der Freilichtbühne mit treffenden Worten auf den Punkt: „Zwischen Himmel und Felsen wird dieses Theater immer zu einem Ereignis, das noch lange nach dem letzten Applaus nachhallt.“
BEWEGENDES SCHAUSPIEL. Unter der Regie von Roland Silbernagel und mit Unterstützung von Regieassistentin Julia Amprosi gelingt es dem Ensemble eindrucksvoll, die Schicksale der Schwabenkinder lebendig werden zu lassen. Mit authentischem Spiel, großer Ausdruckskraft, viel Feingefühl und einem atemberaubenden Bühnenbild vermittelt es am Beispiel zweier Bauernfamilien auf berührende Weise die Sorgen, Hoffnungen und Sehnsüchte der damaligen Zeit. Besonders die jungen Darsteller überzeugen mit bemerkenswerter Natürlichkeit und verleihen dem Stück eine außergewöhnliche Authentizität, ohne dass humorvolle Momente zu kurz kommen. Einen wesentlichen Beitrag zur emotionalen Wirkung des Abends leistet die eigens für das Stück komponierte Musik von Christof Kammerlander. Feinfühlig begleitet sie das Geschehen auf der Bühne und verstärkt die berührenden Momente. Vor allem das zentrale musikalische Thema bleibt lange im Gedächtnis: Eine melancholische und zugleich hoffnungsvolle Melodie verbindet die sanften Klänge der Gitarre mit der emotionalen Ausdruckskraft der Mundharmonika. Inspiriert vom Soundtrack des Films „Forrest Gump“ entsteht eine Klangkulisse, die die bewegende Geschichte der Schwabenkinder eindrucksvoll unterstreicht. Das Publikum dankte den Darstellerinnen und Darstellern sowie allen Mitwirkenden schließlich mit lang anhaltendem Applaus. Die bisher stattgefundenen Theaterabende machten deutlich, dass die Geierwally-Freilichtbühne auch in diesem Sommer ihrem Ruf als eine der eindrucksvollsten Freilichtbühnen Tirols mehr als gerecht wird. Mit „Schwabenkinder“ präsentiert sie ein Stück, das bewegt, nachdenklich stimmt und noch lange nach dem Schlussbild nachwirkt.
EIN STÜCK TIROLER GESCHICHTE. Bis weit in die 1950er-Jahre zählte das Lechtal zu den ärmsten Regionen Tirols. Die Menschen lebten überwiegend von der kargen Landwirtschaft, deren Erträge für kinderreiche Familien oft nicht ausreichten. Um ihr Überleben zu sichern, waren viele gezwungen, zusätzliche Einkommensquellen zu erschließen. Während die Männer als Saisonarbeiter in die Fremde gingen, mussten auch zahlreiche Kinder zum Familieneinkommen beitragen. Jahr für Jahr zogen sie im Frühjahr in Gruppen zu Fuß nach Oberschwaben, wo sie auf sogenannten Gesindemärkten als Hirten oder landwirtschaftliche Arbeitskräfte vermittelt wurden. Trotz verschärfter Schulgesetze zu Beginn des 20. Jahrhunderts hielt sich die „Schwabengängerei“ vereinzelt bis in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Das Theaterstück greift dieses historische Schicksal auf und erzählt die Geschichte jener Kinder, die fernab ihrer Heimat unter härtesten Bedingungen arbeiteten – geprägt von Entbehrung, Heimweh und der Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
DIE PREMIERE. Obmann Marc Baldauf eröffnete den Premierenabend mit anerkennenden Worten für Autorin Claudia Lang-Forcher, der es gelungen sei, ein sensibles und zugleich eindrucksvolles Stück auf die Bühne zu bringen. Besonders hob er den außergewöhnlichen Einsatz der insgesamt 22 Kinder hervor, die an der diesjährigen Produktion mitwirken. Sein Dank galt ebenso dem Regieteam Roland Silbernagel und Julia Amprosi, das die Schauspieler mit viel Geduld, Herzblut und Motivation auf ihre Rollen vorbereitet hatte. Große Anerkennung sprach