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Hoher Stock ist eröffnet

Tag des Denkmals setzte auf Ehrenberg starkes Zeichen

Am Tag des Denkmals am 27. September 2026 wurde auf Ehrenberg (dem Stuanerhaufen) der sanierte „Hohe Stock“ feierlich eröffnet. Armin Walch empfing zahlreiche Ehrengäste und Besucher unter dem Motto „Denkmale: Wert für alle“. Im Mittelpunkt standen der neue Dachstuhl und die Ausstellung „Gesichter der Macht“.

Johannes Pirchner
28. September 2026
Hoher Stock ist eröffnet
Der neue Hohe Stock verleiht Ehrenberg seinen alten Glanz zurück. Fotos: Pirchner

Für GF Armin Walch war die Eröffnung ein denkwürdiger Moment: Es handelt sich um die größte Sanierungs- und Teilrekonstruktionsmaßnahme seit der Versteigerung 1782. Durch die Arbeiten werde wieder sichtbar, welche Dimension und Mächtigkeit die Burg Ehrenberg einst besessen habe.

BEEINDRUCKENDE LEISTUNG. In den Jahren 2024 bis 2026 grub die Bauhütte Ehrenberg rund 800 Kubikmeter beziehungsweise 1.600 Tonnen Verschüttmaterial händisch aus. Daraus wurden etwa 500 Kubikmeter oder 1.000 Tonnen Steine gewonnen, gereinigt, über das Gerüst transportiert und wieder vermauert. Walch zollte der Bauhütte dafür großen Respekt und Dank. Die Einreichpläne stammten von Architektur Wasle und Strele. Holzbau Saurer errichtete nach barockem Vorbild einen liegenden Dachstuhl. Weitere Arbeiten übernahmen Außerferner Gerüstbau, Metallbau Guem und die E-Werke Reutte. Florian Saurer hob besonders die Verbindung von traditioneller Konstruktion und modernem Holzbau hervor. Wichtig sei es gewesen, die traditionellen Holzverbindungen wieder aufzubauen und damit handwerkliches Wissen zu bewahren. Walch dankte allen Partnern, Fördergebern, Eigentümern, ausführenden Firmen und Unterstützern, die die Sanierung des Hohen Stocks ermöglicht und begleitet hatten.
Hoher Stock ist eröffnet
Armin Walch freut sich, den Hohen Stock wiederzueröffnen.
GEMEINSAMER WEG. Reuttes Bürgermeister und Vereinsobmann Günter Salchner blickte auf die Entwicklung des gesamten Areals zurück. „Eigentlich liegt es in der DNA einer Burgruine, dass diese dem Verfall preisgegeben ist. Auf Ehrenberg ist es gelungen, diese Naturgesetze für Ruinen neu zu schreiben.“ Mit dem Wiederaufbau der Klause, der Ehrenberg Arena und des Salzstadls sowie der Rekonstruktion am Hohen Stock seien Räume geschaffen worden, „in denen Menschen einander begegnen und Geschichte wieder lebendig wird“. Aus einem alten Steinhaufen sei so ein Juwel entstanden, das weit über die Landesgrenzen hinausstrahle.

TOURISTISCHER WERT. Ronald Petrini vom TVB Naturparkregion Reutte unterstrich die enge Verbundenheit mit der Burgenwelt: „Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, Geschichte erlebbar zu machen. Ehrenberg ist für die Region identitätsstiftend.“ Alexander Oberlechner vom Bundesdenkmalamt, der das Projekt bei Genehmigung und Umsetzung begleitete, betonte: „Hier werden Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbunden. Der Dachstuhl stellt einen Höhepunkt der Erhaltungsmaßnahmen auf Ehrenberg dar.“

WALCH ALS MOTOR. Alt-Landeshauptmann Herwig van Staa von der Landesgedächtnisstiftung würdigte die verstorbenen Reuttener Altbürgermeister Siegfried Singer und Helmut Wiesenegg sowie LHStv. a. D. Ferdinand Eberle, die sich wie er immer gerne für Ehrenberg eingesetzt haben. Dabei erinnerte er an ein Zitat von Eberle: „Wir müssen wieder was tun für den Stuanerhaufen tun.“ Besonders hob van Staa Armin Walch hervor, der als Motor des Projekts die Entwicklung der Burgenwelt entscheidend vorangetrieben habe.

WEITERES PROGRAMM. Nach dem Festakt folgte ein Barockkonzert des „Ensemble Scaramouche“, unterstützt vom Bankhaus Jungholz. Anschließend sorgte „In Quantum Prost“ für Unterhaltung, der Gasthof Salzstadl für die Bewirtung und die Schönegger Käse-Alm für Käsespezialitäten.
Hoher Stock ist eröffnet
Florian Saurer, Alexander Oberlechner, Herwig van Staa, Günter Salchner, Andreas Matzinger und Ronald Petrini (v. l.) bei der Eröffnung des Hohen Stocks.

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