Artikel teilen
Artikel teilen >

Vom Stuanerhaufen zur Erfolgsgeschichte

Burgenwelt Ehrenberg und Armin Walch feiern gemeinsam 100 Jahre

Am vergangenen Freitagabend wurde auf Ehrenberg das 30-Jahr-Jubiläum der Burgenwelt Ehrenberg und der 70. Geburtstag von GF Armin Walch mit einem landesüblichen Empfang vor der Klause und einem anschließenden Festakt in der Ehrenberg Arena gefeiert. Rund 400 geladene Gäste, darunter zahlreiche Ehrengäste – wie LH Anton Mattle, der bayerische Europaminister Eric Beißwenger und LTP Sonja Ledl-Rossmann nahmen daran teil. Im Mittelpunkt standen drei Jahrzehnte Entwicklung sowie das Wirken von Mastermind Armin Walch.
24. März 2026 | von Johannes Pirchner
Vom Stuanerhaufen zur Erfolgsgeschichte<br />
Freundschaftliches Treffen auf historischem Boden: LH Anton Mattle, Bürgermeister Günter Salchner und LTP Sonja Ledl-Rossmann begrüßten den Bayerischen Staatsminister für Europaangelegenheiten und Internationales, Eric Beißwenger (v. l.), auf Ehrenberg. Fotos: Burgenwelt Ehrenberg/Hetfleisch

Der Abend spannte einen Bogen von der Geschichte der einstigen Wehranlage bis zur heutigen Bedeutung als touristisches und gesellschaftliches Zentrum. Im Mittelpunkt standen dabei die Menschen und Ideen hinter der Entwicklung der vergangenen drei Jahrzehnte.

DER LANDESÜBLICHE EMPFANG. Vor der Ehrenberger Klause präsentierte sich die regionale Vereinslandschaft geschlossen. Fahnen-abordnungen und Traditionsgruppen unterstrichen die Bedeutung des Jubiläums und machten den historischen Ort lebendig. Die Kulisse von Ehrenberg verlieh dem landesüblichen Empfang eine besonders würdige Atmosphäre. Die Schützenkompanie Reutte tat mit ihrer Ehrensalve das Übrige. Die Ehrenformation schritten LH Anton Mattle, LTP Sonja Ledl-Rossmann, Eurominister Eric Beißwenger, Bezirkshauptfrau Katharina Rumpf sowie die Bürgermeister von Reutte und Breitenwang,  Günter Salchner und Hanspeter Wagner,  ab. Im Anschluss gab es traditionell ein Schnapserl.

MUSIKALISCHE UMRAHMUNG. Im Anschluss versammelten sich die Gäste in der Ehrenberg Arena zum Festakt. Dort sorgten unter anderem „In Quantum Prost“, die Landesmusikschule Reutte-Außerfern und die „Jazzmanufaktur Tirol“ für musikalische Höhepunkte.

ERÖFFNUNGSWORTE. Reuttes Bürgermeister Günter Salchner betonte die Entwicklung der Anlage: „Ehrenberg, einst Ort kriegerischer Auseinandersetzung, heute Symbol des Miteinanders.“ Gleichzeitig verwies er auf die grenzüberschreitende Bedeutung der Burgenregion „Allgäu-Außerfern“ hin. „Wo früher Mauern zur Abwehr gebaut wurden, schaffen wir heute offene, inklusive Zugänge.“
TVB-Obmann Hermann Ruepp erinnerte an die Anfänge von Ehrenberg: „Wer heute Ehrenberg sieht, denkt, war immer so, restaurierte Mauern, Highline und Ort der Veranstaltung, vor vielen Jahren ein romantischer Haufen Stuaner.“ Mit Blick auf die Entwicklung sagte er: „Im Außerfern braucht es schon Menschen, die stur und visionär sind“, was ein erstes Verweis auf Armin Walch bildete.

WÜRDIGUNG DES LANDESHAUPTMANNS. „Die Burgenwelt Ehrenberg verbindet Tradition mit Innovation. Das Engagement des gesamten Teams ist beispielgebend – so zeigt sich, wie Tourismus, Denkmalpflege und gelebte Inklusion gemeinsam erfolgreich sind. Ich danke allen, die diese Leuchtturmregion Tirols mit so viel Mut, Ausdauer und Herzlichkeit gestalten“, so LH Toni Mattle.