Baldauf außerdem dem musikalischen Talent Christof Kammerlander, dem künstlerischen Leiter Bernhard Wolf sowie den zahlreichen freiwilligen Helfern hinter den Kulissen aus. Ob Bühnenbau, Technik, Beleuchtung, Maske, Organisation, Kartenverkauf oder die Unterstützung durch Vereine – sie alle tragen Jahr für Jahr dazu bei, dass die Geierwally-Freilichtbühne ihrem hervorragenden Ruf gerecht wird. Auch Bürgermeister Markus Gerber begrüßte die Besucherinnen und Besucher herzlich und freute sich über den Auftakt der Spielsaison vor ausverkauften Reihen. Unter den Ehrengästen befanden sich unter anderem Pfarrer Sinto mit Schwester Irene, Vertreter des Kulturvereins Umhausen, der neue Landtagsabgeordnete Florian Klotz, zahlreiche Bürgermeister der Region, Autorin Claudia Lang-Forcher, Dr. Michael Schwarzkopf von der Plansee Group, Autor Ulli Prem, Reinhard Heiserer von „Jugend Eine Welt“, die Landesobfrau des Theaterverbandes, Beate Palfrader, sowie Ehrenobmann Hermann Baldauf. Für LA Florian Klotz war der Premierenabend zugleich der erste offizielle Termin in seiner neuen Funktion. Umso größer war seine Freude, an einen Ort zurückzukehren, mit dem ihn eine persönliche Geschichte verbindet: Einst stand er selbst als Schauspieler auf der Geierwally-Bühne und war später auch hinter den Kulissen in der Bühnentechnik tätig. Die herzliche Begrüßung bezeichnete er als einen besonderen Moment. Auch NA Margreth Falkner gratulierte dem gesamten Ensemble zu seiner beeindruckenden Leistung. Sie dankte allen Mitwirkenden für ihr großes Engagement und brachte die besondere Atmosphäre der Freilichtbühne mit treffenden Worten auf den Punkt: „Zwischen Himmel und Felsen wird dieses Theater immer zu einem Ereignis, das noch lange nach dem letzten Applaus nachhallt.“
BEWEGENDES SCHAUSPIEL. Unter der Regie von Roland Silbernagel und mit Unterstützung von Regieassistentin Julia Amprosi gelingt es dem Ensemble eindrucksvoll, die Schicksale der Schwabenkinder lebendig werden zu lassen. Mit authentischem Spiel, großer Ausdruckskraft, viel Feingefühl und einem atemberaubenden Bühnenbild vermittelt es am Beispiel zweier Bauernfamilien auf berührende Weise die Sorgen, Hoffnungen und Sehnsüchte der damaligen Zeit. Besonders die jungen Darsteller überzeugen mit bemerkenswerter Natürlichkeit und verleihen dem Stück eine außergewöhnliche Authentizität, ohne dass humorvolle Momente zu kurz kommen. Einen wesentlichen Beitrag zur emotionalen Wirkung des Abends leistet die eigens für das Stück komponierte Musik von Christof Kammerlander. Feinfühlig begleitet sie das Geschehen auf der Bühne und verstärkt die berührenden Momente. Vor allem das zentrale musikalische Thema bleibt lange im Gedächtnis: Eine melancholische und zugleich hoffnungsvolle Melodie verbindet die sanften Klänge der Gitarre mit der emotionalen Ausdruckskraft der Mundharmonika. Inspiriert vom Soundtrack des Films „Forrest Gump“ entsteht eine Klangkulisse, die die bewegende Geschichte der Schwabenkinder eindrucksvoll unterstreicht. Das Publikum dankte den Darstellerinnen und Darstellern sowie allen Mitwirkenden schließlich mit lang anhaltendem Applaus. Die bisher stattgefundenen Theaterabende machten deutlich, dass die Geierwally-Freilichtbühne auch in diesem Sommer ihrem Ruf als eine der eindrucksvollsten Freilichtbühnen Tirols mehr als gerecht wird. Mit „Schwabenkinder“ präsentiert sie ein Stück, das bewegt, nachdenklich stimmt und noch lange nach dem Schlussbild nachwirkt.





