Lehrlinge gefragt wie selten
Arbeitslosigkeit im Außerfern bleibt im Februar weiter unter drei Prozent – niedrigste Arbeitslosigkeit in ganz Österreich
16. März 2026 | von
Johannes Pirchner
Im Verhältnis zum Februar 2025 sind 44 Personen mehr arbeitslos. Faktisch herrscht im Bezirk aber Vollbeschäftigung. Grafik: AMS
Trotz des Anstiegs bleibt der Arbeitsmarkt im Außerfern vergleichsweise stabil. Besonders deutlich wird dies beim Lehrstellenmarkt, der sich weiterhin deutlich vom österreichweiten Trend unterscheidet.
NIEDRIGE QUOTE. Bei rund 14.700 unselbstständig Beschäftigten im Bezirk lag die Arbeitslosenquote im Februar 2026 im Außerfern bei 2,8 Prozent. Damit liegt sie zwar um 0,3 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert, aber weiterhin deutlich unter dem Tiroler Durchschnitt von 4,4 Prozent. Auf Österreich gesehen hat das Außerfern ebenfalls die geringste Arbeitslosenquote.
VIELE KURZZEITARBEITSLOSE. Sieben von zehn arbeitslosen Personen sind erst seit weniger als drei Monaten arbeitslos gemeldet. Drei von zehn verfügen bereits über eine Einstellzusage eines Betriebes. Rund jede fünfte arbeitslose Person war zuletzt in der Baubranche beschäftigt. „Die Arbeitslosigkeit im Bezirk Reutte ist erneut gestiegen, allerdings weiterhin auf niedrigem Niveau. Insgesamt präsentiert sich der Außerferner Arbeitsmarkt stabil. Die aktuellen geopolitischen Turbulenzen wirken als Unsicherheitsfaktoren, die die wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen können“, so AMS-Reutte-Leiterin Karin Lutz.
FRAUEN STÄRKER BETROFFEN ALS MÄNNER. Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit sind Frauen deutlich stärker betroffen als Männer. Bei den Frauen erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr um 28,8 Prozent auf 152 Personen. Bei den Männern stieg sie um 3,9 Prozent auf 266. Die geschätzte Arbeitslosenquote der Männer liegt mit 3,3 Prozent über jener der Frauen mit 2,1 Prozent.
LANGZEITARBEITSLOSIGKEIT LEICHT GESTIEGEN. Auch die Langzeitbeschäftigungslosigkeit ist leicht gestiegen. Aktuell sind im Außerfern 30 Personen davon betroffen, zwei mehr als im Vorjahr. Ein großer Teil der Betroffenen hat gesundheitliche Einschränkungen oder ein Handycap, mehr als die Hälfte ist älter als 50 Jahre.
QUALIFIZIERUNG SCHÜTZT. Als wichtiges Instrument gegen Arbeitslosigkeit gilt weiterhin Weiterbildung. Ende Februar hatten 28,7 Prozent der arbeitslosen Personen maximal einen Pflichtschulabschluss. Derzeit nehmen 135 Personen an Schulungsmaßnahmen des AMS Reutte teil. Das sind um 28 Personen beziehungsweise 26,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Rund 44 Prozent der Teilnehmenden absolvieren eine Ausbildung im Pflegebereich.
LEHRSTELLENMARKT MIT GROSSEM ANGEBOT. Besonders auffällig ist die Situation am Lehrstellenmarkt. Ende Februar waren 81 sofort verfügbare Lehrstellen gemeldet – ein Anstieg von 15,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
WENIGER LEHRSTELLENSUCHENDE LEIDER TIROLTREND. Gleichzeitig sank die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden deutlich auf nur noch acht Personen. Damit übersteigt die Zahl der offenen Lehrstellen jene der Lehrstellensuchenden bei Weitem. „Im Außerfern zeigt sich wie in anderen Tiroler Bezirken ein deutlich anderes Bild als auf dem österreichweiten Lehrstellenmarkt: Die Zahl der offenen Lehrstellen übersteigt jene der Lehrstellensuchenden bei Weitem. Betriebe suchen dringend Fachkräfte, und die demografische Entwicklung verschärft diese Situation zusätzlich. Für Jugendliche bedeutet dies jedoch ausgezeichnete Chancen – sie finden ein breites, attraktives und zukunftsorientiertes Ausbildungsangebot vor“, so AMS-Reutte-Leiterin Karin Lutz. Auch ein Blick auf die Lehrlingszahlen zeigt Entwicklungen: Im Jahr 2025 ist die Zahl der Lehrlinge im ersten Lehrjahr im Bezirk Reutte im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent auf 139 gesunken. Gleichzeitig stieg die Zahl der Lehrbetriebe im Bezirk um 4,3 Prozent auf 147.
DER STELLENMARKT. Während der Lehrstellenmarkt weiterhin stark bleibt, ist die Zahl der offenen Stellen insgesamt gesunken. Ende Februar waren beim AMS Reutte 225 sofort verfügbare offene Stellen gemeldet, um 55 weniger als ein Jahr zuvor. Besonders stark betroffen vom Rückgang sind Beherbergung und Gastronomie, der Handel sowie das Gesundheits- und Sozialwesen.
