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„Weit mehr als nur ein Ort des Nähens“

Eröffnung der Trachten.Werkstatt Außerfern in Holzgau

An Maria Empfängnis, dem 8. Dezember, öffnete die Trachten.Werkstatt Außerfern ihre Pforten, um Kulturinteressierten die neuen Räumlichkeiten vorzustellen und einen Einblick in die Arbeitswelt der drei Gründerinnen zu ermöglichen. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher kamen der Einladung nach, um sich über den neuen Verein im Gemeindehaus in Holzgau sowie traditionelle Handwerkstechniken zu informieren.
16. Dezember 2025 | von Marlen Perl
Die drei Gründerinnen des Vereins Trachten.Werkstatt – Margret Hauser, Ylvie Krenslehner und Astrid Weninger (v. l.) – freuen sich sichtlich über das rege Interesse am Eröffnungstag im Gemeindehaus in Holzgau. RS-Foto: Perl
Die Trachten.Werkstatt ist ein im Lechtal im Juli 2025 gegründeter Verein – widmet sich der Fertigung, dem Erhalt und der Pflege regionaler Trachten. In der Werkstatt entstehen nicht nur neue, sondern auch echte historische Einzelanfertigungen. Im Mittelpunkt steht dabei das klassische Handwerk: Hochwertige Materialien, traditionelle Verarbeitungstechniken und präzise Schneiderei bilden die Grundlage. Damit setzen die Gründerinnen der Trachten.Werkstatt bewusst ein Zeichen gegen die Wegwerfmode und machen den Wert von langlebiger, reparierbarer Traditionskleidung sichtbar. Die maßgeschneiderten Trachten, die hier entstehen, sind wahre Herzensprojekte. Jede Naht, jeder Knopf, jedes Detail wird mit dem Anspruch gefertigt, ein Stück Geschichte zu schaffen, das Jahrzehnte überdauert. Neben der Neuanfertigung spielt auch die Erhaltung bzw. Änderung alter Trachten eine wichtige Rolle. Mit viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl restaurieren und modernisieren die Kreativhandwerkerinnen historische Trachten. Ob Anpassen, Flicken oder Aufarbeiten – alten Stücken wird neues Leben eingehaucht, ohne dass sie ihren ursprünglichen Charme verlieren. Darüber hinaus bietet der neue Standort im Gemeindehaus Holzgau eine Auswahl an österreichischen Produkten: Von handgefertigten Näharbeiten, Gegenständen des täglichen Bedarfs über Räucherkräuter/-harze bis hin zu Kerzen und Schmuck – das Sortiment ist vielseitig und lädt zum Stöbern ein.

EIN ANGEBOT FÜR TRACHTENLIEBHABER. Das Angebot richtet sich an alle Interessierten, insbesondere wird von den drei Künstlerinnen eine langjährige Zusammenarbeit mit Traditionsvereinen angestrebt, ganz nach dem Motto: Kulturgut von der Region, für die Region. Dabei steht die Werkstatt im Wettbewerb mit industriellen Herstellern, deren maschinell gefertigten Produkte zu deutlich niedrigeren Preisen erhältlich sind. Wie der Verein betont, könne Massenproduktion jedoch weder die Individualität noch die handwerkliche Qualität und regionale Verankerung bieten. Jede Anfertigung aus der Trachten.Werkstatt ist ein Unikat – maßgeschneidert und individuell angepasst.

DIE TRACHTENSCHNEIDERINNEN. Die drei Gründerinnen der Trachten.Werkstatt – Margret Hauser, Astrid Weninger und Ylvie Krenslehner – stammen aus unterschiedlichen Generationen und bringen jeweils ihre eigenen Erfahrungen, Stärken und handwerklichen Prägungen ein. Die unterschiedlichen Blickwinkel, Arbeitsstile und Vorlieben ergänzen sich dabei ebenso wie die gemeinsame Leidenschaft für Trachten und textiles Handwerk. Mit viel Engagement, fachlichem Können und einer guten Portion an Humor gestalten die drei (Wahl-)Außerfernerinnen den Alltag in der Werkstatt.

DIE ERÖFFNUNG. An  Maria Empfängnis  nutzten zahlreiche Kulturinteressierte die Gelegenheit, die neuen Räumlichkeiten der Trachten.Werkstatt Außerfern zu besichtigen. Die Veranstaltung wurde durch die Segnung der Räume durch Vikar Joseph Gone feierlich eröffnet und vom „s'Lechwagga Duo“ musikalisch umrahmt. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt: Regionale Produkte und hausgemachte Spezialitäten luden zum Genießen, Verweilen und Austauschen ein. Mit ihrem ganz eigenen Ansatz – geprägt von Leidenschaft, fachlicher Kompetenz und einer Portion Humor – schaffen die Gründerinnen einen Ort, an dem regionale Identität, kreative Vielfalt und soziales Engagement, das durch künftige Projekte noch vertieft werden soll, zusammenkommen. Die drei Künstlerinnen freuen sich über weitere Mitglieder des traditionsliebenden Vereins – in Form einer ordentlichen oder fördernden Mitgliedschaft. Weitere Infos dazu sind der Website zu entnehmen oder können auch gerne vor Ort in Erfahrung gebracht werden.

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