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Posting sorgt für Diskussionen

Kritik und Reaktionen auf die Aussagen zur geplanten Fernpassmaut und zur Demonstration am 1. August

20. Juli 2026
Posting sorgt für Diskussionen<br />
LA Florian Klotz betont, dass es genau darum gehe, den Durchzugsverkehr zur Kasse zu rufen. Foto: Matt
Walter Schimpfössl thematisiert die möglichen Auswirkungen des Fernpass-Pakets mit geplanter Maut. Er weist darauf hin: „Wenn das Fernpass-Paket inklusive Maut kommt, sind viele aufgrund ihres Freizeitverhaltens vermutlich stärker betroffen als manch Einheimischer.“ Genau dieser Satz ließ Interpretationsspielraum zu. Einerseits könnten klassische Transitreisende gemeint sein, andererseits aber auch Bewohner der Nachbarlandkreise, etwa des Landkreises Ostallgäu oder des Landkreises Garmisch-Partenkirchen.

WEITERER INHALT. Schimpfössl verweist darauf, dass mit der geplanten Fernpassmaut für jede Überfahrt nach derzeitigem Stand 14 Euro fällig würden. Für Hin- und Rückfahrt entspräche das Mehrkosten von 28 Euro – etwa für Skitage, Bikeparkbesuche, Konzertfahrten, Sportveranstaltungen, Wanderungen, Schitouren, Familienausflüge oder Einkaufsfahrten jenseits des Fernpasses. Bei fünf Hin- und Rückfahrten summierten sich die zusätzlichen Kosten laut seinem Posting auf 140 Euro. Abschließend ruft er dazu auf, sich gemeinsam gegen das Fernpass-Paket zu wehren und an der Blockade am 1. August 2026 um 9.45 Uhr beim Burgenareal Ehrenberg in Reutte teilzunehmen.

GENAU DARUM GEHT ES JA. Deutliche Kritik an dem Aufruf kommt hingegen von der Außerferner Volkspartei. Landtagsabgeordneter Florian Klotz sieht die geplante Einbindung deutscher Transitreisender in die Proteste kritisch. „Man kann diesen Schritt verstehen, wenn man mehr Teilnehmer mobilisieren will. Gleichzeitig lohnt es sich, kurz innezuhalten: Die verkehrsdämpfenden Maßnahmen und ihre Finanzierung sollen bewusst für den Durchzugsverkehr spürbar sein. Das war von Anfang an ein zentraler Gedanke des Pakets“, erklärt Klotz. Zum von der Initiative angeführten „28-Euro-Argument“ sagt er: „Das mag stimmen – aber genau darin liegt auch der Sinn der Maßnahme. Wenn der Durchzugsverkehr über den Fernpass reduziert werden soll, dann müssen die Maßnahmen auch dort wirken, wo dieser Verkehr entsteht.“ Klotz stellt zudem die grundsätzliche Ausrichtung der Proteste infrage: „Wenn man sich nun gezielt an die deutsche Öffentlichkeit wendet, stellt sich schon die Frage, ob das zur ursprünglichen Stoßrichtung der Initiative passt. Den Zweck der Debatte und der Maßnahmen sollten wir nicht aus den Augen verlieren. Es geht primär darum, die Außerferner zu entlasten, nicht jene, die durch das Außerfern fahren.“

WEITERE STELLUNGNAHMEN. Auch die Grünen-Bezirkschefin Margit Dablander, selbst Mitglied der Initiative, meldete sich zu Wort. Sie verwies darauf, dass auch die benachbarten Landkreise Ostallgäu und Garmisch-Partenkirchen mit ähnlichen Belastungen wie das Außerfern konfrontiert seien, etwa durch verstopfte Ortschaften und eine hohe Transitbelastung. Gleichzeitig sieht sie in der geplanten Maut auch für die Menschen in den Nachbarregionen eine finanzielle Belastung und befürchtet Einbußen für die Tiroler Wirtschaft. Dablander betont zudem, dass die Anliegen der Bürgerinitiative auch jenseits der Grenze Unterstützung finden. So stellte sich unter anderem Petra Daisenberger, Sprecherin des Kreisverbands Bündnis 90/Die Grünen Garmisch-Partenkirchen, in einer Aussendung hinter die geplanten Protestaktionen und bekundete ihre Solidarität mit der Initiative.

AUSSCHLIESSLICH NACHBARLANDKREISE GEMEINT. Auf Nachfrage der RUNDSCHAU betonte Schimpfössl, dass er das Posting als Privatperson und nicht im Namen der Initiative veröffentlicht habe. Gemeint seien dabei nicht der Durchzugsverkehr, sondern vor allem die unmittelbaren Nachbarn aus dem Ostallgäu und dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen.
Posting sorgt für Diskussionen<br />
Walter Schimpfössl thematisierte in einem Posting die Folgen der Maut. Foto: FB/Innitative Lebensraum

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Kommentare

1 Post
Walter Schimpfössl
17:54

Maut

Offensichtlich hat es sich noch nicht überall herumgesprochen, dass die Bürgerinitiative gegen den Scheiteltunnel und gegen jegliche Art von Maut ist. Somit sollte es legitim sein, alle von den möglichen Mautauswirkungen zu informieren und zu Gegenmanahmen zu animieren.
Das Argument der Verkehrsredizierung durch die Maut geht wohl vollkommen ins Leere. Wenn dem so wäre,
gäbe es wohl wesentlich weniger Verkehr auf der Brennerstrecke. Zudem gibt es eine Expertenmeinung, dass die Ferngassmaut im Idealfall eine Verkehrsreduktion von maximal 5 Prozent!? bringen würde.
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