Wer macht so etwas?
Vandalen zerstören Rastplatz am neuen Radweg zum Plansee
Der Sommer 2026 ist ein besonderer. Sonnige und heiße Tage prägen ihn wie selten zuvor. Wir im Außerfern können uns glücklich schätzen: Unsere schönen Badeseen und das vielfältige Freizeitangebot bieten zahlreiche Möglichkeiten, den Sommer zu genießen. Neu hinzugekommen ist der seit August befahrbare Radweg, der von Breitenwang hinauf zum Plansee führt und den Reuttener Talkessel direkt mit dem See verbindet. Damit lässt sich der Plansee umweltschonend und naturnah erreichen. Rastplätze entlang des Radwegs laden zum Verweilen ein.
Sabine Schreiter
24. August 2026
Muss das denn sein? Mit dem vielfältigen Freizeitangebot sollte respektvoll und sorgsam umgegangen werden. Zerstörungswut aus Jux und Tollerei ist vollkommen fehl am Platz. Fotos: Privat
Noch vor seiner offiziellen Eröffnung findet der neue Radweg großen Zuspruch. Viele fahren über ihn zum Plansee, verbringen dort einen schönen Tag oder genießen die herrlichen Sommerabende bei einem erfrischenden „Schwimmer“. Dass Vandalen nun an einem Rastplatz wüteten, Einrichtungen beschädigten und neben den Spuren der Zerstörung auch ihren Müll hinterließen, macht fassungslos und wütend. Wer hier seiner Zerstörungswut freien Lauf ließ, ist bislang unbekannt. Nach Auskunft der Gemeinde Breitenwang ist derzeit keine Anzeige geplant. Für solche Vandalschäden besteht kein Versicherungsschutz. In der Bevölkerung ist der Unmut groß. „Wer macht so etwas – und warum?“, fragen sich viele angesichts der mutwilligen Zerstörung. Besonders unverständlich ist die Tat auch deshalb, weil der Rastplatz weit abseits jeder Ausgehzone und außerhalb des Ortsgebiets liegt. Wer dorthin gelangt, kommt nicht zufällig vorbei. Auch Roland Hechenblaikner, Amtsleiter der Gemeinde Breitenwang, verweist darauf, dass man zunächst Richtung Plansee fahren und anschließend zu Fuß zum Rastplatz gehen muss.
Die Mitarbeiter des Bauhofs setzen den Rastplatz nun auf Kosten der Gemeinde wieder instand.
Eine Frage des Anstands. Zu hoffen bleibt, dass diese Tat ein Einzelfall bleibt. Ein Radweg wie dieser, seine Rastplätze und viele andere frei zugängliche Einrichtungen entstehen nicht von selbst. Dahinter stehen Ideen, Arbeit und öffentliche Mittel. Wer solche Angebote nutzt, sollte deshalb auch respektvoll mit ihnen umgehen. Denn wie lebenswert unser Außerfern bleibt, hängt nicht zuletzt davon ab, wie wir mit dem umgehen, was uns allen zur Verfügung steht.






