Josef Spielmann (1856-1925), Selbstbildnis (MGH Reutte).
Es wird manchen Einheimischen nicht geläufig sein, wie viele Persönlichkeiten auf künstlerischem Gebiet im Außerfern allein in Ehrwald tätig waren und sind. Einer von ihnen war der Maler und Bildhauer Josef Spielmann, der vor 100 Jahren gestorben ist. Die Bezirkszeitung berichtete am 24.12.1925: „Er wurde am 12. Jänner 1856 geboren. Als Autodidakt stattete er u. a. die Kirchen von Weerberg, Terfens, Vomp, Kleinstockach, Lähn, Lermoos und Ehrwald im Nazarenerstil aus. Seit den 1880er Jahren war er Kirchprobst und auch ein langjähriges Mitglied der Musikkapelle. Am 18. Dezember 1925, kurz vor Vollendung des 70. Lebensjahres, nahm ihm nach langwierigem Magenleiden der Tod Pinsel, Hammer und Meißel aus der Hand.“ Das Gemeindebuch Ehrwald berichtet über ihn: „Rechts neben dem Haupteingang der Pfarrkirche erinnert ein metallenes Grabkreuz an den vielseitigen Ehrwalder Künstler. An seinem Haus in der Hauptstraße Nr. 24 hat er den Balkon und die Haustür mit kunstvollen Schnitzereien versehen. Von ihm stammt die Marienstatue in der Mittelnische des linken Seitenaltars der Pfarrkirche. Die ehemaligen Spielmann’schen Deckenfresken und Wandmalereien ebendort mussten 1939 im Zuge der Restaurierung entfernt werden. Mehrere Ehrwalder Kapellen gestaltete er mit Altarbauten und Altarblättern aus. Ein Fresko in der Bibewierer Schmittenkapelle wurde mustergültig restauriert.“
(Quellen: Gemeindebuch Ehrwald, Ausferner Bote 24,12.1924).
Text und Foto: Peter Linser
(Quellen: Gemeindebuch Ehrwald, Ausferner Bote 24,12.1924).
Text und Foto: Peter Linser