EIN BLICK AUF EHRENBERG. Im Anschluss ließ ein Film über die Geschichte von Ehrenberg die Besucher nochmal in die Vergangenheit eintauchen. Die Burgenwelt Ehrenberg war eine der bedeutendsten Fes-tungsanlagen Tirols. Zum Ensemble gehören die mittelalterliche Burg Ehrenberg, die barocke Festung Schlosskopf, die Ehrenberger Klause sowie Fort Claudia. Die Anfänge gehen auf Meinhard II. zurück. Unter Kaiser Joseph II. wurde die Anlage 1782 aufgelassen und verfiel über rund 200 Jahre.

DER WENDEPUNKT.  Der Wendepunkt kam 1996 mit der Sanierung der Klause.  Auslöser war der schlechte bauliche Zustand und die Gefährdung der darunterliegenden Straße.

DER WALCHSCHE MASTERPLAN.  Armin Walch entwickelte einen umfassenden Masterplan für das gesamte Festungsensemble. Dieser basierte auf zwei Säulen: Erhaltung der historischen Substanz und wirtschaftlich tragfähige Nutzung. Schnell wurde Walch bewusst, ohne Zukunftsidee und Nutzung würde die Sanierung scheitern. Der Finanzierungsmix aus EU-Mitteln, Land Tirol und regionalen Partnern bildete die Grundlage. Walch betont: „Ich war immer überzeugt, dass man aus diesem Stuanerhaufen ein echtes Erlebnis für Generationen schaffen kann.“ Und weiter: „Das Geheimnis des Erfolgs von Ehrenberg liegt sicher darin, dass viele Menschen an einem Strang zogen und wir gemeinsam ein Ziel verfolgen.“

AUSBAU UND ENTWICKLUNG.  Seit 1996 wurde die Anlage schrittweise saniert und erweitert. Die Klause wurde instandgesetzt, der Osttrakt zur Veranstaltungsarena ausgebaut, der Salzstadel übertragen und als Gastronomiebetrieb genutzt. Mit der Errichtung der Hängebrücke Highline 179 im Jahr 2014 folgte ein entscheidender touristischer Impuls. Ergänzt wurde das Angebot durch den Ehrenberg Liner, den Topliner sowie barrierefreie Erschließungen. Die Entwicklung setzte bewusst auf Inklusion und Zugänglichkeit. Heute gilt die Burgenwelt als Beispiel für die Verbindung von Denkmalpflege und moderner Nutzung.

REGIONALE BEDEUTUNG. Hermann Ruepp unterstrich die touristische Dimension: Was heutzutage jährlich ca. 400.000 Gäste anzieht und als zweitbeliebteste Ausflugsattraktion Tirols gilt, war Mitte der 1990er-Jahre vielerorts nur als „alter Stuanerhaufen“ bekannt. Die Burgenwelt Ehrenberg ist Aushängeschild und Impulsgeber für die gesamte Region“, so Ruepp.

VERLAUF DES ABENDS. Der weitere Abend stand im Zeichen des Austauschs und der Begegnung. His-torische Darstellungen, musikalische Beiträge und Gespräche prägten die Jubiläumsfeier. Eine besondere Würdigung erhielt gegen Ende des Abends GF Armin Walch, der am 18. März seinen 70er feierte.
Vom Stuanerhaufen zur Erfolgsgeschichte<br />
Armin Walch und Hermann Ruepp beim Festakt.

Feedback geben

Feedback abschicken >
Nach oben
Wir verwenden Cookies, Tracking- und (Re-) Targeting-Technologien. Damit wollen wir unsere Webseite nutzerfreundlicher gestalten und fortlaufend verbessern. Wenn Sie unsere Webseite weiter nutzen, stimmen Sie dadurch der Verwendung von Cookies zu – ausgenommen sind Cookies für Google-Marketing-Produkte.
Einverstanden
Weiter ohne Google-Marketing-Produkte.
Weitere Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.