ARBEITSLOSIGKEIT IM VERGLEICH. Im Februar waren im Bezirk Reutte 418 Personen arbeitslos vorgemerkt. Das sind um 44 Personen beziehungsweise 11,8 Prozent mehr als im Februar des Vorjahres. Allerdings ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat gesunken: Im Jänner 2026 waren 448 Personen arbeitslos gemeldet, im Februar 418. Das sind 30 Personen weniger als im Monat zuvor.
NIEDRIGE QUOTE. Bei rund 14.700 unselbstständig Beschäftigten im Bezirk lag die Arbeitslosenquote im Februar 2026 im Außerfern bei 2,8 Prozent. Damit liegt sie zwar um 0,3 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert, aber weiterhin deutlich unter dem Tiroler Durchschnitt von 4,4 Prozent. Auf Österreich gesehen hat das Außerfern ebenfalls die geringste Arbeitslosenquote.
VIELE KURZZEITARBEITSLOSE. Sieben von zehn arbeitslosen Personen sind erst seit weniger als drei Monaten arbeitslos gemeldet. Drei von zehn verfügen bereits über eine Einstellzusage eines Betriebes. Rund jede fünfte arbeitslose Person war zuletzt in der Baubranche beschäftigt. „Die Arbeitslosigkeit im Bezirk Reutte ist erneut gestiegen, allerdings weiterhin auf niedrigem Niveau. Insgesamt präsentiert sich der Außerferner Arbeitsmarkt stabil. Die aktuellen geopolitischen Turbulenzen wirken als Unsicherheitsfaktoren, die die wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen können“, so AMS-Reutte-Leiterin Karin Lutz.
FRAUEN STÄRKER BETROFFEN ALS MÄNNER. Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit sind Frauen deutlich stärker betroffen als Männer. Bei den Frauen erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr um 28,8 Prozent auf 152 Personen. Bei den Männern stieg sie um 3,9 Prozent auf 266. Die geschätzte Arbeitslosenquote der Männer liegt mit 3,3 Prozent über jener der Frauen mit 2,1 Prozent.
LANGZEITARBEITSLOSIGKEIT LEICHT GESTIEGEN. Auch die Langzeitbeschäftigungslosigkeit ist leicht gestiegen. Aktuell sind im Außerfern 30 Personen davon betroffen, zwei mehr als im Vorjahr. Ein großer Teil der Betroffenen hat gesundheitliche Einschränkungen oder ein Handycap, mehr als die Hälfte ist älter als 50 Jahre.
QUALIFIZIERUNG SCHÜTZT. Als wichtiges Instrument gegen Arbeitslosigkeit gilt weiterhin Weiterbildung. Ende Februar hatten 28,7 Prozent der arbeitslosen Personen maximal einen Pflichtschulabschluss. Derzeit nehmen 135 Personen an Schulungsmaßnahmen des AMS Reutte teil. Das sind um 28 Personen beziehungsweise 26,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Rund 44 Prozent der Teilnehmenden absolvieren eine Ausbildung im Pflegebereich.
LEHRSTELLENMARKT MIT GROSSEM ANGEBOT. Besonders auffällig ist die Situation am Lehrstellenmarkt. Ende Februar waren 81 sofort verfügbare Lehrstellen gemeldet – ein Anstieg von 15,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
WENIGER LEHRSTELLENSUCHENDE LEIDER TIROLTREND. Gleichzeitig sank die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden deutlich auf nur noch acht Personen. Damit übersteigt die Zahl der offenen Lehrstellen jene der Lehrstellensuchenden bei Weitem. „Im Außerfern zeigt sich wie in anderen Tiroler Bezirken ein deutlich anderes Bild als auf dem österreichweiten Lehrstellenmarkt: Die Zahl der offenen Lehrstellen übersteigt jene der Lehrstellensuchenden bei Weitem. Betriebe suchen dringend Fachkräfte, und die demografische Entwicklung verschärft diese Situation zusätzlich. Für Jugendliche bedeutet dies jedoch ausgezeichnete Chancen – sie finden ein breites, attraktives und zukunftsorientiertes Ausbildungsangebot vor“, so AMS-Reutte-Leiterin Karin Lutz. Auch ein Blick auf die Lehrlingszahlen zeigt Entwicklungen: Im Jahr 2025 ist die Zahl der Lehrlinge im ersten Lehrjahr im Bezirk Reutte im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent auf 139 gesunken. Gleichzeitig stieg die Zahl der Lehrbetriebe im Bezirk um 4,3 Prozent auf 147.
DER STELLENMARKT. Während der Lehrstellenmarkt weiterhin stark bleibt, ist die Zahl der offenen Stellen insgesamt gesunken. Ende Februar waren beim AMS Reutte 225 sofort verfügbare offene Stellen gemeldet, um 55 weniger als ein Jahr zuvor. Besonders stark betroffen vom Rückgang sind Beherbergung und Gastronomie, der Handel sowie das Gesundheits- und Sozialwesen.
ARBEITSLOSIGKEIT IM VERGLEICH. Im Februar waren im Bezirk Reutte 418 Personen arbeitslos vorgemerkt. Das sind um 44 Personen beziehungsweise 11,8 Prozent mehr als im Februar des Vorjahres. Allerdings ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat gesunken: Im Jänner 2026 waren 448 Personen arbeitslos gemeldet, im Februar 418. Das sind 30 Personen weniger als im Monat zuvor.