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Starke Stimmen aus Reutte

Schüler überzeugen beim 73. Landesjugendredewettbewerb in Innsbruck

Am 8. April gehörte die Bühne im Landhaus in Innsbruck den 54 Schüler/innen und Lehrlingen, die am Landesjugendredewettbewerb teilnahmen. Unter den Mutigen befanden sich unter anderem Schüler/innen von der HLW und HTL Reutte sowie von der Mittelschule Untermarkt und dem BRG Reutte.
13. April 2026 | von Johannes Pirchner
Starke Stimmen aus Reutte<br />
Vertreter der HLW, HTL und BRG Reutte erreichten mit ihren Darbietungen stolz den vierten Platz. Foto: Kerber

TEILNAHME. Der Wettbewerb wurde von der Abteilung „Gesellschaft und Arbeit“ des Landes Tirol in Zusammenarbeit mit der Bildungsdirektion für Tirol organisiert. Ziel war, dass sich junge Menschen mit aktuellen Themen auseinandersetzen und lernen, ihre Meinung respektvoll zum Ausdruck zu bringen. Teilnahmeberechtigt sind Schülerinnen und Schüler ab der 8. Schulstufe, die sich zuvor über Bezirksbewerbe qualifizieren müssen. Je nach Schultyp werden die Redner in verschiedene Gruppen eingeteilt und von einer Jury bewertet. Beim Landesfinale treten die besten Redner in unterschiedlichen Kategorien gegeneinander an.

WETTBEWERB. Die Jugendlichen konnten sich zwischen der „Klassischen Rede“, dem „Sprachrohr“ und der „Spontan Rede“ entscheiden. Eine Jury kontrolliert den Inhalt und die Individualität der einzelnen Reden. Außerdem achtet sie auf die Einhaltung der Redezeit und der Regeln.  Abschließend müssen alle Rednerinnen und Redner eine Frage zu ihrer Darbietung beantworten, die auch in die Auswertung miteinbezogen wird. Die besten Rednerinnen und Redner qualifizierten sich für den Bundesjugendredewettbewerb in Wien und nominierten sich für das Preisgeld, das beim ersten Platz, in den jeweiligen Gruppierungen, 400 Euro beträgt.

KLASSISCHE REDE. Anders als bei der „Spontan Rede” wird bei der „Klassischen Rede“ ein selbst gewähltes Thema aufgearbeitet und in einer Zeit von sechs bis acht Minuten vorgestellt. Es wird auf Deutsch frei gesprochen, das Zeigen von Präsentationen oder Objekten ist nicht gestattet. Die 18-jährige Schülerin der HLW Reutte verdeutlichte anhand ihrer Rede mit dem Titel „Mental Load — Die unsichtbare Last im Alltag“, dass die Jugend nicht an ihrem psychische Zustand oder dem Druck, unter dem sie als Schüler oder Lehrlinge stehen, schuld ist.  Lara-Marie Kreuchauf fordert die Erwachsenen auf, endlich herzuhören und Initiative zu ergreifen. Patrik Jaud aus der zweiten Klasse HTL, möchte in seiner Rede „Fake News“ thematisieren. Er bringt den Zuhörern das Thema näher, indem er Beispiele aus dem echten Leben in seine Rede einbezieht.  Schülerin Franziska Wörle, aus der 5b Klasse des BRG Reutte, bereicherte das Auditorium mit ihrem Beitrag über das Desinteresse von Teenagern an der Politik. Sie ist der Ansicht, dass es kein Zufall ist, dass viele junge Menschen der Politik eher ablehnend gegenüberstehen.

SPRACHROHR. In einer Redezeit von maximal acht Minuten kann beim Sprachrohr eine Versform, ein Kurzkabarett, ein Text mit musikalischer Begleitung oder jede andere Art von Bühnenauftritten gewählt werden. Zu präsentieren ist ein selbst ausgewähltes Thema, wobei man benötigtes Equipment selbst mitzubringen hat.  Lehrer Magnus Lantschner von der MS Untermarkt Reutte und seine Schüler Esad Atak, Elias Hechenberger, Lian Skabraut und Deniz Yildiz entschieden sich dabei für einen kurzen lustigen Sketch zum Thema Quantenphysik. Sie schafften es, sowohl das Publikum als auch die Jury zum Schmunzeln zu bringen und erreichten dabei stolz den dritten Platz. Unabhängig von Platzierungen stand für viele Teilnehmende die persönliche Weiterentwicklung im Vordergrund. Jugendlandesrätin Astrid Mair lobte den Mut der Schüler/innen und betonte, dass dieses Event für alle Gewinn und wertvolle Erfahrung für das spätere Leben sei.

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