Das Ehrwalder Hallenbad steht in der finalen Bauphase
Im November öffnet das generalsanierte Schwimmbad wieder seine Tore
Hämmern, Sägen, Klopfen – und mitten im Lärm ein Gärtner, der Blumen setzt. Am 21. September führte Alexander Guem, der Geschäftsführer der Freizeitbetriebe Tiroler Zugspitze, die RUNDSCHAU durch die Baustelle des Ehrwalder Hallenbades. Nach einer zwölfmonatigen Generalsanierung steht das Haus kurz vor der Inbetriebnahme. Die offizielle Eröffnung ist für den 14. November geplant.
Juliane Wimmer
28. September 2026
Der neue Eingang befindet sich rechts um die Ecke vom alten Eingang. Durch eine Dachluke ragt eine Föhre auf den Vorplatz. Hinten links ist der Spielplatz schon belebt. Familien nutzen ihn, obwohl das Bad noch leer ist. Die alte gelbe Rutsche ist weg. Teilstücke einer neuen schwarzen Röhrenrutsche liegen bereit, denn der Rutschturm wird künftig innen stehen. Das wurde bewusst so entschieden, damit keine Wärme mehr verloren geht. Eine bloße Sanierung der alten Anlage kam nach dem Energiesparkonzept nicht mehr infrage. Das Ziel war eine Niedrigenergie-Sportanlage. Hinter dem Gebäude ist der Beachvolleyballplatz fertiggestellt und davor entsteht eine Liegewiese. Die Becken bleiben drinnen wie früher, werden aber nun getrennt beheizt: ein Babybecken mit Sitzbänken für Eltern, ein Kinderbecken, ein Ruhebecken (ab 16 Jahre) mit vergrößertem Liegebereich und ein 25-Meter-Sportbecken. Das Klettergerüst ist verschwunden, sodass Sportschwimmer nun eine ganze (abgesperrte) Bahn haben. Das gesamte Bad ist barrierefrei. Ein Liftarm hebt Rollstuhlfahrer ins Wasser. Die Deckenkonstruktion wurde sandgestrahlt und bemalt. Darüber liegt eine gut belüftete Lärmschutz-Holzdecke, die gegen Feuchtigkeit und Schimmel wirkt. Der Sanitär- und Umkleidebereich ist komplett neu: Es gibt 280 große, grau-türkise Spinde für Männer und Frauen gemeinsam sowie abschließbare Kabinen. Wände und Boden sind mit eleganten grauen Feinsteinfliesen verkleidet. Das Bistro bietet Platz für 80 Gäste. Außen kann mitkonsumiert werden, beispielsweise von Spielplatzbesuchern. Im Foyer gibt es eine Kasse für Barzahlung sowie einen Automaten für Stoßzeiten und Online-Buchungen. Die WC-Anlagen im Eingangsbereich sind von außen erreichbar.
Um Energieverluste zu minimieren, musste die Rutsche vollständig erneuert werden. Der Rutschturm befindet sich nun ebenfalls im Gebäude.
Mehrwert für die ganze Arena. Hinter den Zahlen und Fakten steckt Kalkül. Die Planer und Verantwortlichen der Zugspitzarena haben sich genau überlegt, wie der laufende Betrieb nachhaltig und kostensparend geführt werden kann. Sie haben getrennte Beckenheizung, Indoor-Rutsche, Pellets-Solar-Verbund, gedämmte Leitungen, geteiltes Personal und Sommerpause umgesetzt – und so einen Ort geschaffen, der Familien, Sportler und Menschen mit eingeschränkter Mobilität gleichermaßen bedient. Genau deshalb legt Guem der Region die Arena365-Membercard ans Herz. Mit dem QR-Code am Drehkreuz entfällt das Anstehen. Die Premium-Karte (170 Euro für eine Einzelperson bzw. 340 Euro für eine Familie im Jahr, Verkauf bis zum 31. Oktober) öffnet Einheimischen ganzjährig sechs Einrichtungen: Hallenbad Ehrwald, Kletter- und Tennishalle, Panoramabad Lermoos, Kunsteisbahn Ehrwald, Bärenarena Berwang und den 3D-Bogenparcours am Wetterstein. Urlauber können über die Gästekarte bzw. den AktivPass das Angebot nutzen. Die Sanierung des Ehrwalder Hallenbades zeigt, dass hier ein Betrieb geschaffen wurde, bei dem Kosten und Konzept sinnvoll kombiniert wurden, sodass er auf Dauer tragfähig bleibt.






